Rabensteiner: Mittagsläuten

„Gegen all euer Leiden verschreibe ich euch Lachen“, sagte der französische Arzt und Humanist François Rabelais. Die wöchentliche Dosis Medizin verabreicht Fritz Rabensteiner.

 

Fritz Rabensteiner

Wien, 24. April 2021 |

Mikl-Leitner: „Wie kann man nur solche SMS schreiben? Jetzt hamma den Scherm auf. Ich hob euch g’sogt, der Kurz reisst uns eini. Wir san die Nächsten. Des g’spür i im Urin.“

Platter: „Wos isch los Hanni, hoscht a Blosenentzündung?“

Stelzer: „Da Günther hat heut wieder Pech beim Denken. Host du des net mitkriagt mit die SMS? Wenigstens im Fernsehen. Oda hobts es kans in Tirol?“

Platter: „ORF 1. Zweng wos frogst?“

Schützenhöfer: „Nur a Programm? Sunst nix?“

Platter: „Bei ORF 2 isch der Empfang oft letz. Oiso hinter der Martinswand, waun der Regen von Westen eichakimmt, von der Schweiz, daun isch….“

Haslauer: „Wir sollten den Günther net überstrapazieren. Er hat’s net leicht. Schau, nimm da a Kipferl. Oder a Topfengolatschen. De san gonz frisch.“

Wallner: „Miar mömmar an dia Zit nach Kurz denken. Des isch doch a Gfret mit deam. I kumm bi deam ganza Züg oafach numma mit. Wir luaga ganz schö blöd us, od’r?“

Haslauer: „I hob zwor nix verstanden, oba wird schon stimmen. Mir fallt dabei immer die Buberlpartie vom Haider ein. Die wollten sich auch alles unter den Nagel reissen und ham glaubt, sie san die Oberschlauen. Schad, dass der Jörgl nimma lebt. I hätt den so gern im Häfn g’sehn.“

Mikl-Leitner: „A Fuaßfessel wär sie bei dem nimmer ausgangen. Oba bei uns wird’s langsam a kritisch, wauns uns den Pilnacek aussaschießen. Des is a herber Verlust. Oiso fiar uns.“

Platter: „Gemma nochher Mittag essen?“

Stelzer: „Gleich Günther, ganz gleich. Oiso wer soll nach dem Kurz kommen? Habt’s euch des scho amoi überlegt? Jemand aus der Regierungsmannschaft? Bitte um Vorschläge.“

Schützenhöfer: „Gemmas da Reih‘ nach durch. Ich bitte bei Zustimmung um ein Handzeichen. Schramböck? Na. Tanner? Na. Köstinger? Na. Raab? Na. Edtstadler? Na. Oiso die Weiber sans scho amoi net. Gott sei Dank.“

Mikl-Leitner: „Hallo, hallo, hallo. Bei euch schaut’s oba a net besser aus. Ich bitte ebenso um ein Handzeichen. Den Kocher loss ma glei amoi weg, des is ka Politiker. Und den Brunner kannst in da Pfeifen rauchen. Wos mocht der überhaupt? Wen hamma noch? Schallenberg? Der G‘schmeidige. I find den irgendwie grauslich. Faßmann? Scheintot. Blümel? Wia a rostiger Nagel im Knia. Nehammer? Der zischelt. Der bringt beim Reden die Zähnt net ausanand.“

Haslauer: „Dir passt überhaupt kana. So geht’s net. I warat fiar den Schallenberg.“

Schützenhöfer: „I glaub, wia tan dem Blümel unrecht. Des is a ehrlicher Kerl. Der wär vielleicht net schlecht ois Bundeskanzler. Jetzt erst recht, sog i immer. So wia seinerzeit beim Waldheim. Wir wählen, wen wir wollen. Und fiar an Laptop leg ma z’samm.“

Wallner: „I nimm den Faßmann. Der isch so sanft. Und steuerbar.“

Mikl-Leitner: „Do nimm i no eher den Nehammer mit seine 64 Zähnt.“

Stelzer: „I bin beim Wilfried und nimm a den Schallenberg. Und du, Günther?“

Platter: „I nimm heit an Schweinsbraten.“

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Titelbild: APA Picturedesk

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