Burgenland-Stellvertreterin

Doskozil-Rendi-Wagner-Disput »nichts Persönliches«

Der SPÖ-interne Disput zwischen Doskozil und Rendi-Wagner sei keine persönliche Auseinandersetzung, sondern eine Debatte um Inhalte, meint Doskozils Stellvertreterin.

Wien, 12. Juli 2021 | Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ) äußerte sich am Montag zum SPÖ-Disput zwischen Hans Peter Doskozil und SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner. Es sei eine Frage des Inhalts, “es geht ihm nicht um Persönliches“, kommentiert sie die Kritik des Landeshauptmannes.

Geht nicht um persönliche Befindlichkeiten

Es sei ihm unbenommen, das auf seine Art zu machen, meinte die Frauenreferentin der burgenländischen SPÖ. In der Sozialdemokratie könne man offen sprechen und unterschiedlicher Meinung sein:

 “Das tut uns letztendlich auch gut, dass man sagen muss, was ist und was uns die Parteimitglieder immer wieder kommunizieren. Er ist ein sehr gewichtiges Sprachrohr unserer Burgenländer.”

“Meine Unterstützung hat jeder, der an der Spitze ist”, sowohl auf Landesebene als auch in der Bundespartei, erklärte Eisenkopf weiters. Doskozil gehe es jedenfalls nicht um persönliche Befindlichkeiten, oder ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, sondern nur um Inhalte.

(apa/ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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23 Kommentare
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summasummarum
13. 07. 2021 12:12

Hacker, übernehmen Sie! Mission possible!

Merlot46
13. 07. 2021 9:06

Nur gute Oppositionsarbeit führt zum Erfolg.
Aber, Oppositionsarbeit geht anders. Man hat von Herrn Doskozil noch kein Wort zu den Entwicklungen in der “türkisen Familie” gehört. Zumindest ist mir bis heute keine aufgefallen. Dagegen wird gegen die eigene Parteiführung gemobbt.
Herrn Doskozil darf man wohl zum Kader der Großkoalitionäre zählen. Eine seiner ersten Amtshandlungen nach dem Sieg der Absoluten in Burgenland war, seiner Verlobten einen Posten in einem Amt der Burgenländischen Landesregierung zu verschaffen. Nur durch den Protest der Öffentlichkeit kam die “familiäre” Besetzung nicht zustande. Sensibles Amtsverständnis geht anders.
Für alle, die glauben, Kurz würde mit der SPÖ koalieren, wenn Doskozil den Vizekanzler machte, befinden sich auf einem Holzweg. Nur gute Oppositionsarbeit führt wieder an die Spitze.

Antiparteiisch
13. 07. 2021 9:46
Antworte auf  Merlot46

Also wenn man Kritik als Mobbing sieht, sollte man sich besser in ein Sanatorium einweisen lassen – in eine Einzelzelle, wo man nicht gemobbt werden kann.

Ist auch schon so ein Totschlagwort wie Rassisten oder Rechtsradikale geworden. Als nächstes schreit die PRW metoo.

Alle, die in die Politik gehen und weiter oben sind, können nicht ganz normal sein. Sonst wären sie nicht dort. Das gilt für die PRW wie für den Zarten aus dem Burgenland.

Aber der Zarte hat wenigstens noch einen gewissen Überblick. Allein dass die Pam behauptet, die Partei wäre ihm nicht wichtig. Für sie ist natürlich die Partei wichtiger als das Volk selbst. Und diese ewige Arroganz derer, die oben sitzen und alles besser wissen, fängt viele zu nerven an.

Die Pam hört nur auf ihre Puppenspieler, nicht mal die eigenen, wichtigen Leute zählen. Eine Partei wird auch wegen der Persönlichkeiten an der Spitze gewählt, nicht nur wegen ihres Programmes. Gäbe es nur mehr die Pam in den Medien, wären die Roten bald Geschichte.

Danilo
12. 07. 2021 17:01

The walking dead!
Pamela Rendi Wagner
„ … ich glaube, in einer Demokratie zählen Mehrheiten … “
Lasche Aussagen wie diese lassen mich an der Überzeugungskraft sowie an der politischen Kompetenz dieser Person schwer zweifeln.
Wonder Woman sieht anders aus.
Allerdings haben in der SPÖ auch Superheldinnen keine Chance gegenüber den Akteuren, die lieber ihre Bierbäuche in Position bringen wollen. Keine attraktiven Aussichten für Rote Freundschaft.

EmergencyMedicalHologram
12. 07. 2021 15:17

PRW soll sich erstmal ihre Sporen verdienen – so wie Kaiser, Ludwig oder Dosko (man muss die Herren nicht mögen). Aber zu glauben, dass eine Quereinsteigerin ohne Stallgeruch und Parteikarriere als Vorsitzende was reißt, hat schon bei Kern, und der hatte immerhin ordentliche Managementerfahrung, nicht funktioniert. PRW hat zudem noch furchtbare Berater und keinen Instinkt, was funktionieren könnte.

Antiparteiisch
12. 07. 2021 18:21

Na, genau, die muss da erst mal hinschnüffeln, wo andere …

siegmund.berghammer
12. 07. 2021 15:16

Als ehemaliger SPÖ-Wähler (lang ist`s her, als der Banker im Nadelstreif auftauchte war ich weg…..) werde ich erst wieder über mein Wahlverhalten nachdenken, sobald Rendi am Mond ist. Oder am Mars. Dosko als Parteichef wäre für mich ein Denkanstoß, allerdings auch nur dann wenn er die Partei grundlegend säubert. Sprich sobald sich Deutsch, Dorli, Herr und all die anderen linken Bobos samtFaymann-Getreuen und Welcome-Klatschern in die politische Wüste vertschüsst haben……

Antiparteiisch
12. 07. 2021 13:58

Wenn das nichts Persönliches ist, dann nehmen die ihre Aufgaben aber nicht gerade ernst.
Wenn da ein Automechaniker sagt, der bei mir die Reifen kritisiert, dann okay.
Wenn ein Politmensch sagt, das ist nichts Persönliches, sonder nur ein Job, spricht das wieder einmal Bände.

Danilo
12. 07. 2021 16:57
Antworte auf  Antiparteiisch

Doskozil könnte Rendy zur §57a Überprüfung schicken! Nachdem ihre politische Profiluntiefe nicht über die 4mm hinausreicht, muß man sie dann in 4 Monaten stilllegen.

Antiparteiisch
12. 07. 2021 18:22
Antworte auf  Danilo

Abwracken!

Hoedspruit
12. 07. 2021 13:55

Go Dosko go!
Bravo Hans Peter Doskozil, bitte kämpfen Sie weiter!

Geschobelt
12. 07. 2021 18:48
Antworte auf  Hoedspruit

Das würde Große Koalition bedeuten.
Bist du gelähmt!

Hoedspruit
13. 07. 2021 14:07
Antworte auf  Geschobelt

PRW wirtschaftet m. M. nach die SPÖ komplett ab. Gibt’s noch jemanden, außer H P Doskozil, der sie absägen könnte?

Malina
12. 07. 2021 13:52

Auch eine inhaltliche Diskussion sollte sich an bestimmte Regeln halten und nicht destruktiv rüberkommen.

Antiparteiisch
12. 07. 2021 14:01
Antworte auf  Malina

Ist die Wahrheit destruktiv?
Wenn man Kritik nicht wegstecken kann, hat man in der Politik nichts verloren.
Zudem war das absolut harmlos. Und viele denken so.

Nach dem destruktiven Einsturz kann man etwas Neues bauen. Erinnert mich an die Tarotkarte “der Tod”. Der wird auch immer als Neuanfang interpretiert, so weit ich weiß.

Bastelfan
12. 07. 2021 12:51

So liebhaben werden sich die 2 auch wieder nicht.
Ok, mit ihr werden wahlen nicht zu gewinnen sein. Zu gekünstelt.
Im gegensatz zu dosko, auch, wenn er manchmal blödsinn verzapft.
Seinen mindestlohn und die anstellungen von pflegenden angehörigen ist sehr sozial.
Und 2015 hat er einen sehr guten job gemacht. Unaufgeregt und effektiv.
Den roten bobos grfällt das halt wenig.

geri
12. 07. 2021 14:18
Antworte auf  Bastelfan

Der Mindestlohn ist also sozial, bei welchem einge wenige provitieren. Die 4-Tage-Woche ist aber dann scheinbar asozial, bei welcher alle provitieren würden.

Prokrastinator
12. 07. 2021 11:34

Oh nein! Eine Partei in der unterschiedliche Ansichten grassieren! Wie furchtbar!!

Also was sich dieser Doskozil erlaubt. Weiß er nicht, dass eigene Meinung erst ab Kaste Parteichef oder Konzernboss erlaubt ist?

Prokrastinator
12. 07. 2021 21:01
Antworte auf  Prokrastinator

Um allen gleichzeitig zu antworten:

wenn eine Partei eine breitere Schicht ansprechen will, dann muss sie auch durchblicken lassen, dass mehrere Ansichten dort vertreten sind und werden.

Es ist ein absoluter Trugschluss zu glauben, eine “homogene” Partei-Meinung würde mehr Menschen anziehen. Zumindest nicht nachhaltig.

geri
12. 07. 2021 14:21
Antworte auf  Prokrastinator

Er kann Meinung haben, welche er will, das erlaubt ihm schon Art. 10 EMRK, welcher auch Pflichten beinhaltet.
Nur parteiinterne Dinge sollten die Damen und Herren Funktionäre erst einmal partiintern diskutieren, nicht erst in der Öffentlichkeit.

Antiparteiisch
12. 07. 2021 14:02
Antworte auf  Prokrastinator

Wobei ich nicht mal glaube, dass die Parteichefin ihre eigene Meinung kommuniziert.
Aber ja, sie darf wenigstens so tun.

norri
12. 07. 2021 13:23
Antworte auf  Prokrastinator

Diese interne Diskussion der beiden ist sehr wichtig und wird letztlich zum Erfolg der Roten führen.
Bei der Kaste darf nur der Oberkastler bestimmen was gesagt wird und die Grünen sind die Erbschleicher die den Kastenführer die Stange halten.

Strongsafety
12. 07. 2021 12:20
Antworte auf  Prokrastinator

Darum diskutiert er auch schön brav über die Medien. So kann man Änderungen “erzwing…” ähm erreichen.