Blümel so unbeliebt wie Juraczka

Neue Wien-Umfrage

Die neueste Wien-Umfrage bestätigt die Rot-Pinke Stadtregierung. Die Wiener ÖVP verliert. Besonders Gernot Blümel ist bei den Wienern unbeliebt.

 

Wien, 10. Juni 2021 | 200 Tage ist die SPÖ-NEOS-Regierung in Wien nun an der Macht. In der neuesten Umfrage von „W24“ mit der „Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung“ legt die Hauptstadtkoalition zu.

SPÖ legt zu

Die SPÖ kommt mittlerweile auf 46 Prozent – vier Prozentpunkte mehr als noch bei der Wahl im Vorjahr. Bei einer fiktiven Direktwahl würde der Bürgermeister Michael Ludwig sogar auf 68 Prozent kommen. 73 Prozent der 1008 Befragten geben zudem an, eine „gute Meinung“ über Ludwig zu haben. 23 Prozent haben eine „schlechte Meinung“ über den Wiener Landeschef.

Blümel auf Juraczkas Spuren

Die zweitplatzierte ÖVP Wien bestätigt hingegen ihren Abwärtstrend der vergangenen Monate. Mit 15 Prozent liegt man fünf Prozentpunkte unterhalb des Ergebnisses von 2020. Ein Grund dürfte der Vorsitzende der Stadtpartei sein: Finanzminister Gernot Blümel. 70 Prozent der Befragten haben eine schlechte Meinung über den ÖVP Wien-Chef, gerade einmal 22 eine positive. Bei der Direktwahl fällt Blümel sogar unter die Zehn-Prozent-Marke. Mit neun Prozent bewegt sich Blümel auf dem Niveau des Ex-ÖVP Wien-Chefs und nunmehrigen dritten Landtagspräsidenten Manfred Juraczka. Der fuhr 2015 mit neun Prozent das historisch schlechteste Ergebnis für die damals noch schwarze Partei ein. Sein persönlicher Wert war allerdings noch schlechter.

Platz drei geht an die FPÖ, die sich seit der Wahl langsam wieder erholt hat. Nachdem die Wiener Freiheitlichen bei der Wien-Wahl nur sieben Prozent erreichten, liegen sie nun bei 13 Prozent. Bei der Direktwahl liegt Dominik Nepp sogar vor Gernot Blümel. 11 Prozent würde der FPÖ-Chef Wien bei der fiktiven Wahl erreichen. 22 Prozent geben an eine „gute Meinung“ über Nepp zu haben, 61 haben beurteilen ihn negativ.

NEOS und Grüne gleichauf

Gleichauf auf Platz vier liegen die NEOS und die Grünen mit elf Prozent. Die Tendenz der beiden Parteien könnte unterschiedlicher jedoch nicht sein. Die NEOS gewinnen im Vergleich zur Wahl vier Prozentpunkte dazu, die Grünen fallen nach ihrem historisch besten Ergebnis um vier Prozentpunkte. Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) und Grünen-Chef Peter Kraus kommen auch bei der Direktwahl auf das exakt gleiche Umfrageergebnis. Sechs Prozent der Befragten würden die beiden zum Bürgermeister küren.

Die Zufriedenheit mit der Regierung aus SPÖ und NEOS nimmt ebenfalls zu. 61 Prozent stellen der „Fortschrittskoalition“ ein gutes Zeugnis aus. 31 Prozent sehen die Stadtregierung negativ. Besonders gewünscht unter der Wiener Bevölkerung scheint der Ausbau von Straßenbahnlinien und U-Bahnen in das Wiener Umland, etwa Schwechat oder Mödling. Der Vorschlag von Rot-Pink erhält 87 Prozent Zustimmung.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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