Direktoren infizierten sich beim Schnapsbrennen

Direktoren von sechs landwirtschaftlichen Fachschulen hatten sich vor Weihnachten zum Schnapsbrennen getroffen. Danach wurden drei positiv auf Covid getestet. Laut einem der Direktoren war es eine “Schnapsidee”.

Wien, 30. Dezember 2020 | Drei von sechs Leitern von landwirtschaftlichen Fachschulen sollen sich laut einem Bericht der “Kleinen Zeitung” beim Schnapsbrennen in der Fachschule Kirchberg am Walde (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) mit dem Coronavirus infiziert haben. Dieser “Club der Direktoren”, wie er von Schulleiter Roman Bruckner genannt wird, treffe sich öfter für gemeinsame Freizeitgestaltung. Der für die Fachschulen zuständige Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) will sich den Fall nun genau anschauen.

Bruckner habe den Hergang dem Büro des Landesrats ähnlich geschildert, wie die “Kleine Zeitung”. Demnach sei wegen des Lockdowns und des ausgebliebenen Praxisunterrichts Arbeit an der Schule liegen geblieben. Edelbrände, die normalerweise im Unterricht produziert werden, hatte Bruckner daher offenbar mit seinen Leiter-Kollegen zusammen an einem Samstag in der Freizeit gebrannt.

Mund-Nasenschutz sei da zwar verwendet worden und auch der Raum sei groß gewesen, aber offenbar dürfte das Virus beim Weiterreichen der Gläser und beim Durchkosten des Destillats übertragen worden sein, so die Vermutung. Keiner der Beteiligten sei schwer erkrankt. Nach zweiwöchiger Quarantäne seien die Betroffenen wieder wohlauf.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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