Vor Gipfel:

Ludwig will Lockdown in Wien verlängern

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird sich am Dienstag beim Corona-Gipfel für eine Verlängerung des harten Lockdowns in der Hauptstadt aussprechen. Auch Niederösterreich und das Burgenland würden mitziehen.

Wien, 06. April 2021 | Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird bei den heutigen Gesprächen zwischen dem Bund und den Ländern für eine Verlängerung der aktuellen Schutzmaßnahmen eintreten. Das hat ein Sprecher am Vormittag der APA mitgeteilt. Nach Beratungen mit Medizinern sei der Bürgermeister zu dem Schluss gekommen, dass derzeit noch keine Trendumkehr bei den Infektionen bzw. auf den Intensivstationen zu erkennen sei, hieß es. Der Schutz der Bevölkerung stehe nun im Vordergrund.

Genaues Datum noch nicht genannt

Ludwig werde den Schritt für Wien empfehlen, es mache jedoch Sinn, die geltende “Osterruhe” für die gesamt Ostregion zu verlängern, betonte der Sprecher. Details sollen nun am Nachmittag diskutiert werden. Einen Zeitpunkt, bis zu welchem Datum die Maßnahmen verlängert werden sollen, nannte Ludwig vorerst nicht. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt aktuell bis 11. April ein strenger Lockdown. Es gelten restriktivere Ausgangsbestimmungen, Handel und persönliche Dienstleister sind geschlossen. Die Schulen befinden sich wieder im Distance Learning.

Niederösterreich und Burgenland solidarisch

Die Länder Niederösterreich und Burgenland erklärten sich am Dienstagnachmittag in einer gemeinsamen Erklärung gegenüber der APA “solidarisch” mit Wien, ohne allerdings dezidiert für eine Verlängerung des Lockdowns einzutreten. Die Lage auf den Intensivstationen sei in Teilen der Ostregion nach wie vor “sehr angespannt”. Es gebe geringfügige Unterschiede in der Entwicklung. Mit heutigem Stand sei aber noch keine echte Trendumkehr zu beobachten. “Wir tragen gemeinsam Verantwortung für den Schutz unserer Bevölkerung. Eine gemeinsame Vorgehensweise der Bundesländer ist daher eine Frage der Sicherheit für unsere Landsleute”, so Niederösterreichs Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner (ÖVP).

Eine einheitliche, abgestimmte Linie aller Bundesländer wäre “nach wie vor wünschenswert und auch für die Bevölkerung leichter nachvollziehbar”, betonte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Der Zeitraum bis 18. April müsse genutzt werden, um ein verbindliches Regelwerk für Öffnungen zu fixieren, fordert er: “Wir brauchen klare Kriterien, wann welche Lockerungen möglich sind. Die Bevölkerung wird die Corona-Schutzmaßnahmen nur dann weiter mittragen, wenn es klare Perspektiven gibt.”

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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