Rom: Gastronome mit Unterhosen-Protest

Hunderte Personen haben am Dienstag auf dem Gelände des Circus Maximus in Rom gegen die Schließung von Lokalen, Shops, Discos und Sportzentren als Maßnahme gegen die Coronavirus-Epidemie demonstriert. Dabei hingen sie rote und gelbe Unterhosen an eine Leine. “Wir haben unser letztes Hemd verloren. Jetzt bleiben uns nur noch die Unterhosen”, riefen die aufgebrachten Demonstranten

Wien, 13. April 2021 | “Jeden Tag sind Restaurantinhaber gezwungen, ihr Lokal zu schließen. Unzählige Familienbetriebe werden nicht mehr in der Lage sein, weiter zu arbeiten”, warnten einige Lokalbetreiber. Dabei seien Restaurants vom Standpunkt der Hygiene sicherer als Privatwohnungen. Zwei Millionen Arbeitnehmer bangten in der Gastronomie um ihren Job, warnte der Branchenverband der Gastronomiebetreiber, Fipe Confcommercio.

Krawalle vor Parlament

Lokalinhaber beklagten unzulängliche Stützungsmaßnahmen seitens der Regierung in dieser Phase der Epidemie, die die Gastronomiebranche stark beeinträchtige. Im Jahr vor der Pandemie hatte die Gastronomie in Italien einen Umsatz von jährlich 84 Mrd. Euro generiert. Die Gastronomen forderten ein Datum für die Wiedereröffnung der Lokale, die bis zum 30. April geschlossen bleiben müssen. Lediglich Take Away-Dienste sind erlaubt.

Bei einem Protest von Kaufleuten und Gastronomen für die Wiedereröffnung von Geschäften und Lokalen war es am Dienstagnachmittag vor dem Parlament in Rom zu Krawallen gekommen. Ein Polizist wurde verletzt, nachdem die Demonstranten versucht hatten, die Absperrung der Ordnungskräfte zu durchbrechen.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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