Krisenmodus: Lockdown-Hobbies

In der Redaktion von ZackZack ist immer etwas los. Den wöchentlichen Einblick gibt Benedikt Faast. Heute: Die ZackZack-Redaktion tut plötzlich auf gesund.

Wien, 09. Jänner 2021 | Ich war so frei und habe mir eine zweiwöchige Pause vom Krisenmodus gegönnt. Noch immer ins Home Office verbannt, ist es natürlich ein bisschen schwierig, über das Geschehen in der Redaktion zu schreiben. Deswegen gibt es diesmal wieder Einblicke in die zackzackigen vier Wände. Heute dreht sich alles um die lockdownbedingten Hobbies unserer Redakteure und Redakteurinnen.

Ich fange mit meiner neuen großen Liebe an. Ich habe Nachwuchs bekommen. Luftballons, Glückwünsche und Kinderbuggies allerdings bitte zuhause lassen, es handelt sich um Pflanzen. Bis hierhin war die größte Errungenschaft meines grünen Daumens, einen Kaktus erst nach zwei Monaten vertrocknen zu lassen, statt nach zwei Wochen. Doch das Weihnachtsgeschenk meiner Schwester beziehungsweise meines Fast-Schwagers machte aus dem Floraserienkiller Benedikt Faast einen jungen Carl von Linné.

Die leuchtende Box, die aussieht als hätte ich sie aus dem Raumschiff Enterprise gestohlen, und in der momentan mein Rucola, Zwergbasilikum und Walderdbeeren gedeihen, funktioniert allerdings auch für absolute Gießmuffel. Trotzdem fühlt sich das tägliche Wachstum meines „Gartens“ an, als hätte ich gerade diploide und haploide Stadien untersucht, so wie Gregor Mendel.

Einmal im Monat Wasser nachfüllen sollte für den Hobbybotaniker doch drin seien. Aber gut, bis jetzt musste ich auch noch nie nachfüllen…

Noch lebt alles

Statt sich mit Botanik zu Hause auseinanderzusetzen, setzt Redakteurin Julia seit Lockdownstart auf die Botanik außerhalb der eigenen vier Wände. Unsere norddeutsche Redakteurin fühlt sich scheinbar bei nasskalten Temperaturen am wohlsten und erforscht beim Spazieren die Wiener Stadtwege. Spazierengehen ist laut Julia „das neue Ding“. Da kann ich mir halt meine Pflanzen nicht anschauen.

Jetzt kommen wir zur mit großem Abstand härtesten Person in unserer Redaktion. Redakteurin Larissa. Waren sie vor kurzem einmal in einem lauschig warmen Spa-Bereich? Vielleicht mal in einer Sauna? Für solche Sachen hat Larissa im tiefsten Winter keine offenen Ohren, stattdessen hat sie sich das Hobby-Eisschwimmen ausgesucht. Ja, richtig gehört. Einfach Ende Dezember eine gemütliche Runde in der – verzeihen sie mein Französisch – arschkalten Donau drehen. Nur zum Vergleich: Bei mir ist letzte Woche für einen Tag das Warmwasser ausgefallen. Ich war daraufhin mitgestoppte 3,5 Sekunden duschen.

Zu guter Letzt unser Chefredakteur Ben. Auch er ist im Lockdown plötzlich körperlich aktiv geworden. Die letzten eineinhalb Jahre haben am stählernen Körper unseres Exil-Bayerns doch auch Spuren hinterlassen und somit hat er sich Verstärkung in die Wohnung geholt. Er rudert. Seit Herbst trainiert er, als würde er nächstes Jahr auf der Themse gegen Oxford rudern. Ob Bens olympisches Trainingsprogramm bisher Wirkung gezeigt hat, kann ich noch nicht beurteilen, über die Webcam sehe ich nur seinen Kopf. Der ist wie immer.

Titelbild: APA Picturedesk

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