»Hin- und Hergeschiebe« bei Impfdebatte

Kritik am Bund von Tirols AK-Präsident

Tirols Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl kritisiert das “Hin- und Hergeschiebe” bei der Impfdebatte. Er fordert eine bundesweite Regelung und kann sich eine teilweise Impfpflicht für Neueinsteiger in bestimmten Berufsgruppen vorstellen.

Wien, 31. Juli 2021 | Der schwarze Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl sieht den Bund in der Impfdebatte in der Pflicht. Gegenüber der Tiroler Tageszeitung (Samstagsausgabe) kritisierte er ein “Hin- und Hergeschiebe” der Zuständigkeiten und mahnte die Schaffung bundesweiter Rahmenbedingungen ein. Ansonsten würden Entscheidungen wieder bei den Gerichten landen, die dann in Einzelfällen entscheiden müssten. Er verstehe nicht, “warum hier so lange herumgedoktert wird”.

Zangerl: Impfpflicht für Berufs-Neueinsteiger in gewissen Berufen “durchaus möglich”

Eine Impfpflicht etwa für Neueinsteiger in gewissen Berufen sei seines Erachtens nach “durchaus möglich”. Schließlich hätte es auch schon vor Corona im Gesundheitsbereich Impfvoraussetzungen im Zusammenhang mit anderen Krankheiten gegeben, betonte Zangerl, der einmal mehr an die Bevölkerung appellierte, sich im Zweifel impfen zu lassen. Dies sei nicht nur im Interesse der Arbeitnehmer und der Wirtschaft, “sondern unbedingt notwendig”, so der Arbeiterkammerpräsident.

Die Forderungen nach einer bundesweiten Regelung der Impflicht für bestimmte Berufsgruppen wurden zuletzt lauter. Am Freitag haben sich in einem APA-Rundruf ÖVP-geführte Länder – Steiermark, Salzburg und Oberösterreich – dafür ausgesprochen. Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, ließ wissen, dass eine solche prinzipielle österreichweite Regelung “sicherlich sinnvoll” wäre.

(red/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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