EU bereitet rechtliche Schritte gegen AstraZeneca vor

Die EU-Kommission bereitet Insidern zufolge gegen den Pharmakonzern AstraZeneca wegen der Lieferprobleme bei dessen Corona-Impfstoff rechtliche Schritte vor.

Wien, 22. April 2021 | So solle gesichert werden, dass der Hersteller die für das zweite Quartal vertraglich gesicherten Dosen liefere, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Zuerst hatte das Magazin “Politico” darüber berichtet. Von AstraZeneca war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Weniger Dosen als erwartet

Am Mittwoch hatten sich Gesandte der EU-Länder getroffen. Dabei habe die Kommission die Absicht erwähnt, rechtliche Schritte einzuleiten, sagte ein EU-Diplomat. Ein anderer Insider sagte, die EU-Länder müssten entscheiden, ob sie mitzögen. Es gehe um die Erfüllung der Lieferungen bis zum Ende des zweiten Quartals. Der Konzern hatte der EU 180 Millionen Dosen für diesen Zeitraum zugesichert.

Zwischen der EU und AstraZeneca war wegen Lieferproblemen beim Corona-Impfstoff ein Streit entbrannt, weil der schwedisch-britische Konzern weniger Dosen des Vakzins geliefert hatte als erwartet.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

Lesen Sie auch

4 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Bewertungen
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Folge einem manuell hinzugefügten Link
Link zu: Politik

Kurz muss Akten liefern – VfGH fordert Kanzler auf

Paukenschlag! Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz geforderte Akten aus seinem Ressort an den Untersuchungsausschuss liefern muss. Kurz hatte keine ausreichende Begründung für eine Nicht-Lieferung dargelegt.
Link zu: MeinungLink zu: Leben

Großbritannien lockert weiter – Kaum noch Corona-Tote

Ein Drittel der Erwachsenen im Vereinigten Königreich ist bereits vollständig gegen das Cornavirus geimpft. Am 17. Mai treten weitere Lockerungen in Kraft. Die britische Regierung plant, am 21. Juni schlussendlich alle Corona-Maßnahmen aufzuheben.

Strache vergleicht Gastro-Nachweis mit Asyl-Papieren

Der gescheiterte Ex-FPÖ-Chef nahm die Gastro-Öffnung am 19. Mai zum Anlass, auf Facebook einen absurden Vergleich aufzustellen. Demnach sei es schwerer ins Wirtshaus zu kommen, als nach Österreich zu flüchten.

Dazu brauchen wir eure Unterstützung:

im ZackZack-Club.

Kurz attackiert ZackZack!

Wir bleiben dran: in Wien,

Ibiza und Mallorca.

Schließen