Reicher als Trump

18-jähriger dm-Erbe jüngster Milliardär der Welt

Die Reichsten werden nicht nur immer reicher, sondern auch jünger: Der Erbe der Drogeriemarktkette “dm” ist gerade mal 18 Jahre alt – und in der neuen Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt gelandet. Er ist der jüngste Neuzugang in einer von Rekorden wuselnden Sammlung.

Düsseldorf, 09. April 2021 | Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erhebt seit Jahrzehnten das Ranking der reichsten Personen der Welt. 2021 umfasst die Liste 2755 Milliardäre. Fernab der Spitze, in der Amazon-Gründer Jeff Bezos zum vierten Mal der reichste Mensch der Welt ist, steht mit Kevin David Lehmann auch ein junger Deutscher in der Liste.

Der “dm”-Erbe habe so viel Vermögen, dass er sein Leben lang jeden Tag 100.000 Euro ausgeben – und am Schluss immer noch eine Milliarde vererben könnte, wie das Magazin “Moment” grob vorgerechnet hat.

18-jähriger Deutscher reicher als Trump

Im vergangenen Jahr ist Kevin David Lehmann etwas passiert, das in seinem Alter bisher wohl keinem deutschen Jugendlichen widerfahren ist: Er wurde 18 Jahre alt, erhielt damit nicht nur seine Volljährigkeit, sondern auch das Mitspracherecht über sein Vermögen, das bislang von einem Treuhänder verwaltet wurde. Er landete mit den rund 3,5 Milliarden US-Dollar, worüber er nun Zugriff hat, in der neuesten Ausgabe der Liste der Superreichen. Damit ist sein Vermögen höher als das vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der mit seinem aktuellen Vermögen von 2,4 Milliarden im “Forbes”-Ranking um 300 Plätze abgestürzt ist.

dm-Erbe schon seit dem 14. Lebensjahr Milliardär

Wie das deutsche Wirtschaftsmagazin “Handelsblatt” berichtete, sei Lehmann bereits mit 14 Jahren Milliardär geworden, als ihm sein Vater Günther Lehmann seine Anteile an der Drogeriemarktkette “dm” übertrug: 2,8 Milliarden Euro habe der damals 76-Jährige an den Sohn weitergegeben, wie aus Eintragungen im Handelsregister hervorging. Die Familie Lehmann bevorzuge es dennoch, traditionell im Hintergrund zu bleiben. Während “dm”-Gründer Götz Werner als Vorzeigeunternehmer bekannt ist und schon vor Jahren seine Anteile an eine Stiftung übertragen hat, blieb Günther Lehmann unsichtbar.

Als Gründer Werner gerade seinen zweiten Laden eröffnet hatte, stieg Günther Lehmann 1974 als Gesellschafter bei “dm” mit ein. Im Gegenzug bekam er 50 Prozent der Anteile am Unternehmen. Heute ist die Drogeriekette mit mehr als 60.000 Angestellten und rund 3700 Filialen die größte Drogerie-Kette Europas.

Der jungle Lehmann ist einer von nur einer Handvoll Milliardären, die schon als Teenager in die „Forbes“-Liste aufgenommen worden sind.

Alle 17 Stunden ein neuer Milliardär

Die “Forbes”-Liste gibt es bereits schon seit 35 Jahren. Als „Forbes“ sie in der vergangenen Nacht veröffentlichte, war schnell klar, dass die weltweite Corona-Pandemie ein großer Vorteil für die Reichen der Welt ist. Die Zahl der Milliardäre schoss auf der Jahresliste nur so nach oben, genau genommen sind es 493 Neuankömmlinge. Das entspricht einem neuen Milliardär alle 17 Stunden. 2755 Superreiche mit einem Gesamtvermögen von 13,1 Billionen US-Dollar sind nun aufgeführt. Im vergangenen Jahr waren es „nur“ acht Billionen Dollar.

86 Prozent der Milliardäre, die schon im vergangenen Jahr auf der Liste standen, sind noch einmal reicher geworden.

Bezos erneut reichster Mensch – zum vierten Mal in Folge

Auf den ersten Plätzen gibt es weniger Überraschungen: Jeff Bezos ist zum vierten Mal in Folge der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen hatte Anfang März einen Wert von 177 Milliarden US-Dollar, das war ein Anstieg von 64 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr und liegt vor allem am steigenden Kurs der Amazon-Aktien – und wohl auch, zu Gunsten Bezos, an dem Bestell-Wahnsinn während der Corona-Pandemie.

Titelbild: APA Picturedesk

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