Taifun wirbelt Olympische Spiele durcheinander

Ein Taifun nimmt Kurs auf Tokio, wo derzeit die Olympischen Spiele stattfinden. Die Organisatoren beruhigen: Immerhin sei es kein Erdbeben.

Tokio, 24. Juli 2021 | Japans Olympia-Organisatoren bereiten sich auf einen Taifun vor. Der Wirbelsturm – der achte der Saison – bewegte sich am Samstag über dem Pazifik in Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu und droht am 27. Juli in der Region Kanto mit der Hauptstadt Tokio auf Land zu treffen. Für diesen Fall werde man entsprechende Maßnahmen treffen, sagte Masa Takaya, Sprecher des japanischen Olympia-Organisationskomitees.

Das Positive sehen: Ein Taifun ist kein Erdbeben

So habe man bereits die ursprünglich für Montag geplanten Ruderrennen verlegt. Es sei nichts Ungewöhnliches, dass es aufgrund von Wetterbedingungen zu Änderungen im Ablaufplan komme, das habe es auch bei früheren Olympischen Spielen gegeben. Der Vorteil bei Taifunen sei, dass anders als bei Erdbeben der Verlauf eines Wirbelsturms eingeschätzt werden könne, erklärte Takaya.

Von einem möglichen Taifun könnten auch die olympischen Segler massiv betroffen sein. Im Lager der Österreicher bereitet man sich derzeit auf alle denkbaren Szenarien vor.

Und dann auch noch Corona

Die Organisatoren haben am Sanstag außerdem 17 weitere Corona-Fälle vermeldet. Damit stieg die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123. Betroffen ist unter anderem Ruderer Finn Florijn aus den Niederlanden. Das Französische Olympische Komitee hat unterdessen Betreuer des Basketball-Teams der Männer unter Quarantäne gestellt.

Anfang der Woche hatten die Niederländer mitgeteilt, dass neben einem Mitarbeiter des Ruderteams auch die Taekwondo-Athletin Reshmie Oogink corona-positiv sei. Die Skateboarderin Candy Jacobs hatte ihren Positiv-Test via Instagram selbst bekannt gemacht.

Fall im Flugzeug: Frankreichs Baskteballteam unter Quarantäne

Das Französische Olympische Komitee teilte am Samstag mit, dass Betreuer des Basketball-Teams der Männer unter Quarantäne gestellt worden seien, weil ein Passagier an Bord des Fluges nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Wie viele Mitarbeiter als mögliche Kontaktfälle betroffen sind, wurde nicht bekannt gegeben. Die Mitarbeiter seien seit dem 19. Juli isoliert und nicht in der Lage, mit den Athleten zu arbeiten. Alle bisherigen Tests seien negativ. Frankreichs Basketballer treffen am Sonntag (14.00 Uhr MESZ) in ihrem Auftaktspiel auf Gold-Favorit USA.

Am Freitagabend hatte auch die deutsche Olympia-Mannschaft ihren ersten Corona-Fall bekanntgegeben. Der Radsportler Simon Geschke war positiv getestet worden und verpasste dadurch das Straßenrennen am Samstag.

(dpa/APA/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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