Blümel verzögert Familienbeihilfe

Warten seit Monaten

Die Arbeiterkammmer kritisiert die verzögerte Auszahlung der Familienbeihilfe. Laut Blümel-Ministerium seien aber schon 90 Prozent der Fälle abgearbeitet.

Wien, 28. Juli 2021 | Arbeitnehmervertreter klagen zunehmend über Verzögerungen bei der Auszahlung der Familienbeihilfe. Manche Bezieher würden bereits seit Monaten warten, kritisierten Gewerkschaft und Arbeiterkammer in jüngsten Aussendungen. Im Finanzministerium verwies man auf APA-Anfrage auf Corona. Laufende Anspruchsüberprüfungen seien wegen Corona ausgesetzt worden und würden nun nachgeholt werden.

Grund Corona

Jene Familien, die ihren Anspruch auf Familienbeihilfe nicht von sich aus nachgewiesen haben, haben die Familienbeihilfe während des Pandemie-Höhepunkts ein Jahr lang trotzdem weiter ausbezahlt bekommen. Bei diesen Familien erfolgte nun seit Frühjahr 2021 wieder eine Überprüfung, weswegen diese auch eine Aufforderung erhalten hätten, ihre Anspruchsberechtigung nachzuweisen. Im Rahmen dieser Überprüfung seien auch Anspruchsüberprüfungsschreiben versendet worden.

Laut Ministerium schon 90 Prozent erledigt

Bis dato seien 205.000 Rückmeldungen bei der Finanzverwaltung eingetroffen, teilte das Finanzministerium mit. Von diesen seien aber 90 Prozent bereits erledigt. “Nahezu alle noch nicht finalisierten Anspruchsüberprüfungsschreiben werden aktuell schnellstmöglich bearbeitet, um eine umgehende Auszahlung der Familienbeihilfe zu gewährleisten”, hieß es.

Arbeitnehmervertreter sowie die SPÖ machen dennoch Druck. “Viele Familien sind verzweifelt, weil sie monatelang auf die Auszahlung der Familienbeihilfe warten müssen”, meinte die rote Familiensprecherin Petra Wimmer. Sie führt die Verzögerungen auf die Zentralisierung der Finanzämter unter Türkis-Blau zurück.

(ot/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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