Brennt hier unser Impfstoff ab?

AstraZeneca-Produktion in Flammen

Schockmoment in Indien: in einem Gebäude des weltweit größten Impfstoffproduzenten starben fünf Menschen bei einem Großbrand. Das Unternehmen stellt unter anderem das Vakzin für AstraZeneca her – also den Stoff, auf den die Kurz-Regierung für Phase 2 schwört.

 

Neu-Delhi, 22. Jänner 2021 | In einem Gebäude der indischen AstraZeneca-Produktion ist am Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Dabei starben mindestens fünf Arbeiter, wie die lokale Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur mittielte. Brisant: Das Serum Institute stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield her. Firmenchef Adar Poonawalla meldete aber auf Twitter, dass es keine Einbuße bei der Covishield-Produktion gebe.

Ausmaß der Schäden noch unklar

Noch sei unklar, wie groß der Schaden durch den Brand im indischen Werk und warum das Feuer in der Stadt Pune am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ausgebrochen sei, sagte ein Feuerwehrsprecher. Feuerwehrleute mit 15 Löschfahrzeugen hätten den Brand schließlich unter Kontrolle gebracht.

Das Serum Institute wolle dieses Jahr nach Angaben seines Chefs Poonawalla eine Milliarde Dosen Corona-Impfstoff herstellen. Das brennende Gebäude war im Bau gewesen. Das Serum Institute vergrößert sich zurzeit – um mehr Impfstoff gegen Corona und andere Krankheiten wie etwa Polio herzustellen.

Indien wird oft als die “Apotheke der Welt” bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden. Viele davon gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von großer Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern.

Als Teil seiner Impfstoffdiplomatie gibt Indien auch eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder in der Region ab.

Ausgerechnet AstraZeneca

Sollte sich die Meldung, dass die Impfstoff-Produktion trotz des Feuers ungefährdet weitergehen kann als falsch herausstellen, könnte es nicht nur für ärmere Länder eng werden. Österreich setzt für Phase 2 der Impfungen vor allem auf den Impfstoff von AstraZeneca. Dem schwedisch-britischen Unternehmen droht ohnehin zunächst eine beschränkte Zulassung in der EU, da die Wirksamkeit bisher nur für Unter-55-Jährige überprüft worden sei.

Hinter den Kulissen herrscht ohnehin Panik: Wie ZackZack exklusiv berichtete, stürzen die dramatischen Lieferkürzungen von BioNTech/Pfizer Österreich ins Impfchaos. Das belegen Mails von Impfkoordinator Clemens Martin Auer, die ZackZack veröffentlichte.

(wb/apa/dpa)

Titelbild: APA Picturedesk

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3 Kommentare
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Schoenebner
23. 01. 2021 7:03

Wie tkp.at unter Berufung auf wissenschaftliche Quellen berichtet, sind in Ösetrreich möglicherweise schon fast 40% der Einwohner gegen Covid 2 immun. Eine natürliche Herdenimmunität schiene demnach in greifbarer Nähe. Derzeit wird davon ausgegangen, dass etwa 7.000 Menschen MIT Corana gestorben sind, durchschnittlich jedoch in einem Alter, wo man ohnehin mit dem Tod rechnen muss. Hat schon irgendjemand einmal daran gedacht, dass es eventuell möglich wäre (unter Hinnahme von nochmals 7.000 “Coronatoten”) die Herdenimmunität ohne Vakzin zu erreichen? Wenn man bedenkt, dass damit die Rechfertigung für Lockdowns, Homeschooling, Abstandsregeln und Mundschutz vom Tisch wäre, müsste man sich das direkt überlegen.

Aus für Österreichs Impfplan - Astra Zeneca liefert nur ein Viertel der versprochenen Menge - zackzack.at
22. 01. 2021 16:18

[…] verfügbar sein, um wie gepant zu impfen. Unklar ist, ob der Lieferengpass etwas mit einem Großbrand in einer indischen Produktionsanlage zu tun […]

samhain
22. 01. 2021 14:54

Ja ja, die Globalisierung und unsere Türkiesen Ferialpraktikanten.

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