Rendi-Wagner bei Dornauer

Für Jugend-Impfung und leistbares Wohnen

Pamela Rendi-Wagner traf SPÖ-Tirol-Chef Georg Dornauer. Sie sprachen übers Impfen und leistbares Wohnen, Dornauer stellte sich hinter seine Parteichefin.

Wien/Innsbruck, 02. August 2021 | Der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Georg Dornauer hat sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz klar hinter Parteichefin Pamela Rendi-Wagner gestellt. “Sie ist die Bundesparteivorsitzende und damit auch ganz klar die Spitzenkandidatin für die kommende Wahl”, meinte Dornauer. Sie bringe alles mit, “was man haben muss” und es mache auch “Freude und Spaß” mit ihr, so der Landesparteivorsitzende.

Impffrage

Rendi-Wagner hat sich derweil bei der Pressekonferenz in Innsbruck für eine Impfpflicht bei Neuanstellungen im Gesundheits- und Pflegebereich ausgesprochen. Diese Berufe hätten eine Schutzpflicht ihren Patienten gegenüber. Deshalb sollte man bei Berufen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten, zumindest bei der Einstellung die Corona-Impfung verlangen, sagte Rendi-Wagner. Die meisten Bundesländer haben diese Regelung ohnehin bereits angekündigt. Man solle aber auch über eine Impfpflicht bei Lehrern diskutieren.

Die SPÖ-Chefin forderte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) diesbezüglich dazu auf, einen Gipfel einzuberufen. Denn auch wenn der Schaden einer Corona-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen vielleicht nicht so hoch sei, geschlossene Schulen seien jedenfalls schlecht für alle Kinder und Jugendlichen.

Rendi-Wagner gab eine Durchimpfungsrate von zumindest 80 Prozent aus. “Das ist nicht leicht und es braucht dafür viel Kreativität”, meinte sie und verlangte mehr niederschwellige Impfangebote. Auch bei den Jugendlichen müsse man die Impfung stark vorantreiben. Dies gehe nur auf kreative Art und Weise, indem man die Impfung etwa bei Events anbiete, mit Impfaufrufen von Musikern oder Fußballern oder kleinen Goodies wie Konzertkarten oder Gutscheinen.

Eine generelle Impfpflicht befürworte sie nicht, betonte die Parteivorsitzende. Es brauche aber eine bundeseinheitliche Regelung. Das Hin- und Herschieben der Verantwortung müsse ein Ende haben, meinte Rendi-Wagner zur Diskussion zwischen Bund und Ländern über die mögliche Einführung einer Impfpflicht in gewissen Bereichen.

Leistbares Wohnen in Innsbruck

Mit Georg Dornauer stellte sie das Thema leistbares Wohnen in den Mittelpunkt. Man könne die Wohnungspolitik nicht alleine dem freien Markt überlassen, es brauche bei diesem Thema einen “aktiven Staat”, betonte die Parteichefin. Es sei haarsträubend wie teuer das Wohnen mittlerweile in Tirol und vor allem auch in Innsbruck sei.

Deshalb wolle die SPÖ nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, um Ideen für leistbares Wohnen zu erarbeiten. Die Konzepte sollen dann voraussichtlich im Herbst präsentiert werden. “Jeder sollte leistbaren Wohnraum zur Verfügung haben”, betonte Rendi-Wagner. Deshalb schlug sie auch vor, die Wohnraumwidmung in den Verfassungsrang zu heben, etwa, dass bei Neuwidmungen 70 Prozent für sozialen Wohnbau zur Verfügung stehen müssen – wie Wien dies bereits handhabe.

Man müsse im Bereich des Wohnens die gesetzlichen Rahmenbedingungen rigoros ausnützen und konsequente Instrumente finden, meinte auch Dornauer. “Die Menschen haben im Bereich des Wohnens mit uns einen verlässlichen Partner. Wir stehen für leistbares Wohnen”, rührte er bereits die Werbetrommel für die bevorstehenden Gemeinderatswahlen im Februar des kommenden Jahres. Die SPÖ werde die derzeitige Wohnsituation “nicht so hinnehmen”.

(ot/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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