Wien erweitert Impfpflicht

Vor halbem Jahr noch kategorisch ausgeschlossen

Ohne Covid-Impfung ist eine Bewerbung beim Wiener Gesundheitsverbund zwecklos. Denn seit Dienstag gilt eine Impfpflicht für alle Berufsgruppen des Verbunds, auch für Praktikanten.

Wien, 02. Juni 2021 | Der Wiener Gesundheitsverbund hat die „Immunitätspflicht“ für seine Mitarbeiter auf Covid-19 ausgeweitet. Damit gilt ab sofort eine Impfpflicht für jene Personen, die sich ab sofort beim Gesundheitsverbund bewerben. Im Dezember wurde eine solche noch „kategorisch“ ausgeschlossen.

Durchimpfen

Für Gesundheitsberufe gilt die Pflicht schon länger, nun wird sie auch auf andere Berufsgruppen, die in den Wiener Spitalskliniken beschäftigt sind, ausgedehnt. Etwa für Verwaltungsangestellte, Techniker oder Reinigungskräfte. Auch Praktikanten werden nicht mehr angestellt, sofern sie keine Covid-Spritze erhalten haben.

Im Dezember klang dies noch gänzlich anders:

„Die Impfung wird komplett auf freiwilliger Basis erfolgen. Selbst für das Personal auf Intensivstationen“, hieß es damals aus dem Wiener Gesundheitsverbund.

Verantwortungsfrage

Woher kommt die plötzliche Wende? Die Impfpflicht liege an der „hohen Verantwortung, den Patienten und ihren Kollegen gegenüber“, so der Gesundheitsverbund gegenüber ZackZack, „sie alle spielen in der Patientenversorgung eine tragende Rolle und haben sogar teilweise sehr intensiven Patientenkontakt.“ Der Wiener Gesundheitsverbund sei als „Klinikbetreiber dazu angehalten, für die Sicherheit der Patienten zu sorgen.“

Für Mitarbeiter, die bereits beim Gesundheitsverbund beschäftigt sind, gilt die Covid-Impfpflicht „derzeit“ nicht. Ohnehin herrscht unter den Beschäftigen eine hohe Impfquote: Über 90 Prozent hätten sich laut Gesundheitsverbund bereits impfen lassen.

Der Wiener Gesundheitsverbund ist der größte Gesundheitsdienstleister Österreichs. Er betreibt acht Wiener Kliniken und neun Pflegehäuser. 30.000 Mitarbeiter sind beschäftigt.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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