Strache plant Nationalrats-Comeback

Heinz-Christian Strache will es noch einmal wissen. Der gescheiterte Ex-FPÖ-Chef tourt derzeit mit seinem Team HC durch Österreich und plant sein Comeback auf Bundesebene.

Wien, 26. Juni 2021 | Der gescheiterte Ex-FPÖ-Chef befindet sich mit seinem Team HC Strache derzeit auf der “Freiheit für Österreich”-Tour. Acht Bundesländer hat er bereits besucht, jetzt steht ein Sommerfest in Wien an. Dort soll seine Karriere, zwei Jahre nach dem Ibiza-Skandal, wieder bergauf gehen.

Nachdem er sich bereits der Wiener Gemeinderatswahl gestellt hat und mit 3,2 Prozent gescheitert ist, plant Strache nun sein Comeback auf Bundesebene und bereitet sich auf die seiner Meinung nach bald bevorstehende Nationalratswahl vor.

Team HC auf der Suche nach Krediten

“Das ist unser klares Ziel. Zu Neuwahlen wird es erst 2022 kommen, natürlich abhängig von den Ermittlungen gegen Bundeskanzler Kurz”, sagte Strache am Freitag im Gespräch mit dem “Kurier”. In diesem erwähnt er auch die Notwendigkeit von Krediten, die für die Vorbereitung notwendig seien.

Sollte Strache genug Geld für ein Antreten auftreiben können, will man mit altbewährten Themen im blauen Wählerkreis fischen. Migration, offene Grenzen, EU-Zentralismus, Direkte Demokratie und der “politische Islamismus” stehen dabei ganz oben auf seiner Liste.

Strache lässt sich nicht impfen

Auch das Thema Corona soll nicht zu kurz kommen. Hinter der Pandemie stecke “Geschäftemacherei”, angesichts der Zahlen gebe es keinen Grund für “Angst- und Panikmache”, so Strache gegenüber dem “Kurier”.

Die Anliegen der Anti-Corona-Demos, an denen er mehrfach teilgenommen hat, unterstütz er daher. Auch impfen werde sich der Ex-FPÖ-Chef nicht lassen.

U-Ausschuss, Gericht

Seinen nächsten Auftritt wird Strache am 1. Juli im U-Ausschuss absolvieren. Auf Antworten wird man vergeblich warten – eine diesbezügliche Frage beantwortete er mit dem Hinweis auf das Entschlagungsrecht bei laufenden Ermittlungsverfahren.

Am 6. Juli muss sich Strache zudem als Beschuldigter wegen eines vermuteten Gesetzeskaufs im Zusammenhang mit der Privatklinik Wien-Währing vor Gericht verantworten – es gilt die Unschuldsvermutung.

(mst)

Titelbild: APA Picturedesk

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