Corona-Kollaps in Moskauer Metro vorgetäuscht

So lange muss der Schauspieler in Haft

Ein junger Blogger hatte im Februar 2020 einen Corona-Kollaps in der Moskauer Metro vorgetäuscht. Am Montag wurde er verurteilt.

Wien/Moskau, 03. August 2021 | Erinnern Sie sich noch an die Schock-Videos aus Wuhan, mit denen das Internet in den ersten Monaten 2020 geflutet worden war? Reihenweise waren auf offener Straße Menschen umgekippt – mutmaßlich aufgrund des Coronavirus.

Panik, Panik

Die Bilder versetzten Europa in Panik. Im März setzten die Menschen dann schon zu Hamsterkäufen an, manche trugen Masken – wurden damals aber noch belächtet. Der Shutdown kam, der Rest ist Geschichte.

Als die Welt bereits in Panik geraten war, erlaubte sich ein junger Moskauer einen Scherz. Er täuschte in der Moskauer Metro einen Corona-Kollaps vor, zwei seiner Freunde schürten im Waggon Panik.

2 Jahre und 4 Monate Haft

Am Montag hat ein Moskauer Gericht ein Urteil über den Blogger aus Tadschikistan gefällt. Karomatullo Jaborov befand sich seit seinem „Streich“ in Untersuchungshaft. Nun bekam er zwei Jahre und vier Monate Gefängnis. Seine beiden Freunde, die in der Moskauer Metro Panik geschürt hatten, waren seither unter Hausarrest gestanden und bekamen jetzt zwei Jahre Bewährung. Das berichtet das deutschsprachige russische Online-Medium „RT“, das von der Putin-Regierung finanziert wird. Nach dem „Prank“ hatte die „BBC“ berichtet, dass dem Mann bis zu fünf Jahre Haft drohen würden.

Jaborov wurde nach Artikel 213, „Hooliganismus, begangen von einer Gruppe von Personen durch vorherige Verschwörung“ verurteilt. Das Gericht berücksichtigt die Zeit, die er bereits in U-Haft abgesessen hat.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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