1,5 Milliarden Masken landen im Meer

Verschmutzung durch Covid

Schon vor der Pandemie hatten die Weltmeere mit einem massiven Müllproblem zu kämpfen. Die Umweltorganisation OceansAsia warnt nun in ihrem neuesten Bericht vor einer dramatischen Verschärfung. Unfassbare 1,5 Milliarden Masken sind im Jahr 2020 im Meer gelandet.

 

Wien, 29. Dezember 2020 | Es sind erschütternde Zahlen, die OceansAsia in ihrem Bericht „Masks on the Beach“ im Dezember veröffentlicht haben. So wurden im Jahr 2020 weltweit 52 Milliarden Masken produziert – 1,5 Milliarden davon landen in den Meeren.

Massive Plastikverschmutzung

„Das entspricht einer Plastikverschmutzung von zusätzlich 4.680 bis 6.240 Tonnen“, so Gary Stokes, einer der Aktivisten der Organisation. Der Abbau des ganzen „Covid-Mülls“ könnte  bis zu 450 Jahre dauern und wirkt sich dabei verheerend auf Meerestiere sowie das gesamte Ökosystem aus. Um einer weiteren Verschmutzung und damit einer ernsthaften Bedrohung der Weltmeere entgegenzuwirken, wird empfohlen, auf wiederverwendbare Masken zurückzugreifen. Auch Masken aus nachhaltigen Materialien können positiv dazu beitragen.

Bereits Ende Februar, vor Ausbruch der Pandemie in Europa, berichtete die NGO über angeschwemmte Masken in Hongkong. Die Umweltschützer vermuten, dass die Masken nicht nur durch menschliche Unachtsamkeit in die Ozeane gelangen, sondern auch vom Wind dorthin getragen werden. Die Masken seien nichts anderes als eine weitere Form von Treibgut, ähnlich wie Plastiksackerl oder Plastiktrinkhalme.

Dramatische Auswirkungen

Die Kunststoffproduktion hat bereits vor der Pandemie stetig zugenommen, sodass 2018 mehr als 359 Millionen Tonnen produziert wurden. Schätzungen zufolge gelangen jährlich drei Prozent davon in die Ozeane, was acht bis zwölf Millionen Tonnen pro Jahr entspricht. Und dieser Kunststoff verschwindet nicht einfach, sondern sammelt sich an und zerfällt in immer kleinere Stücke. Die Plastikverschmutzung wirkt sich auch dramatisch auf Küstengemeinden, Fischerei und Wirtschaft aus.

(mst)

Titelbild: OceansAsia

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