Berater für Zusammenhalt Großbritanniens gibt nach zwei Wochen auf

Ein britischer Regierungsberater mit Zuständigkeit für den “Zusammenhalt des Vereinigten Königreichs” hat bereits nach zwei Wochen im Job das Handtuch geworfen. Häme kommt dafür aus Schottland.

 

Wien, 20. Februar 2021 | Oliver Lewis wirft das Handtuch: Er hatte zuvor in der Brexit-Kampagne mitgewirkt und erklärte nun laut Sender BBC, seine Rolle sei “untragbar” gemacht worden. Eine offizielle Stellungnahme aus der Downing Street gab es zunächst nicht. Hämische Reaktionen aus Schottland ließen nicht lange auf sich warten.

“Uneinigkeit in der Abteilung für Einigkeit. Oder vielleicht Verzweiflung darüber, zu realisieren, wie fadenscheinig das Streben danach ist”, twitterte Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon.

Schotten befürworten Unabhängigkeit

Sturgeons Schottische Nationalpartei (SNP) fordert eine zweite Volksabstimmung über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Zwar hatte 2014 eine knappe Mehrheit der Einwohner eine Loslösung abgelehnt. Damals war Großbritannien aber noch Mitglied der EU. Sturgeon argumentiert nun, dass der britische EU-Austritt die Voraussetzungen verändert habe. Beim Brexit-Votum 2016 hatte Schottland – im Gegensatz zum Land insgesamt – deutlich für den Verbleib in der EU gestimmt. London lehnt eine neue Befragung ab, in Umfragen befürwortet seit Monaten eine Mehrheit der Schotten die Unabhängigkeit.

(lb/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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5 Kommentare
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Anonymous
21. 02. 2021 7:23

Wenn Prinz Philip verstirbt, dann wird auch ‘londonbridge bald down’ sein…. und nach dem Tod der Queen wird der ungeliebte Charles das Zepter übernehmen. Es kommt einiges an Veränderungen auf die Briten zu. Und nicht nur Angenehmes.

Ich hab mich wohler gefühlt in der EU als die Briten noch dabei waren. Die Deutschen, Franzosen und Polen? Ich weiß nicht.

Mir fehlen sie.

Bastelfan
21. 02. 2021 15:27
Antworte auf  Anonymous

Mir fehlen sie nicht. Wenn man in england zeitungen liest, dann artikel über dtl, it, fr, das wars, die falklands u australien sind denen weit wichtiger.

Anonymous
21. 02. 2021 17:23
Antworte auf  Bastelfan

Ja. Aber umgekehrt gilt das so nicht.

KarinLindorfer
20. 02. 2021 19:05

Eigentlich ein Irrsinn was Boris Johnson angerichtet hat. Kein Wunder, dass die Schotten weg wollen.

samhain
20. 02. 2021 15:07

Ende eines siechenden Königreiches.

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