Klimaschutz in Frankreich

Verbot von Inlandsflügen

Ein kleiner Schritt in Richtung Klimaschutz? Fluglinien sollen innerhalb Frankreichs künftig nur noch Ziele anfliegen dürfen, die mit dem Zug nicht binnen zweieinhalb Stunden zu erreichen sind. Umweltschützer hatten eine strengere Regel gefordert.

Paris, 14. April 2021 | Für sein Eisenbahnnetz-Netz ist Frankreich weltberühmt, die Parlamentarier des Landes wollen es zum Klimaschutz nun noch stärker einsetzen. Sie haben mehrheitlich für ein Verbot von Inlandsflügen auf Strecken gestimmt, die mit dem Zug in weniger als zweieinhalb Stunden zurückgelegt werden können. Flüge von Paris nach Lyon oder Bordeaux könnten damit schon bald der Vergangenheit angehören.

Die Eindämmung von Inlandsflügen soll Frankreich dem Ziel näherbringen, bis 2030 um 40 Prozent wenige CO2-Emissionen zu produzieren als 1990. Das Gesetz, das diese Flüge verbieten soll, hat in Frankreich die erste Hürde genommen und wurde in der Nationalversammlung angenommen.

Ein Tropfen auf dem heißen Stein

Das Verbot erntet Kritik von Fluglinien, denen der Zeitpunkt während der Corona-Krise als verfehlt erscheint. Allerdings hat die Regierung einige Tage zuvor ein Hilfspaket von vier Milliarden Euro für Air France beschlossen. Der Flugverkehr sei ein wesentlicher Verursacher von CO2-Emissionen. Man müsse ihn beschränken, sagt Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher.

Wie die Nachrichtenagentur “Reuters” meldet, kommt Kritik allerdings auch von Umweltorganisationen, die eine Aufweichung der ursprünglichen Forderungen sehen. Denn eigentlich habe man ein Verbot für die Entfernung von vier Stunden gefordert. Tatsächlich sind aktuell von dem Gesetz nur sehr wenige Flugverbindungen betroffen. Das neue Gesetz könne also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein der Klimapolitik sein. Allerdings sieht das Gesetz vor, dass das Ministerium in Zukunft noch weitere Verbindungen verbieten kann.

Titelbild: APA Picturedesk

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