Kaufrausch bei Mega-Yachten

Auch Inseln beliebtes Kaufobjekt

Der Markt für Privatschiffe boomt, die Preise steigen. In Deutschland baut man derweil eine Mega-Yacht für den saudischen Skandalprinzen Bin Salman.

Wien, 02. Juni 2021 | Der Markt für sogenannte „Superyachten“ boomt so stark wie noch nie. Das liegt an Corona: Man bleibe mobil, könne allerdings Quarantäne- und Abstandsregeln einhalten, sagt das „Manager Magazin“.

Luxusspielzeuge: Nicht alle im gleichen Boot

Kaum jemand kann sich eine Luxusyacht leisten. Der Markt florierte in den letzten Monaten, während Hunderte Millionen zusätzlich in die Armut rutschten. Wie stark die Nachfrage nach großen Privatschiffen exakt gestiegen ist, lässt sich allerdings schwer sagen, zu diskret gibt sich die Szene.

Über mehrere Promis gibt es Gerüchte über neue Yachten, darunter Roman Abramowitsch und Amazon-Boss Jeff Bezos. Bezos, einer der größten Corona-Gewinner, soll sich gerade in den Niederlanden eine riesige Yacht bauen lassen. Der Dreimaster soll (laut superyachts.com) 127 Meter lang werden und mit dem Namen „Y721“ die größte Segelyacht der Welt werden. Die Kosten für das Luxusspielzeug werden auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt. Aktuell sollen sich ganze 800 Yachten im Bau befinden, die Produktion dauert oft Jahre.

Gebrauchtmarkt boomt

Auch Steven Spielberg hat Kennern zufolge ein neues Schiff in Auftrag gegeben, sein altes ist kürzlich um 131 Millionen US-Dollar zum Verkauf angeboten worden. Er selbst will das nicht kommentieren. In Deutschland wird derweil eine 160 Meter lange Yacht für den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gebaut. Laut US-Geheimdienst hatte der saudische Thronfolger die Zerstückelung des Journalitsen Jamal Khashoggi angeordnet. In Bremen wird nun ein „schwimmender Palast“ für bin Salman gebaut. Die Yacht soll rund 300 Millionen Euro kosten und 2022 fertig werden.

Aber nicht nur neue Schiffe sind begehrt. Vor allem der Gebrauchtmarkt ist Beobachtern zufolge leergefegt. “Angebote sind kaum zu finden, was auch auf die Umstände der Corona-Krise zurückzuführen sein dürfte. Der Verkauf von Gebrauchtyachten boomt extrem”, sagt Martin Hager, Chefredakteur des Magazins “Boote Exklusiv”. Dass auch die Preise angezogen haben, tue der Nachfrage keinen Abbruch. Jedoch seien auch Inseln und Villen viel beliebter als 2020.

In Österreich ist Milliardärin Heidi Horten für ihre Riesenyacht bekannt. Die 100 Meter lange Yacht mit dem Namen „Carinthia VII“ zählt zu den 50 längsten Motoryachten der Welt, die Baukosten werden auf 100 Millionen Euro geschätzt.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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