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    ÖBAG-Schmid machte Priester für Kanzler „fertig“ – Nächster Kurz-Chat aufgetaucht

    Nächster Kurz-Chat aufgetaucht

    Ein neues Chatprotokoll zwischen ÖBAG-Chef Schmid und Kanzler Kurz ist aufgetaucht. Es geht um ein Treffen zwischen dem Chef der katholischen Bischofskonferenz und Schmid. Just als die Kirche den Kanzler öffentlich kritisierte, stellte die ÖVP die kirchlichen Steuerprivilegien infrage. Der Generealsekretär der Bischofskonferenz sei danach „fertig“ gewesen.

    Wien, 29. März 2020 | Neue Chat-Protokolle von ÖBAG-Chef Thomas Schmid, die das „Profil“ zuerst veröffentlichte, geben Einblick in sein überaus enges Verhältnis mit Sebastian Kurz.

    Dokumentiert wird im ZackZack vorliegenden Aktenvermerk ein berufliches Treffen Schmids im Jahr 2019 als Generalsekretär im Finanzministerium. Er traf sich mit dem Chef der katholischen Bischofskonferenz, Peter Schipka. Es ging um die Abschaffung von Steuerprivilegien. “Ja super. Bitte Vollgas geben”, schrieb Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Vorfeld an Schmid.

    „Zunächst rot, dann blass, dann zittrig“

    Im Rahmen eines “Steuerprivilegien-Checks” sollte auch “die Kirche massiv hinterfragt” werden, wie Schmid im Vorfeld des Treffens im März 2019 schrieb. Noch am selben Tag berichtete Schmid dem Kanzler über den Verlauf des Gesprächs mit der Bischofskonferenz:

    “Also Schipka war fertig!”

    Schmid hatte diesem über die Pläne zur Streichung von Steuerprivilegien und Kürzung von Förderungen berichtet – “und bei Kultus und Denkmalpflege wesentliche Beiträge Heimopfergesetz werden wir deckeln”, heißt es in der Nachricht an Kurz.

    Schipkas Reaktion laut Schmid: “Er war zunächst rot dann blass dann zittrig. Er bot mir Schnaps an den ich in der Fastenzeit ablehnte weil Fastenzeit. Waren aber freundlich und sachlich.” Der Kanzler bedankte sich bei Schmid für das Gespräch mit der Bischofskonferenz: “Super danke vielmals!!!! Du Aufsichtsratssammler :)”

    Kirche kritisierte Kurz

    Schipka selbst bestätigte gegenüber dem Nachrichtenmagazin “profil” das Treffen. Ihm sei mitgeteilt worden, dass man im Zuge der Steuerreform verschiedene Verbindungen zwischen Staat und anerkannten Kirchen prüfe. Ob er tatsächlich – wie im Chat berichtet – die Gesichtsfarbe gewechselt habe? “Das ist die Interpretation des Herrn Schmid, was soll ich dazu sagen?”

    Just im Frühjahr 2019 hatte sich die katholische Kirche erstmals öffentlich gegen Sebastian Kurz gestellt. Eine Präventivhaft, wie sie Türkis-Blau geplant hatte, lehnte die Kirche ab.

    (apa/ot)

    Titelbild: APA Picturedesk

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