Ungarn impft Burgenländer

Wer Pech hat kriegt Sputnik und kein Zertifikat

Ungarn will künftig auch Burgenländer gegen das Coronavirus impfen. Den Impfstoff kann man sich nicht aussuchen. Wer Pech hat bekommt Sputnik und damit keinen Eintrag im E-Impfpass.

Wien, 23. Juni 2021 |  Das Nachbarland hat am Mittwoch angekündigt, dass den Bewohnern der Grenzregionen in ausgewiesenen Impfstellen Covid-19-Impfungen angeboten werden sollen. Den Impfstoff kann man sich dabei nicht aussuchen. Sollten Burgenländer dort nicht für Österreich zugelassene Impfstoffe wie Sputnik V bekommen, ist keine Eintragung im E-Impfpass möglich, stellte der Koordinationsstab des Landes klar.

Kein Zertifkat bei Sputnik

Für Bürger, die mit Sputnik V geimpft werden, werde somit auch kein Impfzertifikat generiert, hieß es auf APA-Anfrage. Das Angebot der Ungarn richtet sich nicht nur an Bewohner der Grenzregion zu Österreich, sondern auch an die Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien und die Slowakei. Wer sich impfen lassen will, kann sich an Ort und Stelle in einem Impfzentrum registrieren und erhält dort den Impfstoff, der gerade verfügbar ist. Geimpft wird erst ab 18 Jahren.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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4 Kommentare
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Prokrastinator
24. 06. 2021 18:31

Wer Pech hat will mit AZ zu Springsteen in den USA…….

Früher hat man Mauern oder eiserne Vorhänge gebaut, heute hindert man die Menschen an ihrer Freiheit durch die Impfung.

nikita
24. 06. 2021 18:06

Mir wäre es egal, wenn ich nicht schon geimpft wäre.
Sputnik V nicht anzuerkennen ist rein politisch motiviert und von der EU gewollt.
Sputnik V ist genauso wirksam oder nicht wirksam wie alle anderen zugelassenen auch.
Den grünen Pass lehne ich sowieso ab und über kurz oder lang wird die EU auch Sputnik anerkennen müssen, oder sie will eine 2 Welten Gesellschaft.

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von nikita
Antiparteiisch
24. 06. 2021 14:21

Da frage ich vorher und sage eben nein, wenn es sein muss.

ManFromEarth
23. 06. 2021 23:32

Der Impfstoff ist nach dem ersten Weltraumsatelliten Sputnik 1 benannt. Sein Start durch die damalige Sowjetunion im Jahr 1957 schuf den sogenannten „Sputnikschock“. Das V wird wie der Buchstabe V ausgesprochen und steht für Victory.

Das Vakzin basiert auf zwei rekombinanten Adenovirus-Typen, dem Adenovirus Typ 26 (rAd26) für die Prime-Impfung und dem Adenovirus Typ 5 (rAd5) für die Boost-Impfung. Beide Vektoren tragen das Gen für das Spike-Protein von SARS-CoV-2. Der Einsatz zweier verschiedener Adenovirustypen dient der Umgehung einer möglichen Vektorimmunität.[9] Dies ergibt einen Wirksamkeitsvorteil gegenüber dem technologisch ähnlichen Impfstoff Vaxzevria, zuvor AZD1222, von AstraZeneca, der bei beiden Impfungen den gleichen Adenovirus-Typ nutzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sputnik V zusätzlich in einer gefriergetrockneten Form existiert (Gam-COVID-Vac-Lyo, kyrillisch: Гам-КОВИД-Вак-Лио), die vakuumverpackt verschickt werden kann – vielleicht sogar bei Raumtemperatur.