Bundesheer-Corona-Party

35 Soldaten feierten in Kaserne Güssing

Ein riskantes Vergnügen: Trotz Corona-Lockdowns haben 35 Soldaten am Dienstag in der Kaserne Güssing ihren Abschluss gefeiert. Die Party wurde auf zumindest drei Videos festgehalten. Gegen alle Beteiligten wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Wien/Güssing, 29. Jänner 2021 | Die 35 Kaderanwärter, die aus ganz Österreich kommen, haben laut Bundesheer sowohl die Corona-Bestimmungen verletzt als auch vulgäre Handlungen gesetzt. Gegen alle Beteiligten wurde jetzt ein Disziplinarverfahren eingeleitet, vier Chargen wurden dienstenthoben. Das teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Corona-Party trotz Verbot

93 Soldaten nehmen seit September beim Jägerbataillon 19 in der Kaserne Güssing an der Kaderanwärterausbildung 1 teil. Diese Ausbildung ist der Schritt zu einer Laufbahn als Berufssoldat und ist diese Woche zu Ende gegangen. Eine Abschlussfeier wurde aufgrund der Pandemie untersagt. Die 35 Soldaten haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt.

Der burgenländische Militärkommandant Gernot Gasser zeigte sich über den Vorfall verärgert.

“Das ist auf der einen Seite beschämend, auf der anderen Seite menschlich enttäuschend”,

betonte er am Rande einer Pressekonferenz.

Er habe zwar prinzipiell Verständnis dafür, dass die Teilnehmer den Abschluss eines Ausbildungsabschnittes feiern wollten – “aber nicht jetzt. Wir sind in einem Lockdown, da muss man eben einmal auf das Feiern verzichten”, sagte Gasser.

Geschädigtes Image durch geschmackloses Verhalten

Neben dem Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen hätten sich die Kaderanwärter mit vulgären Handlungen aber auch “völlig daneben benommen” und geschmacklose Dinge getan. Die Unvernunft und Sorglosigkeit Einzelner führe nun dazu, dass das Bundesheer wieder einen Imageschaden erleidet.

“Das – verzeihen Sie mir den Ausdruck – kotzt mich an”,

betonte Gasser.

Er finde es gut, dass für jene Kaderanwärter, die bei dem Vorfall eine Hauptrolle gespielt haben, nun der Weg zum Berufssoldaten ende.

(red/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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