Italien:

Impfpflicht für Gesundheitspersonal

Das Gesundheitspersonal in Italien wird künftig dazu gezwungen, sich impfen zu lassen. Für jene, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, wird es nur wenige Ausnahmen geben.

Wien, 01. April 2021 | Der Ministerrat in Rom hat am Mittwochabend eine Verordnung zur Einführung einer Impfpflicht für das Gesundheitspersonal verabschiedet. Die Impfpflicht gilt auch für Apotheker und für Ärzte mit einer eigenen Praxis. Die Impfung könne nur bei bewiesener Gefahr für die Gesundheit bei ganz spezifischen Bedingungen ausgesetzt werden. Regionen und autonome Provinzen werden den lokalen Gesundheitsbehörden nicht geimpftes Personal melden müssen.

Jene, die sich nicht impfen lassen wollen, können Aufgaben übernehmen, die sie nicht in Kontakt mit Patienten bringen. Wenn dies nicht möglich ist, werden sie bis zum 31. Dezember 2021 vom Dienst ausgesetzt.

Italien wird im April zu roter Zone

Vom 3. bis zum 30. April wird ganz Italien zur Rote Zone mit strengen Restriktionen. Sollten die Infektionszahlen bis Ende April stark zurückgehen, könnte der Ministerrat eine Lockerung der Restriktionen beschließen.

In Italien sank die Zahl der Todesopfer gestern gegenüber dem Vortag. 467 Tote aufgrund der Pandemie wurden registriert, am Vortag waren es 529. Es gab außerdem 23.904 Neuinfektionen nach 16.017 am Vortag, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit.

Insgesamt kamen seit Beginn der Epidemie im Februar 2020 109.346 Menschen infolge einer CoV-Infektion ums Leben, bei 3,457 Millionen Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Laut Datenbank der Johns-Hopkins-Universität liegt Italien weltweit bei der Zahl der Toten je 100.000 Einwohner auf Rang vier hinter Tschechien, Ungarn und Bulgarien.

(apa/mst)

Titelbild: APA Picturedesk

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