Krisenmodus

Ich weiß, wo dein Büro wohnt

In der Redaktion von ZackZack ist immer etwas los. Den wöchentlichen Einblick gibt Thomas Walach.

 

Wien, 15. Jänner 2021 | Seit Beginn der Coronakrise – also gefühlt seit immer – gilt bei ZackZack die Regel: Wer will, kann im Home-Office arbeiten. Die Tipps der ehemaligen Arbeitsministerin Dr. Aschbacher beherzigen wir natürlich. Alle Heimarbeitsplätze sind ohne Leitern erreichbar. Dafür ist es extralaut, denn das entspannt.

Es wollte aber eh kaum jemand jemals daheim arbeiten. Als die Coronasituation in Österreich eskalierte, obwohl niemand irgendwelche Fehler gemacht hat, griffen auch wir zu verschärften Maßnahmen: Jetzt durfte niemand mehr ohne triftigen Grund in die Redaktion kommen. Als klar wurde, dass Intimitäten mit der edelstahlglänzenden Göttin von einer Mailänder Espressomaschine in der Redaktion nicht als triftiger Grund zählen, gab es lange Gesichter.

Seit dieser Woche gibt es einen Kompromiss, bestehend unter anderem aus Dienstrad, gleichmäßiger Verteilung auf die Redaktionsräume und wöchentlichen Coronatests. Die Information zur letzten Maßnahme habe ich trotz Aufforderung, meine Mails zu lesen, natürlich übersehen. „Told you so“, schrieb mir Ben, während ich mir bei einem kurzfristigen Besuch in der nächstgelegenen Schnupfenbox ein Wattestäbchen ins Kleinhirn jagen ließ.

Immerhin ist jetzt wieder mehr Platz im Büro. Während die Redaktion erfreulicherweise mit den Leserzahlen um die Wette wächst, behalten die Redaktionsräume leider beharrlich ihre Größe. ZackZack schaut sich also – in Person von Geschäftsführerin Eva – nach zusätzlichem Platz um.

Ich habe zwei Favoriten unter den angeschauten Angeboten. Der eine liegt zwischen „Anzengruber“ und „Four Bells“ – also zwischen Schnitzel und Champions League. Er ist folglich inmitten der Stammbeiselmeile einiger prominenter Politiker situiert, was ja auch kein Schaden ist. Der andere ist gerade einmal fünf Minuten von meiner Wohnung entfernt. Das gäbe dem Begriff Home Office eine ganz neue Bedeutung. Ich würde dann in Jogginghose und T-Shirt ins Büro kommen – das wollte ich nur gesagt haben, falls es Einfluss auf die Entscheidung hat.

Titelbild: APA Picturedesk

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