Kein Witz:

ÖVP(!) startet Whistleblower-Plattform gegen Freunderlwirtschaft

Der ÖVP reichts mit Freunderlwirtschaft und Misswirtschaft in Österreich. Die Burgenland-Fraktion startet nun eine Whistleblowerplattform. Die SPÖ ist verwundert, wieso die ÖVP das Projekt nicht auf Bundesebene startet.

Wien, 15. Juni 2021 | Die ÖVP Burgenland hat eine Whistleblower-Plattform gestartet. “Gesetzesbrüche, Freunderlwirtschaft und Misswirtschaft stehen bei der SPÖ-Alleinregierung auf der Tagesordnung. Dieses System wollen wir durchbrechen”, erklärte Landesparteiobmann Christian Sagartz am Dienstag. Meldungen von Hinweisgebern seien anonym und nicht nachverfolgbar, betonte er.

ÖVP garantiert Anonymität

Die Plattform ist auf der Website der ÖVP (www.vpbgld.at) abrufbar. “Das verwendete System ist das meistgenutzte Hinweisgebersystem in der EU. Es garantiert 100-prozentige Anonymität. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über einen sicheren Postkasten mit dem Hinweisgeber in Kontakt zu bleiben”, so Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas. Die Plattform richte sich an Mitarbeiter im Landesdienst, in landesnahen Gesellschaften und alle Bürger. Die ÖVP erwartet sich dadurch “anonyme Hinweise über mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen einschließlich Fragen im Zusammenhang mit Bestechung und Korruption, Wettbewerbsrecht, Betrug, Finanzkriminalität, Belästigung oder Diskriminierung”.

SPÖ verwundert, wieso ÖVP Initiative nicht auf Bundesebene startet

Für die SPÖ stellt diese Aktion hingegen die “politische Selbstaufgabe der Türkisen im Burgenland” dar. Die ÖVP sei in Bezug auf “Gesetzesbrüche, Freunderl- und Misswirtschaft” die “unbestrittene Nummer 1 in Österreich”, stellte Landesgeschäftsführer Roland Fürst in einer Aussendung fest. Er zeigte sich verwundert, dass die ÖVP diese Initiative nicht auf Bundesebene startet.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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