Widerruf Benko

Umweltkatastrophe in Deutschland:

Mindestens 100 Tote, über Tausend Vermisste

In Deutschland ist die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern auf mindestens 100 gestiegen. Über Tausend Menschen werden vermisst, Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Schuld/Bad Neuenhar, 16. Juli 20201 | Es sind Bilder wie aus einem postapokalyptischen Film, nur dass sie real sind: Die Zahl Toten nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland ist auf mehr als hundert gestiegen, militärischer Katastrophenalarm wurde zudem ausgelöst. In Rheinland-Pfalz stieg die Opferzahl auf mindestens 60, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz sagte. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gab die dortige Totenzahl zuvor mit 43 an.

In Belgien stieg Zahl der Toten auf mindestens 15 an, über 100 Feuerwehrleute aus Österreich sind dort im Einsatz. Das Verteidigungsministerium hat wegen der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands einen militärischen Katastrophenalarm ausgelöst.

Kein Mobilfunknetz, kein Internet

Es handelt sich um eine der größten Unwetterkatastrophen der Nachkriegszeit in Deutschland. Obwohl die Rettungsmaßnahmen noch voll im Gange waren, lag die Zahl der Toten bereits deutlich mehr als doppelt so hoch wie beim sogenannten Jahrhunderthochwasser des Jahres 2002, bei dem in Deutschland 21 Menschen starben. Wegen der Katastrophe sollen die Flaggen an öffentlichen Gebäuden in Rheinland-Pfalz am Freitag auf Halbmast hängen.

Zudem gab es noch eine große Zahl vermisster Menschen. Aus Sicht der Polizei würden in Rheinland-Pfalz knapp unter 100 Menschen vermisst, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag im Deutschlandfunk. Der Kreis Ahrweiler hatte von 1300 Vermissten im Kreisgebiet gesprochen. Eine Sprecherin erklärte das auch mit dem teilweise lahmgelegten Mobilfunknetz. Daher gebe es keinen Handy-Empfang; viele Menschen seien nicht erreichbar. Das Internet sei ebenfalls zusammengebrochen.

Nordrhein-Westfalen, Trier: Das Krankenhaus Mutterhaus Ehrang steht unter Wasser und wurde komplett evakuiert. / Foto: APA

Weggerissene Häuser

Stundenlanger Starkregen hatte zu einem verheerenden Hochwasser geführt. Schwerpunkt der Katastrophe in Rheinland-Pfalz ist der Kreis Ahrweiler. Allein in dem 700 Einwohner zählenden Dorf Schuld an der Ahr wurden mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen, zahlreiche weitere Gebäude teils schwer beschädigt. Erhebliche Schäden gab es auch in weiteren Regionen der Eifel sowie im Landkreis Trier-Saarburg.

In Nordrhein-Westfalen blieb die Lage in den Überschwemmungsgebieten am Freitag ebenso angespannt wie im benachbarten Rheinland-Pfalz. Dramatische Berichte kamen aus Erftstadt: In Erftstadt-Blessem sei eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt, teilte die Bezirksregierung Köln am Freitagmorgen mit. Ursache seien massive und schnell fortschreitende Unterspülungen der Häuser.

Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Trümmer eingestürzter Häuser liegen im Stadtteil Bessem. / Fotos: APA

900 Soldaten einberufen

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Freitag (10.00 Uhr) in einer Sondersitzung über die Lage und Hilfen für die betroffenen Kommunen. Die Rettungskräfte setzen unterdessen die Suche nach Vermissten fort. Die Bundeswehr hat zur Unterstützung inzwischen rund 900 Soldaten in die Katastrophengebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geschickt. Der Wasserstand war am Donnerstagabend durch Abpumpen gesunken.

Nordrhein-Westfalen, Hagen: Die Bundeswehr trifft mit einem Bergpanzer ein. / Foto: APA

Österreich, Schweiz und Belgien auch betroffen

Ebenfalls mit Hochwasser zu kämpfen haben Nachbarländer Deutschlands. In Österreich machte der Starkregen in Vorarlberg in der Nacht auf Freitag mehr als 50 Feuerwehr-Einsätze notwendig. Hauptsächlich galt es unter Wasser stehende Keller auszupumpen. Ebenso kam es zu einzelnen Behinderungen im Verkehr. Fast ausschließlich betroffen war der vordere Bregenzerwald, wo innerhalb von 24 Stunden 80 oder mehr Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Verletzt wurde niemand.

In der Schweiz stiegen Flusspegel nach starken Regenfällen stark an. Im Kanton Schaffhausen überschwemmten laut der Nachrichtenagentur Keystone-sda angeschwollene Bäche die Dörfer Schleitheim und Beggingen. Wassermassen flossen durch Straßen, in Keller, rissen Fahrzeuge mit und zerstörten kleinere Brücken. In Belgien wurden entlang der Maas vorbeugend Menschen aus einigen Gemeinden in Sicherheit gebracht, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete.

Ausgelaufener Vierwaldstädtersee in Luzern, Schweiz. / Foto: APA

UNO sieht Zusammenhang mit Klimakrise

Die Vereinten Nationen sehen die Hochwasserkatastrophe in Deutschland als Folge des fortschreitenden Klimawandels. Es sei ein größerer Trend in Bezug auf den Klimawandel, dass er zu größeren Wetterextremen führe, sagte eine UNO-Sprecherin am Donnerstag in New York. Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise seien nötig, um Vorfälle wie jenen in Deutschland künftig zu begrenzen. Die UNO bedauerte die zahlreichen Toten und sprach ihren Angehörigen ihr Beileid aus.

(Agenturen/jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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60 Kommentare
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Gustav Gans
17. 07. 2021 15:59

Liebe Redaktion,
Warum schreibt ihr mit bemitleidenswerter Konsequenz das Zahlwort “tsusend” groß?

Gustav Gans
17. 07. 2021 16:01
Antworte auf  Gustav Gans

“tausend” natürlich. Zu dicke Finger, für dämliche Bildschirmtastaturen

bertaweber
17. 07. 2021 9:01

Mittlerweile plündern Menschen, also nicht Kühe oder Pferde, mit dunklem Teint die Innenstadt von Stolberg bei Aachen. Kein Juwelier, kein Modegeschäft ist sicher. Die Polizei hat aus diesem Grund die Präsenz erhöht……..

Gustav Gans
17. 07. 2021 16:02
Antworte auf  bertaweber

Wäre besser, die Sicherheitskräfte würden neben ihrer Präsenz auch gleich die Kadenz erhöhen.

Unbekannt
16. 07. 2021 14:19

Die “Klimakrise”, die Lösung für jedes stärkere Gewitter, als hätte es noch nie Überschwemmungen gegeben. So wie Corona die Ursache für jeden Toten ist. Wir leben in der Zeit neuer Religionen und deren Apologeten, Apostel und Messiasse.

Huabngast
16. 07. 2021 17:10
Antworte auf  Unbekannt

Im Mai 2018 wurde das Dorf meiner Vorfahren überschwemmt. Alles war unter Wasser. Es konnte sich niemand daran erinnern, dass es jemals zuvor so etwas gegeben hatte (die letzte „Erinnerungskatastrophe“ waren die Einfälle der Türken und Kuruzzen (!)). Allerdings entstanden in dem Dorf, das ein „reines“ Bauerndorf gewesen war, dort, wo zuvor über Jahrhunderte Äcker und Wiesen bewirtschaftet worden waren, viele schöne, neue Häuser im „Pannonischem Stil“. Natürlich sind alle Hausein- und zufahrten geteert. Ein Turbo für die „Dorfentwicklung“ waren u.a. die Förderungen der EU nach dem Beitritt Österreichs. Die Landwirtschaften „rentierten“ nicht mehr, da zu kleinteilig (und Import billiger). Aus Bauernsöhnen wurden „Lohnarbeiter“ in Gewerbe und Industrie, die nun auspendeln müssen. Die übrig gebliebenen Bauern bewirtschaften unterdessen (in Monokultur) sieben, acht ehemalige Höfe mit ihren grossen Maschinen, die man „früher“ nur von Bildern aus Amerika kannte. Diese Maschinen verdichten die Böden derart, dass sie für den Fruchtanbau bald nicht mehr zu brauchen sind. Alles „erst“ seit den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Und als Draufgabe bauen sie jetzt an einer Autobahn dicht an den Dörfern vorbei. DAS soll Fortschritt sein.? Gute Nacht, kann man da nur sagen! Und der wirkliche Skandal: einige wenige verdienen sich mit ihren „Lenkungen“ goldene Nasen und goldene Kloschüsseln!

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von Huabngast
nikita
16. 07. 2021 17:14
Antworte auf  Huabngast

😤👍

KarinLindorfer
16. 07. 2021 15:25
Antworte auf  Unbekannt

Sie scheinen noch nicht so lange auf der Welt zu sein, dass ihnen aufgefallen wäre, das sich diese Dinge in den letzten Jahren extrem häufen und das Wetter sich in einigen wenigen Jahrzehnten stark verändert hat. Fragen sie einmal die alten Menschen, die werden ihnen erzählen, dass diese Dinge alles andere als normale “Ausreißer” sind.

Gustav Gans
17. 07. 2021 16:06
Antworte auf  KarinLindorfer

….und wenn schon, was wollen Sie dagegen unternehmen? E-Auros kaufen und und CO2 Steuern erheben?
Und noch etwas: ich bin älter und kann mich in 7 Jahrzehnten an viele dieser Ausreißer erinnern.

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:08
Antworte auf  KarinLindorfer

… es gibt seit mindestens 130 Jahren exakte Wetteraufzeichnungen in ganz Europa, in manchen Bereichen reicht die noch länger zurück.
Diese Daten zu lesen und zu verstehen ich scheinbar ein unüberwindliches Problem.
Dieses Ereignis hat einen Umfang der bis ins Mittelalter noch nicht erreicht wurden.
Ein Ereignis das diesem nahe kommt war am 16. Januar 1362 der Ort Rungholt an der Ostsee, da war es aber kein Regen sondern eine Sturmflut.

Nordicman
16. 07. 2021 14:15

Na klar, darauf hat die Klimesekte gelauert um ihren Senf, der niemanden hilft reinzulabern.
Euch schlägt das Klima aufs Hirn, in so einer Situation wieder Klima-Politik zu machen.

Antiparteiisch
17. 07. 2021 2:03
Antworte auf  nikita

Auszug:

Ein Grund für das Hochwasser sind Waldschäden. Dabei ist es völlig wurscht, ob es durch einen Sturm passiert oder durch Umweltschäden. Wichtig ist nur (sic!), dass die Blätter und die Nadeln der Bäume die Feuchtigkeit nicht speichern, außerdem die Wurzeln den Boden nicht mehr festhalten und so zusätzliche Wassermengen viel schneller dem Rhein zufließen, wenn es regnet …

Wichtig ist nur … Und das bei einer Sendung für Kinder, die eh noch nicht richtig reflektieren können. Zudem ist die Aufmerksamkeitsspanne kurz.

Sollte natürlich heißen: Das Problem ist …
Nicht, wichtig ist nur …

Naja, was sind schon sprachliche Feinheiten. Eh nur für Kinder die Sendung.

Huabngast
16. 07. 2021 17:30
Antworte auf  Nordicman

Gehört Ihnen „die Welt“ oder ist sie auch Ihnen nur geliehen?

GscheidHuberT
16. 07. 2021 16:55
Antworte auf  Nordicman

Genau. Einfach weitermachen wie bisher. Super Idee💡

Suppenkasper
16. 07. 2021 14:09

Na klar war ja gar nicht anders zu erwarten das Klima ist Schuld. Nicht die Bodenversiegelung durch die Betonierer. Nicht das bebauen von Überschwemmungsräumen. Nicht das Einfassen und Regulieren der Bäche und Flüsse. Nicht das Roden der Wälder. Nicht die Mais und Kartoffel Monokulturen. Und was noch dazu kommt es gab früher ja nie Überschwemmungen. Es gab jedoch sicher früher nicht so viele Menschen auf so engem Raum. Wetterkatastrophen gab es immer schon warum sollte es jetzt auf einmal diese Unwetter nicht mehr geben? In Ägypten entstand eine Hochkultur nur Dank der Überschwemmungen. Das dabei Menschen sterben ist traurig für die Hinterbliebenen aber so ist das Leben es ist lebensgefährlich.

KarinLindorfer
16. 07. 2021 15:32
Antworte auf  Suppenkasper

Die Überschwemmungen waren dem Nil zu verdanken. Sie kommen saisonal immer wieder, man kann darauf warten. Das war bisher bei uns nicht üblich, ist also nicht besonders treffend der Vergleich. Und den letzten polemischen Satz hätten sie sich an dieser Stelle wirklich sparen können, weil der ist einfach nur pietätlos und und zeugt von geistiger Unreife und die müssen sie nicht unbedingt so offen zur Schau stellen.

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von KarinLindorfer
Suppenkasper
16. 07. 2021 16:11
Antworte auf  KarinLindorfer

Die Überschwemmungen gibt es nur dadurch nicht saisonal weil es bei uns Wald gab zum Unterschied zu Ägypten wo der Bewuchs eher spärlich ausfiel. Nur haben die Allwissenden den Wald weitgehend gerodet und dafür Felder gemacht und diese mutieren jetzt immer mehr zu Trockensteppen durch massiven Einsatz von künstlichem Stickstoffdünger wird die Bodenoberflächen Temperatur erhöht was die Austrocknung bevorzugt und die Wasseraufnahme behindert. Ein ausgetrockneter Boden nimmt kein Wasser auf sondern leitet es ab. Viktor Schauberger hat darüber schon vor hundert Jahren referiert auch Rudolf Steiner wusste darüber Bescheid. Interessant das trotzdem nichts dagegen unternommen wird oder besser gesagt zu wenig und zu spät, weil dafür ist kein Geld da. Darum verstehe ich das Geheule nicht das da jetzt wieder ist Jeder der es sehen wollte hat es gesehen und trotzdem wurde nichts dagegen getan sich jetzt die Haare zu raufen und sich Asche ins Haar zu streuen das finde ich pietätlos und heuchlerisch. Das bestürzte Geplapper das nun wieder erfolgt von Politiker Seite und das Geplustere der sogenannten Experten das finde ich pietätlos und die Klimalüge wird wieder hervorgezaubert und die Schlafschafe nicken dazu.

Huabngast
16. 07. 2021 17:50
Antworte auf  Suppenkasper

All´ das, was Sie hier anführen subsummiert sich für mich unter dem Begriff „Klimakrise“, allerdings ist das Wort irreführen. Das sieht man daran, wie polemisch damit umgegangen wird. Wetterphänomene gab es natürlich immer schon und die Menschen hatten ihre Schwierigkeiten, sie einzuordnen (denken wir an das Wort „Donnerstag“, das sich von „Donar“ herleitet). Jedoch die Menschen, die sich Sorgen ob der Fehlentwicklungen machen, zu betiteln, halte ich für ziemlich daneben.

Huabngast
16. 07. 2021 14:03

Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen und (auch) mein Dank gilt allen Helfern!

Solche Katastrophen können auch bei uns Wirklichkeit werden. Deshalb dringend: kein weiteres Versiegeln des wertvollen Bodens, Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Eindämmen des Individualverkehrs mit dem Auto (Umstieg auf Elektromobilität schafft neuerliche grosse Probleme!), Tempo 30 in Städten und Siedlungsgebieten (Zürich scheint aktuell damit Vorreiter zu werden), Erhöhen der Benzinpreise, Güterverkehr endlich auf die Schienen.
Dies scheint radikal, ist aber alternativlos. Es wird uns allen sehr weh tun, auch mir. Trotzdem.

Claire
16. 07. 2021 20:01
Antworte auf  Huabngast

Was glauben sie was los ist, wenn bei Hochwasser die E-Autos unterwegs sind

ManFromEarth
16. 07. 2021 20:13
Antworte auf  Claire

…..im Gegensatz zu Verbrennern, nichts.
Die Batterien sind hermetisch verschlossen und mehrfache Sicherheitssysteme schalten die Leistungsspannung aus.
Verbrenner verteilen ihren Treibstoff und die Betriebsmittel im Wasser und vergiften es für alle die damit in Berührung kommen.

Claire
16. 07. 2021 23:12
Antworte auf  ManFromEarth

Ohne Strom kein fortbewegen, Einsatzfahrzeuge stehen still

ManFromEarth
16. 07. 2021 23:23
Antworte auf  Claire

… bei diesem Ereignis gibt es gar nichts, kein Strom, keine Telefon, kein Internet keine Einsatzfahrzeuge, es musste alles erst herbei gebracht werden. Vieles auch aus der Luft. In Abgeschnittenen Gebieten kann man immer noch mit mobilen Solarzellen Strom erzeugen, Benzin nicht, aus überfluteten Tankstellen kommt auch kein benutzbarer Treibstoff.

Suppenkasper
16. 07. 2021 16:14
Antworte auf  Huabngast

Kurz einmal eine echte Gegenüberstellung der Fortbewegungsarten ein Artikel mit Studie dazu. https://www.wochenblick.at/ohrfeige-fuer-klima-lobby-bahn-und-e-autos-haben-schlechte-oeko-bilanz/

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von Suppenkasper
ManFromEarth
16. 07. 2021 20:21
Antworte auf  Suppenkasper

… spannend, warum wird der Autor nicht genannt?
Jedenfalls ist eines klar, eine Fahrzeugproduktion hat der noch nie von innen gesehen…., bei den Teilelieferanten war der auch noch nicht.

hr.lehmann
16. 07. 2021 15:42
Antworte auf  Huabngast

Da kann ich mich ihnen nur anschließen. Immer nur alles in Relation stellen ist eine sehr ungenügende Reaktion auf die Klimakapriolen, wo wir alle an unsere Grenzen stoßen. Und das altbekannte “jetzt is a schon wurscht, weu des a nix mehr ändert” ist nur grenzdebil.

Unbekannt
16. 07. 2021 14:53
Antworte auf  Huabngast

Und während Sie das schreiben, bauen die Chinesen 200 Flughäfen. Aber danke, für den Weg zurück in die Steinzeit.

GscheidHuberT
16. 07. 2021 16:51
Antworte auf  Unbekannt

Frau Lehrer, andren sind so schlimm.

Eh! Schau auf dich selber.

KarinLindorfer
16. 07. 2021 15:38
Antworte auf  Unbekannt

Na eh, um Gottes willen, das geht ja wirklich unmöglich, dass sie sich etwas bescheiden, weil dann landen sie womöglich in einer Höhle mit umgehängtem Bärenfell und nagen an einem Knochen…..🦴nicht auszudenken ohne den gewohnten Comfort wären sie womöglich völlig aufgeschmissen..

nikita
16. 07. 2021 17:21
Antworte auf  KarinLindorfer

Hoffentlich hat er Pfeil und Bogen, wäre blöd, hätte er nix zu essen.🦌

Huabngast
16. 07. 2021 14:40
Antworte auf  Huabngast

In der Zwischenkriegszeit fuhr mein Grossvater mit dem Fahrrad 50km/ ein Weg über ungeteerte Strassen in die Stadt, um auf dem Markt Hühner, Eier und Früchte zu verkaufen. Sein Urenkel fährt heute den gleichen Weg mit seinem SUV. Noch Fragen?

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:13
Antworte auf  Huabngast

… meine Großmutter ging 30 Km zu Fuß um das selbe zu tun, übrigens machte das meine Urgroßmutter auch so…, vor dem Krieg schon.
Eine Bedarf an einem SUV hatte ich bisher noch nicht….

nikita
16. 07. 2021 14:55
Antworte auf  Huabngast

Alles klar, für mich.
Wir wollen diese Zeit zwar nicht zurück, aber es gäbe genug innovative Lösungen, man müsste nur wollen. Vor allem müssten die Gemeinden viel mehr in die Pflicht genommen werden. Dort wurschtln und werkeln zum Teil Leute herum, die keinen blassen Schimmer von Umweltschutz etc.haben. das schnelle Geld ist wichtig, nicht wie die nächsten Generationen leben werden.

KarinLindorfer
16. 07. 2021 15:42
Antworte auf  nikita

Das Herumgewurstle in den Gemeinden ist ein Grundübel. Den Gemeinden gehört endlich die Flächenwidmung weggenommen. Die widmen alles um, Hauptsache es bringt der Gemeinde Geld. Siedlungen werden an völlig ungeeigneten Orten gebaut und viel zu viel verbaut….

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:15
Antworte auf  KarinLindorfer

…. die machen das sehr gewissenhaft, es wird prinzipiell nicht gewidmet, außer das Parteibuch passt, oder die Spende….🤮

nikita
16. 07. 2021 16:21
Antworte auf  ManFromEarth

Bei uns wurde ein Hügel angeschnitten, bzw. eine Siedlung gebaut, obwohl die Gemeinde vorher wusste, dass es Probleme mit dem Wasser geben wird.
Parteipolitisch motiviert.

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:30
Antworte auf  nikita

… wozu sollte man einem Geologen oder Hydrologen zuhören?
Die stören doch nur das Geschäft….
Bei mir in der Gemeinde ist es auch so, die vielen Hektar großen Wiesen um die Schule, die sind heute eine Betonwüste, oder Baustelle. 😕

nikita
16. 07. 2021 16:18
Antworte auf  ManFromEarth

Sehr sehr richtig 👍😬

nikita
16. 07. 2021 14:16
Antworte auf  Huabngast

Endlich Angleichung der Dieselpreise an die Benziner. Wäre ein erster Schritt, geht aber nicht, ist Klientel.

Nordicman
16. 07. 2021 13:18

Da werden die Politiker wieder gscheid im Staatsfunk labern.
Mein Mitgefühl den Hinterbliebenen und zu Schaden gekommenen.
Alles Gute euch allen auch den vielen Helfern!

Schoerky
16. 07. 2021 13:16

Und jetzt fehlt das Geld für den Wiederaufbau, welches wegen dem Virus, zum Fenster hinausgeworfen wurde.

Unbekannt
16. 07. 2021 14:22
Antworte auf  Schoerky

Deutschland hat seine Milliarden auch anderswo verbrannt, dafür zerfällt die Infrastruktur. Brücken und Dämme wären dort auch ohne Regen zusammen gebrochen. Deutschland stürzt ab, die bringen nichts mehr auf die Reihe, wollen E-Autos und sprengen Atomkraftwerke, die sind platt, kaputt, völlig gaga, und nehmen uns alle mit.

plot_in
16. 07. 2021 13:07

Die Klimaeinschläge kommen näher. Man kann es verleugnen bis zuletzt. Neben all dem Leid und der Betroffenheit müssen wir an uns arbeiten. Man kann die Realität auch verleugnen, während man sie wahrnimmt und beschreibt:

https://twitter.com/postillleaks/status/1415915026 645504000?s=20

Das beeindruckt mich schon, wie es möglich ist, mitten in der Katastrophe zu stecken und weiterzumachen wie bisher, während man die Katastrophe wahrnimmt aber sich selbst nicht in Bezug setzen kann. Ein interessantes Phänomen.

Ebenso:

https://twitter.com/oekofuzzi/status/1415725474370752512?s=20

nikita
16. 07. 2021 13:02

Die vielen Toten, sehr traurig.
Leider wird sich nicht viel ändern. Jede Menge Reden werden geschwungen und im Endeffekt wird weiter betoniert und versiegelt und die Bauern werden weiter ihr Land verkaufen. So geht Profit!

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von nikita
ManFromEarth
16. 07. 2021 14:18
Antworte auf  nikita

…. seit 35 Jahren ist klar was passieren wird, es passiert jetzt.
mindestens 44 Km² Boden werden jedes Jahr in Österreich zubetoniert, 2050 gibt es kein bestellbares Feld mehr in Österreich, zumindest wenn dieser Trend an hält.
Ist halt blöd, das nicht versiegelbare Flächen auch nicht zu Ackerbau taugen.
Die Bauindustrie gibt mächtig Gas, die interessiert es überhaupt nicht wo unsere Enkel ihr Essen her nehmen…., die Folgen für Land und Menschen natürlich auch nicht…

Huabngast
16. 07. 2021 18:16
Antworte auf  ManFromEarth

Ist es Zufall, dass uns jetzt klar gemachtvwird, dass auch Insekten schmackhaft seien? Guten Appetit für´s Mehlwurm-Schnitzel mit Heuschreckensalat!

nikita
16. 07. 2021 19:06
Antworte auf  Huabngast

Hilfe, ich bin Veganer!

ManFromEarth
16. 07. 2021 19:13
Antworte auf  nikita

… die Heuschrecken auch…😉

nikita
16. 07. 2021 19:19
Antworte auf  ManFromEarth

😂

ManFromEarth
16. 07. 2021 18:47
Antworte auf  Huabngast

… Heuschrecken schmecken nichtmal schlecht…. (PoDo, Podersdorf) 😉
Zufall oder nicht, für die Deckung des Proteinbedarfs und zu Schonung der Umwelt würde es Sinn machen.
Es gibt auch heute noch Menschliche Populationen deren einzige Proteinquelle Insekten sind, eine davon lebt um den Victoriasee in Afrika.

nikita
16. 07. 2021 14:33
Antworte auf  ManFromEarth

Der Rest der Flächen werden so überdüngt, daß keine Kräuter und Blumen wachsen und mit der Gülle die Gewässer verseucht werden, um die Tierproduktion zu steigern. Bei uns sind die schönsten Weiden auf 1000 m Seehöhe mit Fotovoltaik zugepflastert und ein jedes Kuhdorf hat am Ortsanfang oder Ende ein Industriegebiet und Einkaufszentren nebeneinander aufgeteilt, anstatt in die Höhe zu bauen. Ich muss aufhören, sonst brauche ich ein Beruhigungsmittel.😢
Aja, und der Friedhof ist inzwischen im Industrieviertel integriert.😬

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von nikita
Huabngast
16. 07. 2021 18:19
Antworte auf  nikita

Jessas! Eigentlich wissen wir: der Kapitalismus frisst seine Kinder. Naja, wirklich stimmt es nicht. Er frisst nur uns, die „Normalos“.

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:18
Antworte auf  nikita

… dabei sehen Sie nur einen kleinen Ausschnitt, sehen Sie sich bitte nicht die Nachtaufnahmen der Erde an, die wurden unlängst von der ISS aus angefertigt….

nikita
16. 07. 2021 16:30
Antworte auf  ManFromEarth

Habe schon genug von diesen und ähnlichem gesehen.
Ich beobachte auch seit ca.15 Jahren Pilze und Pflanzen in zwei unterschiedlichen Gebieten, NÖ ganz im Osten/STMK im Semmering/Mürztalgebiet, intensiv. Die Veränderungen sind von Jahr zu Jahr erschreckend.
Der Mensch ist selbstzerstörerisch.

Huabngast
16. 07. 2021 18:21
Antworte auf  nikita

Pilze? Wo? Bei uns gibt es keine mehr in den Wäldern und auch keine Schwarzbeeren. Dafür im Supermarkt aus „Plantagen“.

nikita
16. 07. 2021 19:18
Antworte auf  Huabngast

Pilzplätze und Schwarzbeer/ Himbeer/ Brombeerplätze verrät man nicht 😂😋
Nein, im ernst ich suche eigentlich keine essbaren Pilze, höchstens ich stolpere darüber.
Ich fotografiere, dokumentiere, beobachte jegliche Art Pilze, auch giftige, und Pflanzen und ähnlichen Kram.😉

ManFromEarth
16. 07. 2021 16:35
Antworte auf  nikita

Pilze echt…?
Als Kind sagte meine Oma oft zu mir: “Bua geh Schemm huln, i hob an gusta drauf”, hab ich gemach, eine halbe Stunde später gabs Essen.
Bei mir in der Gegen hab ich schon seit 5 Jahren kein Schwammerl mehr gesehen, nichtmal ein Giftiges…

nikita
16. 07. 2021 16:43
Antworte auf  ManFromEarth

😁 ja das mit den Schwammerln war einmal so.
Viele Arten der Pilze gab es bei uns nicht, oder nur vereinzelt. Erst durch die Erderwärmung sind viele aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen und auch die Wachstumsperioden haben sich verschoben. Manche sind schon verwirrt 😂 und kommen 2x im Jahr.
Ich glaube die wissen nicht mehr wann Frühling oder Herbst ist.🙈