Corona: Russland sperrt auf, Belgien sperrt zu

In Russland sollen – nach offiziellen Angaben – die Corona-Fallzahlen gesunken sein. Deshalb sperrt das Land großteils wieder auf, zusätzliche internationale Flugverbindungen sollen aufgenommen werden. Ganz anders das Bild in Belgien: hier wird aufgrund der kritischen Coronalage das Reisen noch stärker eingeschränkt.

Moskau/Brüssel, 27. Jänner 2021 | In Russland sind angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben worden. So wurden am Mittwoch zusätzliche internationale Flugverbindungen wieder aufgenommen, darunter mit Indien, Vietnam und Finnland. In der russischen Hauptstadt Moskau erlaubte Bürgermeister Sergej Sobjanin (von der Putin-Partei “Einiges Russland”) nach wochenlangen Verboten die Öffnung von Nachtclubs und nächtlicher Gastronomie.

Auch Lockerungen für Home-Office in Russland

Zudem endete die Pflicht der Arbeitgeber, mindestens ein Drittel der Belegschaft im Home-Office arbeiten zu lassen. Bestehen blieb allerdings die Vorschrift, dass Menschen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige weiterhin von zuhause aus arbeiten müssen. Zuvor hatte Moskau auch die Museen wieder geöffnet.

Moskau verzeichnete am Mittwoch 1.837 neue Infektionen – das war nach offiziellen Angaben der niedrigste Wert seit Ende September. In ganz Russland kamen demnach 17.741 Neuinfektionen und 594 Todesfälle hinzu. Es wird aber mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet, weil nicht jeder mit einer Infektion zum Arzt geht und auch nicht jeder Corona-Todesfall mit dem Virus in Verbindung gebracht wird. Als einen Grund für den Rückgang sehen die Behörden auch die seit Dezember laufenden Impfungen.

Belgien verbietet nicht notwendige Reisen

In Belgien ist die Situation eine ganz andere. Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien sind ab sofort verboten. Eine entsprechende Entscheidung der Regierungen von Land und Regionen trat am Mittwoch in Kraft. Demnach sind Urlaubs- sowie Freizeit-Reisen bis zum 1. März nicht mehr erlaubt. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen in das Land getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Der Warenverkehr soll weiter fließen. Auch Besuche bei einem Ehe- oder Lebenspartner, Reisen aus beruflichen oder Studiengründen sowie für Beerdigungen naher Verwandter bleiben erlaubt. “Wir bauen keine Mauer um unser Land”, hatte Regierungschef Alexander De Croo am Freitag nach der Entscheidung gesagt. Wer für sich eine der Ausnahmen in Anspruch nimmt, muss eine “ehrenwörtliche Erklärung” ausfüllen.

Das Königreich mit 11,5 Millionen Einwohnern will so auch seine verhältnismäßig gute Corona-Lage bewahren. Doch auch hier stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben des Gesundheitsamts Sciensano 252 neue Fälle je 100.000 Einwohner registriert – ein Zuwachs um 12 Prozent.

(red/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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