Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen

Regierung präsentiert Joboffensive

Am Freitagvormittag trat der Bundeskanzler, flankiert von zwei Ministern, vor die Mikrofone, um den Plan gegen die gestiegene Arbeitslosigkeit zu präsentieren. Von 300 Millionen Euro für Langzeitarbeitslose und 17,5 Milliarden Investitionen in die ÖBB Infrastruktur war die Rede.

 

Wien, 30. April 2021 | Sebastian Kurz eröffnete Freitagvormittag die Pressekonferenz mit dem Ziel, „500.000 Menschen wieder in die Beschäftigung“ zu bringen. Besonders Langzeitarbeitslose, eine Gruppe, die der ÖVP offenbar fern steht, sollten mittels der Aktion „Sprungbrett“ eine „Wiedereingliederung“ erfahren.

Sprungbrett für Unternehmen?

Von der Initiative könnten aber vor allem Unternehmen profitieren. Sie sollen sich ein Jahr lang 50 Prozent der Lohnkosten für zuvor Langzeitarbeitslose sparen können. Was nach den 12 Monaten passiert, bleibt den privaten Unternehmen überlassen. Arbeitsminister Kocher sprach von „langfristigen Maßnahmen“ und meinte damit eine befristete degressive Unterstützung für 50.000 der rund 150.000 Langzeitarbeitslosen. Das heißt, dass die anfängliche Förderung von 50% mit der Zeit abnimmt, bis sie schließlich nach einem vollen Jahr ganz wegfällt. Kosten soll die Aktion „grob geschätzt“ rund 300 Millionen Euro.

Grüne Jobs in der Bahn

Umweltministerin Gewessler von den Grünen verwies auf das 17,5 Milliarden schwere Infrastrukturprogramm der ÖBB. Der massive Ausbau der Bundesbahn soll perspektivenreiche Jobs garantieren. „Jede Milliarde schafft 15.000 Jobs für die Zukunft“, so Gewessler, die auch auf die Bekämpfung der Klimakrise im Regierungsprogramm hinwies. Kurz beruhigte: Die Klimapolitik schaue auch auf den Wirtschaftsstandort Österreich.

(dp)

Titelbild: APA Picturedesk

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