Wien:

Chaos um Impfung für Uni-Personal

Riesenchaos um Impfungen für Wiener Uni-Mitarbeiter: Tausende sollten sich anmelden – doch sie waren gar nicht gemeint.

Wien, 02. März, 2021 | Zehntausende Mitarbeiter der Wiener Universitäten erhielten Montagabend sehr gute Nachrichten von ihren Arbeitgebern oder Betriebsräten: Sie könnten sich ab sofort zur Coronaimpfung anmelden. Und tatsächlich: Laut Anmeldemaske des Impfservice Wien sollten sich Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen anmelden. Viele taten das auch und erhielten Termine. Betroffen sind mehrere große Universitäten sowie einige Fachhochschulen.

„Herr Hacker soll den Mund aufmachen!“

Ein Missverständnis, wie es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker heißt. Es seien nur Mitarbeiter von Schulen und Kindergärten gemeint gewesen. Den Betriebsratsvoritzenden der Uni Wien, Karl Reiter, regt das auf: „Herr Hacker soll halt den Mund aufmachen und etwas sagen, wenn er der Meinung ist, dass Universitäten keine Bildungseinrichtungen sind.“ Tatsächlich habe man mit den Universitäten nicht gesprochen, erklärt ein Sprecher Hackers. Man habe nicht genug Impfdosen für die Unimitarbeiter. Der Stadt ginge es darum, den Schulbetrieb „möglichst lange aufrecht zu erhalten.“

Zu früh gefreut

Reiter fragt sich, wie die Stadt „diese Scharte auswetzen“ wolle. Man werde alle Unimitarbeiter bitten, ihre Termine wieder zu stornieren, lässt Hacker wissen. Laut Anmeldemaske des Impfservice Wien sind allerdings immer noch „Bildungspersonal/Kindergartenpädagog*innen und Mitarbeiter*innen von Bildungseinrichtungen“ aufgefordert, sich Impftermine zu wählen.

Was geschieht mit den stornierten Terminen? Die Stadt sagt, das sei kein Problem. Es befänden sich genügend Personen in Rufbereitschaft, die man einschieben könne. Wie viele Unimitarbeiter einen Termin bekommen haben, wisse man nicht.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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