Mehr Gehalt für Fahrradboten

Fahrradkurierdienste haben im Lockdown Hochkonjunktur. Der Job als Kurier ist hart, die Arbteitsbedingungen schlecht, das Gehalt noch schlechter. Nun gibt es eine Erhöhung – der Lohn steigt im Schnitt auf 1.500 Euro netto.

Wien, 20. Jänner 2021 |Die Fahrradboten erhalten rückwirkend mit 1. Jänner um 2,2 Prozent mehr Lohn, das Mindestgehalt beträgt nun 1.539 Euro brutto. Ein großer Teil des Lohns gebührt für die gefahrenen Kilometer. Das Kilometergeld wird von bisher 14 auf 24 Cent pro Kilometer erhöht. “Bei der realistischen Annahme von im Schnitt pro Monat gefahrenen rund 1.500 Kilometern pro Botin bzw. Boten bedeutet das eine Anhebung des Kilometergeldes von bisher 210 auf 360 Euro im Monat”, so Karl Delfs, Bundessekretär des vida-Fachbereichs Straße.

1.500 Euro netto

Da das Kilometergeld steuerfrei ist, würden die Fahrer somit auf einen Nettolohn von rund 1.500 Euro kommen. Der Einigung war ein Arbeitskonflikt beim Botendienst Veloce vorangegangen, dieser wurde inzwischen mit der Gründung eines Betriebsrates beigelegt. Der Kollektivvertrags-Abschluss liegt über den plus 1,5 Prozent, der in der Herbstlohnrunde 2020 großteils der Standard war. Aktuell beträgt die Inflationsrate 1,2 Prozent.

Noch keine Einigung gibt es bei den Arbeitskräfteüberlassern. Wie die Arbeitgeberseite heute mitteilte, blieb die zweite Verhandlungsrunde am gestrigen Dienstag ergebnislos. Als Empfehlung der Arbeitgeber liegt ein Lohplus von 1,45 Prozent am Tisch.

(red/APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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