Rot-grün-pinke Mehrheit vor der Tür

Umfrage

Es zeichnet sich eine Wende der politischen Mehrheiten ab. In einer neuen Umfrage liegt eine fiktive Rot-pink-grüne Koalition bereits bei 47 Prozent.

Wien, 22. Februar 2021 | Es wird knapp für Türkis-Grün. Zumindest, wenn es nach der neuesten Market/Paul-Lazarsfeld-Gesellschaft – Umfrage (1000 persönlich und online Befragte) geht. Denn die momentane Regierung steht in der Umfrage nur mehr bei 49 Prozent, hätte also keine Mehrheit mehr.

ÖVP und Grüne verlieren, SPÖ im Aufwind

Die ÖVP fällt im Vergleich zum Dezember um zwei Prozentpunkte auf 37 Prozent. Die Grünen verlieren ebenfalls zwei Prozentpunkte und kommen nur mehr auf 12 Prozent. Im Schatten von Türkis-Grün schleicht sich eine andere Koalitionsmöglichkeit Richtung Mehrheit. Eine Koalition aus SPÖ, NEOS und Grünen käme nun auf 47 Prozent, insbesondere weil die SPÖ im Vergleich zu Dezember um zwei Prozentpunkte steigt und somit bei 25 Prozent liegt. Damit liegen die Sozialdemokraten fast vier Prozentpunkte über dem Nationalratswahlergebnis von 2019 (21,2 Prozent).

Auch die NEOS gewinnen hinzu und kommen nun auf 10 Prozent; der Trend zur Zweistelligkeit bei den NEOS zeigte sich bereits in Umfragen von anderen Instituten.

Die FPÖ legt ebenfalls um einen Prozentpunkt zu und kommt nun auf 14 Prozent. Momentan gäbe es überhaupt nur zwei mögliche Zweier-Koalitionen. FPÖ und ÖVP kämen zusammen auf 51 Prozent, SPÖ und ÖVP zusammen auf 62 Prozent. Sowohl SPÖ als auch FPÖ schlossen einen fliegenden Wechsel als Juniorpartner zur ÖVP in den vergangenen Wochen aus.

Corona-Zeugnis für Regierung katastrophal

Ebenfalls abgefragt wurde das Coronamanagement der Bundesregierung. Auch hier setzte es keine guten Noten für Türkis-Grün. Waren im Frühling 2020 noch 78 Prozent der Meinung, dass Österreich das Coronavirus besser im Griff als andere EU-Länder habe, stürzte dieser Wert nun auf katastrophale sieben Prozent ab. Damals befanden nur drei Prozent, dass das Corona-Management schlechter als in anderen EU-Ländern ablaufe, ein Jahr später stimmen dieser These bereits 30 Prozent zu.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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