2,3, Milliarden Euro mit Coronatests

Pharma-Roche auf Wachstumskurs

Alleine im ersten Halbjahr 2021 setzte der Schweizer Pharma-Riese Roche 2,3 Milliarden Euro mit Coronatests um. In diesem Zeitraum erlebte man ein Umsatzplus von 51 Prozent.

 

Wien, 22. Juli 2021 | Die anhaltend hohe Nachfrage nach Coronatests hat dem Schweizer Pharmakonzern Roche im ersten Halbjahr Rückenwind gegeben. “Wir haben im ersten Halbjahr gute Ergebnisse erzielt, vor allem dank der Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten und Covid-19-Tests”, zog Vorstandschef Severin Schwan am Donnerstag Bilanz.

Von Krebstherapie zu Coronatests

Roche setzte mit den Tests alleine im ersten Halbjahr 2021 2,5 Milliarden Franken (2,3 Mrd. Euro) um. Der Höhepunkt der Nachfrage dürfte aber im zweiten Quartal erreicht worden sein. In der zweiten Jahreshälfte rechnet Schwan mit einem Rückgang.

Der vor allem für seine Krebstherapien bekannte Konzern aus Basel ist auch der weltgrößte Anbieter von Geräten, Verfahren und Verbrauchsgütern zur Bestimmung von Krankheiten. Im vergangenen Jahr rückte die meist im Schatten des deutlich größeren Pharmageschäfts stehende Diagnostiksparte dank ihrer Coronatests ins Rampenlicht.

Im ersten Halbjahr 2021 wies sie ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 51 Prozent aus, während die Verkäufe im Pharmageschäft um 3 Prozent sanken. Allerdings stand dort im zweiten Quartal wieder ein Verkaufsplus von 4 Prozent zu Buche, nach einem Rückgang von noch 9 Prozent im ersten Jahresviertel. Roche profitierte dabei von einem deutlichen Wachstum bei neuen Medikamenten von 30 Prozent im ersten Halbjahr, das die Belastungen durch den anhaltenden Wettbewerb durch Nachahmermedikamente abfederte. Im Geschäft mit Krebsarzneien ist der Konzern aber noch nicht auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt.

Pandemie für Roche noch lange nicht vorbei

Insgesamt kletterte der Umsatz im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 30,7 Mrd. Schweizer Franken, zu konstanten Wechselkursen stand ein Plus von 8 Prozent zu Buche. Damit schnitt das Unternehmen besser als von Analysten erwartet ab. An der Börse konnte Roche damit aber nicht punkten, die Anteilsscheine verloren gut 2 Prozent.

Für Schwan sind die Impfungen gegen die Covid-19-Erkrankung die “wichtigste Waffe” im Kampf gegen die Pandemie. “Das Virus macht vor Grenzen nicht halt”, fügte Schwan an. Es werde nun entscheidend sein, die Durchimpfung der Bevölkerung weltweit voranzubringen. Schwan ist sich sicher, dass Covid-19 die Gesellschaft noch lange begleiten wird. Nicht zuletzt wegen der verschiedenen Varianten. Delta werde nicht die letzte Variante sein, ist sich der Pharma-Manager sicher.

(ot/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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