»Impffrei:Love«

Dating-Plattform für ungeimpfte Singles

Seit wenigen Tagen gibt es eine Plattform für Schweizer Singles, die sich nicht impfen lassen wollen und das auch von ihrem potentiellen Partner erwarten.

Genf, 21. Juli 2021 | Auf Dating-Apps wie „Tinder“ oder „Bumble“ gibt es schon länger die Funktion, den Impfstatus an das Profil heften zu lassen. So können geimpfte Singles in den Suchkriterien nach anderen geimpften Singles suchen. Die Schweiz, genauer der Verein „Generation Freiheit“, hat nun eine Dating-Plattform auf den Markt gebracht, die genau das Gegenteil macht: „Impffrei:Love“ richtet sich gezielt an Ungeimpfte. „Bewusste Menschen“ sollen sich verlieben können.

„Fruchtbare Partnerschaften“

Die Betreiber werben mit „fruchtbaren Partnerschaften“ für Menschen „die lieber Händchen statt Abstand halten“. Für umgerechnet 184 Euro im Jahr gibt es neben der Möglichkeit die ungeimpfte Liebe des Lebens zu finden auch eine Mitgliedschaft im Verein „Generation Freiheit“, der die Plattform betreibt. „Ein Hauptziel von uns ist es, bewusste Menschen innerhalb der Schweiz und international zu vernetzen und Beziehungen zwischen diesen zu ermöglichen“, heißt es auf der Website.

„Stopp Impfpflicht“ als Kooperationspartner

Der Verein bezeichnet sich als eine nicht-profitorientierte Organisation. Mit den „Überschüssen“ würden angeblich gemeinnützige Projekte unterstützt werden. Genauere Informationen dazu sind nicht bekannt, jedoch sind Kooperationspartner und Projekte aufgeführt. Dazu zählt unter anderem die „Stopp Impfpflicht“-Initiative. Ob das überschüssige Geld hier rein fließe, sei ebenfalls nicht bekannt. Eine Nachfrage von ZackZack blieb unbeantwortet.

Auf der Plattform gibt es diverse Kommentare von Nutzern, beispielsweise „Ich bin bei Impffrei:Love, weil ich meinem zukünftigen Mann ein gesundes Kind schenken möchte“, oder „Ich bin bei Impffrei:Love, weil ich nur einem bewussten Mann meinen Oberarm anbiete“. Allerdings sind diese Texte anonym und mit Symbolbildern versehen. Laut Angaben der Betreiber seien bereits 1.000 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich registriert.

Wie sich der tatsächliche Impfstatus nachweisen lässt, bleibt bei allen Dating-Apps fraglich.

(jz)

Titelbild: Pixabay

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