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»Alles Gute, Rudi!« – Ludwig & Co. zollen Anschober Respekt

Ludwig & Co. zollen Anschober Respekt

Aus den Bundesländern kommt Dank und Anerkennung für den zurückgetretenen Gesundheitsminister Anschober. Wiens Bürgermeister Ludwig, den Anschober in seiner Rücktrittsrede explizit lobte, betonte die “stets konstruktive und positive Zusammenarbeit” sowie den “kompetenten und menschlichen Charakter”.

Wien, 13. April 2021 | Dank für die gute Zusammenarbeit, Wertschätzung für seinen hohen Einsatz und Respekt für die Rücktritts-Entscheidung bekam der scheidende Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag auch aus den Bundesländern.

Wien

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bedauerte den Rücktritt des Ministers:

“Ich schätze Rudi Anschober politisch und menschlich sehr”,

sagte er in einer Aussendung. Ludwig, dem Anschober in seinem Statement als einzigen explizit gedankt hatte, zollte Anschober “großen Respekt”. Er sei “in den letzten Monaten enorm gefordert” gewesen und habe “sein Bestes zur Bekämpfung der Pandemie und zur Bewältigung der größten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten gegeben”. Man habe stets konstruktiv und positiv zusammengearbeitet. “Sein kompetenter und menschlicher Charakter zeichnen den Rudi als Mensch, als Minister und Politiker aus”, wünschte er Anschober “alles Gute”.

Niederösterreich

Das Amt des Gesundheitsministers inmitten einer Pandemie sei “wohl eine der herausforderndsten und schwierigsten Aufgaben überhaupt”.

Anschober “hat diese Herausforderung angenommen und seine Aufgaben mit großem persönlichen Einsatz und Verantwortungsgefühl bewältigt”,

sagte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Ulrike Lunacek sei aufgrund äußerer Stimmen zurückgetreten, “Rudi Anschober wegen seiner inneren Stimme der Gesundheit”, reagierte Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen Niederösterreich.

Oberösterreich

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) würdigte – bei “natürlich immer wieder unterschiedlichen politischen Meinungen”, dass die Zusammenarbeit “stets von großer Sachlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt” gewesen sei. Er hoffe angesichts der Pandemie auf eine “rasche und reibungslose Nachfolge”. “Seine Markenzeichen waren Sachlichkeit als Gegenpol zu Populismus und ein Politikstil ohne Fouls”, zollte der Klubobmann der oö. Grünen Gottfried Hirz dem Parteikollegen und früheren Landesrat in Oberösterreich Respekt für seine Entscheidung.

Burgenland

Persönliches Bedauern äußerte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ): “Ich habe Rudi Anschober als sachorientierten, konstruktiven Minister schätzen gelernt, der sich der Pandemie mit großem persönlichen Einsatz entgegen gestemmt hat.” Dieses extreme Jahr wäre für jeden Gesundheitsminister aufreibend gewesen, zollte Doskozil Respekt für die Entscheidung.

Kärnten

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) meinte in einer Aussendung, er bedaure, aber verstehe Anschobers Rücktritt. Er würdigte den scheidenden Minister als Humanisten und Pragmatiker, “der die Sache über die Parteipolitik” und über die eigene Befindlichkeit gestellt habe.

Tirol

Die Tiroler Grünen würdigten Anschobers “übermenschliche Arbeit”. LHStv. Ingrid Felipe unterstrich seine “offene” und “konsequente” Handlungsweise und Kommunikation – und seinen “empathischen, ruhigen und besonnenen Charakter” bei aller Konsequenz. Deshalb sei er in der Bevölkerung auch so beliebt. Anschobers Einsatz für die “physische und psychische Gesundheit aller Menschen in Österreich” habe auch “einen persönlich hohen Preis” gefordert, bedankte sich Klubobmann Gebi Mair.

Salzburg

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und seine Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) und Heinrich Schellhorn (Grüne) würdigten die “stets korrekte und konstruktive Zusammenarbeit”. Haslauer zeigte Wertschätzung für “seine ruhige und sachliche Art in politisch und gesundheitspolitisch äußerst herausfordernden Zeiten”. Schellhorn dankte – als Sozialreferent – Anschober auch dafür, “dass er seine gesundheitliche Verfassung thematisiert und damit Krankheit enttabuisiert”.

Steiermark

Anschober habe mit seiner besonnenen und empathischen Art “dieser unsicheren Zeit, die für alle neu ist, vielen Menschen Hoffnung und Sicherheit gegeben”, stellte die steirische Grüne Klubchefin Sandra Krautwaschl fest. Er habe die Gesundheit der Menschen in den Mittelpunkt gestellt, nun sei es an der Zeit, auf seine eigene Gesundheit zu schauen. LHStv. Anton Lang (SPÖ) dankte Anschober und wünschte ihm, “dass er bald wieder ganz gesund wird”.

(apa/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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