Gastro-Sprecher fordert:

Zutritt in Lokale nur noch für Geimpfte

Nach den jüngst aufgetretenen Corona-Clustern in Bars und Diskotheken fordert Gastronomie-Sprecher Mario Pulker nun eine Impfpflicht für alle Lokale: “Die, die sich nicht impfen lassen, müssen halt draußen bleiben.”

Wien, 21. Juli 2021 | Ab Donnerstag gilt für die Nachtgastronomie in ganz Österreich: Zutritt nur noch für Geimpfte und PCR-Getestete. Erst seit Juli haben Clubs und Diskotheken unter Berücksichtigung der 3G-Regel mit einer Auslastung von maximal 75 Prozent geöffnet. Trotzdem ist es bereits zu mehreren Corona-Clustern gekommen. Allein 52 Infizierte sind auf ein Nachtlokal in Kaprun zurückzuführen, auch in Graz und Wien kam es zu ähnlichen Fällen.

Gastro-Sprecher: Nicht-Geimpfte müssen draußen bleiben

Nun wird befürchtet, dass die Branche bald wieder schließen könnte. Gegenüber dem “Kurier” hat sich nun der Sprecher der Gastronomie in der Wirtschaftskammer, Mario Pulker, zur aktuellen Lage geäußert: “Das ist für die Kollegen also hochgradig schwierig, eigentlich ein Desaster. Die meisten wollen sich dieses erste Wochenende noch anschauen, wie es läuft. Aber wir gehen davon aus, dass die Hälfte danach wieder zusperrt.”

In Wien muss auch ab morgen im Handel Maske getragen werden. Wie finden Sie das?

Pulker fordert eine generelle Impfpflicht für die gesamte Gastronomie, also auch für Restaurants und Wirtshäuser. Denn das sei für die Betreiber leichter zu kontrollieren: “Die, die sich nicht impfen lassen, müssen halt draußen bleiben.”

„Wir haben in der Gastronomie je nach Region und Betrieb jetzt schon 15 bis 40 Prozent Rückgang, weil Spontanbesuche nicht mehr so leicht möglich sind. Wie soll man so einen Betrieb aufrecht erhalten?“,

so Pulker gegenüber dem “Kurier”.

Zu wenig PCR-Angebote am Land, Verschärfte Kontrollen

Die Länder zeigen sich indes von den geplanten Verschärfungen ab Donnerstag, nach denen ein Eintritt in die Nachtgastro nur noch mit Impfung oder PCR-Test möglich sein wird, verstimmt. Denn außerhalb von Wien und Linz gibt es derzeit noch so gut wie kein kostenloses Angebot für PCR-Tests. Die Branche befürchtet bereits leere Clubs und Diskotheken ab kommendem Wochenende.

Am Montag kündigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) zudem verschärfte Gastro-Kontrollen an. Die fehlende Bereithaltung eines Nachweises einer geringen epidemiologischen Gefahr kostet demnach künftig 90 Euro. Der Strafrahmen bei Verwaltungsstrafen liegt für Gäste wie bisher bei 500 Euro, für Betreiber bei 3.600 Euro.

Der Minister rief daher “alle Betriebe und Unternehmen dazu auf, die Einhaltung der 3G-Regelung besonders gründlich zu kontrollieren, um so einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen möglichst zu verhindern”. Mit dem Grünen Pass und der Green Check-Webapp seien Tools entwickelt worden, die Kontrollen “besonders schnell und einfach möglich machen”.

(mst)

Titelbild: APA Picturedesk

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