Pilz am Sonntag

Gates, Soros und Kurz

Kurz hat ein Problem: er ist angetreten, um vermeintlich „dem System“ den Kampf anzusagen – „drain the swamp!“, wie Donald Trump sagen würde. Doch genau wie Trump verkörpert Kurz das System. Nun weiß er nicht, wie er mit der wachsenden Unzufriedenheit umgehen soll.

 

Wien, 14. März 2021 | Ich habe mir lange überlegt, ob ich das alles aufschreiben soll. Aber dann habe ich eine Stimme gehört, und die hat mir gesagt: „Schreib es auf, für ZackZack!“ Ich bin der Stimme gefolgt.

Also, es beginnt bei Bill Gates. Er ist der illegale Sohn eines ungarischen Milliardärs namens George Soros, der sich in einem abgeschirmten Ort namens Bilderberg versteckt. Gates erzeugt mit einer Microsoft-Düse Chemtrails, mit denen er am Himmel in einer Geheimschrift Botschaften an seine Anhänger schreibt. Die können das dann lesen und wissen, was zu tun ist.

Norbert Hofer ist einer der wenigen, die die ganze Schrift lesen können. Deshalb wurde die Ibiza-Falle gestellt, wo mit einem Video, das gefälscht ist, von der Wahrheit abgelenkt wurde. Viele wissen das, aber dürfen es nicht schreiben, weil ihnen sonst mit Mikrowellen aus Chips Entsetzliches droht.

Das Ziel von Gates ist die Unterwerfung der Menschheit. Er will aus selbstbewussten Österreichern willenlose Sklaven machen. Dazu hat er Impfstoffe entwickeln lassen. Aber weil sich nicht alle freiwillig impfen lassen, hat er aus einem militärischen Labor in Wuhan ein Virus entweichen lassen, dass die Welt in Panik versetzen soll.

Das COVID-Virus wird hauptsächlich über Routen eingeschleppt. Die Hauptroute führt über den Balkan. Aber das Virus greift nicht alle an. Gates kann natürlich nichts passieren, und Soros auch nicht. Auch Gabalier nicht, aber vielleicht will man uns damit nur verwirren.

Das Virus ist nicht schlimmer als ein Grippevirus, aber die Zahlen sind gefälscht. Masken nützen nichts, aber Aluminiumbekleidung schon, weil nur sie gegen Strahlen und extrem kleine Partikel schützt.

Die Ungewaschenen

Sebastian Kurz arbeitet für Bill Gates. Statt etwas für unsere Gesundheit zu tun, nimmt er uns unsere Freiheit. Mit neuen Gesetzen will er das Versammlungsrecht einschränken. Deshalb muss Kurz weg.

Um dem Nachdruck zu verleihen, gehen die „Ungewaschenen“, wie man inzwischen die nennt, deren Gehirne noch nicht gewaschen sind, auf die Straße, vorzugsweise in den Wiener Prater, um dort durch das maskenlose Anhusten spazierender Familien Freiheitssinn zu demonstrieren. Natürlich sind auch ein paar Neonazis dabei, aber wo sind die nicht?

Damit nicht nur ungewaschene Wiener auf die Straße gehen, kommen Tiroler in Autobussen zu ihrer Hilfe. Tiroler Autobusse sind bekanntlich horizontale Aufstiegshilfen und haben die Aufgabe, aus Wien Ischgl zu machen.

Ein Busunternehmer aus Arzl im Tiroler Pitztal füllte seinen Bus mit „Pilgern“ und transportierte sie zur großen Demonstration nach Wien. Wenige Tage später gibt seine Heimatgemeinde Alarm: „Die Gemeinde Arzl i.P. macht darauf aufmerksam, dass es momentan eine schnell ansteigende Zahl an aktiven COVID-19-Fällen in der Gemeinde gibt und Arzl im Pitztal dabei ungeachtet der Bevölkerungsanzahl sogar in absoluten Zahlen an der 7. Stelle tirolweit ist.“

Wahrscheinlich wird jetzt flächendeckendes Impfen im Gemeindegebiet verlangt, denn wo kommen wir hin, wenn nur die Schwazer die COVID-Deppenprämie bekommen und die Arzler leer ausgehen?

Samthandschuh und Desinformation

Was hat das jetzt mit Sebastian Kurz zu tun? Viel. Der Kanzler hat ein Problem: Er ist gegen „das System“ angetreten und hat so zwei Wahlen gewonnen. Jetzt gehen die „Systemgegner“ gegen ihn auf die Straße. Plötzlich ist der Anti-Systemkanzler Kurz selbst der verhassteste Teil des „Systems“.

Aber Kurz weiß, dass er nur mit diesen Menschen Wahlen gewinnen kann. Also erledigt sein Innenminister den ersten Teil der Aufgabe: die „Aktion Samthandschuh“. Wenn der Mob randalierend durch Wien zieht, sorgt der Minister für freundliche Polizeibegleitung. Falls alles aus dem Ruder läuft, lässt sich Nehammer zu einem deutlichen „Aber Du Du!“ hinreißen.

Den zweiten Teil erledigt der Kanzler mit Hilfe der ZiB1 selbst: Desinformation. Brüssel ist jetzt schuld, dass Kurz gemeinsam mit seinem Gesundheitsminister im Herbst auf Millionen Dosen Impfstoff verzichtet und das sogar im Ministerrat beschlossen hat. Das Astra Zeneca-Desaster war seit Monaten vorhersehbar. Kurz hat es persönlich verbockt. Jetzt will er die Demobusse nach Brüssel umleiten. Zur Sicherheit lässt er auch auf seinen erkrankten Gesundheitsminister einprügeln, es kann ja nicht schaden.

Das Unangenehmste kommt zum Schluss: Die Demonstranten haben in einem wichtigen Punkt recht: Die Regierung ist drauf und dran, Freiheitsrechte zu beschädigen. Mit schlampigen Verordnungen und Ermächtigungen greift sie nicht nur das Versammlungsrecht an. Am Ende steigen nicht nur die COVID-Zahlen, sondern die Kollateralschäden von unserer Wirtschaft bis zu unserer Freiheit.

Nicht nur die Stimme sagt mir, dass es jetzt genug ist. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Titelbild: APA Picturedesk

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