Wien: Selbst gebastelte Rohrbombe explodierte

Polizei-Großeinsatz

Ein Mann, dem eine selbst gebastelte Rohrbombe in der Hand detoniert ist, hat Montag früh einen Großeinsatz in Wien-Donaustadt ausgelöst.

Wien, 31. August 2021 |  Der 46-Jährige, der allein in einem Einfamilienhaus nahe der Kirschenallee wohnt, rief kurz nach 4.00 Uhr die Rettung, weil er sich durch die Explosion eine Rissquetschwunde zufügte. Die medizinischen Einsatzkräfte alarmierten daraufhin die Polizei. Als diese eintraf, verschanzte sich der Mann in seinem Haus.

Fünf Stunden eingeredet bis er Haus verließ

Nach der Information der Rettung an die Exekutive raste ein Großaufgebot in die kleine Gasse beim Großenzersdorfer Arm. Im Einsatz waren Beamte des Stadtpolizeikommandos Donaustadt, die den Bereich großräumig absperrten, sowie die Sondereinheiten Wega und EKO Cobra/DSE, die Polizeidiensthundeeinheit sowie sprengstoffkundige Beamte und die Verhandlungsgruppe des Wiener Landeskriminalamtes. Letztere redeten mit dem 46-Jährigen fünf Stunden lang, ehe er freiwillig das Haus verließ, berichtete Polizeisprecherin Barbara Gass.

Gegen den Mann wurde die Festnahme ausgesprochen, zudem wurde er zur Behandlung seiner Wunde an der linken Hand in ein Spital gebracht. Seine Einvernahme war Dienstagmittag noch offen. Was er mit der Rohrbombe wollte, war noch unklar. Gegen ihn wird wegen vorsätzlicher Gefährdung ermittelt. Er wird im Spital von der Polizei bewacht.

Die Rohrbombe

Bild: APA/LPD Wien

Sein Haus wurde anschließend gründlich durchsucht. Es wurden mehrere vermutlich selbsthergestellte Sprengmittel aufgefunden. Laut Polizei handelt es sich vermutlich auch um pyrotechnisches Material, was nun genau untersucht wird.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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11 Kommentare
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mrsmokie
31. 08. 2021 19:14

Wühlmäuse fangen?

Kehrichterin
31. 08. 2021 16:42

Aha, … da ist also ein Rohrbömbchen aus dem Pyrotechnik-Milieu, also Schweizerkrachergefährdungspotenzial, so heftig explodiert, so das man das Bömbchen hintennach noch völlig unversehrt sicherstellen und fotografieren konnte. Na Bummm !
Aber wenigstens hatte unsere hochgerüstete Kavallerie wieder mal Gelegenheit all ihre Spielzeuge auszupacken und ein bisschen damit zu spielen. Zum Glück hat der Kracher-Terrorist kein Messer in seiner Wohnung in der Hand gehalten … denn sonst wär er jetzt mit einiger Wshrscheinlichkeit ziemlich tot.

hagerhard
31. 08. 2021 15:24

der war sicher kein rechtsterrorist. und schon gar kein ausländerhasser.
und ausserdem ein bedauerlicher “einzelfall”

war beim fuchs ja auch nicht anders.

Wurzelbrunft
31. 08. 2021 13:27

Irgendwie ists schon komisch.
Täglich Mord und Todschlag in diesem Land, Messeratacken sonst noch was. An haufen narrische laufen herum.
Eine extreme Häufung oder meint ihr das ist nur mein subjektives Empfinden.
Irgendwie kommts mir schon seit ca. 1 Jahr so vor.

Najo – verbuch mas als Nebeneffekte der Pandemie.

KarinLindorfer
31. 08. 2021 15:27
Antworte auf  Wurzelbrunft

Ich denke die Leute sind einfach zermürbt von der ganzen Situation. Alles ist furchtbar schwierig geworden seit der Pandemie. Die ganzen Auflagen, das Testen, die Maskenpflicht. Viele wissen nicht einmal was jetzt gilt. Die allermeisten haben in Beruf oder Ausbildung genug Stress und können sich nicht auch noch ständig die ganze Zeit mit irgendwelchen Pandemievorschriften befassen, die Kinder testen, sich selbst testen, immer eine Maske dabei haben, ständig einen Impfnachweis oder Nachweis der Genesung mithaben und vorzeigen….Im Sozialbereich gilt immer noch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz seit fast 20! Monaten. Im Sommer unerträglich. Bin heute vor dem Lebensmittelgeschäft gestanden und habe nach meiner Maske gesucht. Als ich sie nicht gleich gefunden habe bin ich wieder gefahren so satt habe ich das alles mittlerweile und den Meisten gehts genauso, es ist einfach nur noch mühsam seinen Alltag zu bestreiten. Und ja, Corona hat die Kluft noch weiter aufgehen lassen. Es gibt eine Spaltung in jene die von der Pandemie wenig bis gar nicht betroffen sind, weder was die Umstände anlangt noch finanziell und jene die es doppelt und dreifach trifft, nämlich finanzielle Einbußen, erschwerte Arbeitsbedingungen und dann vielleicht auch noch die ganze unsichere Situation mit der Schule der Kinder. Die Aggression ist mittlerweile allgegenwärtig und deutlich spürbar in der Gesellschaft.

Samui
31. 08. 2021 15:51
Antworte auf  KarinLindorfer

Ja, leicht ist es für sehr viele nicht😕

Samui
31. 08. 2021 14:23
Antworte auf  Wurzelbrunft

Es wäre furchtbar, hätte es was mit Corona zu tun. Aber leider wird der Spalt in der Bevölkerung immer größer.

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von Samui
Wurzelbrunft
31. 08. 2021 14:39
Antworte auf  Samui

Ja, der Spalt wird größer, bin ich bei Ihnen.
Womit es zu tun hat weiß ich nicht. Ob sich der Spalt in Straftaten von narrischen manifestiert ist auch schwer zu sagen.

Ich stelle mir nur mal die Frage ob mir solche Dinge einfach mehr auffallen in, sagen wir mal den letzten 1,5-2 Jahren, oder es tatsächlich so ist. Es kann auch ein Nebeneffekt der Pandemie insofern sein als das man mehr Nachrichten (auch vom Boulevard) konsumiert und deshalb mehr mit bekommt.

Samui
31. 08. 2021 14:53
Antworte auf  Wurzelbrunft

Durch Corona sind wir sicher ALLE sehr sensibilisiert und konsumieren mehr Nachrichten als je zuvor. Zumindest ich und viele meiner Bekannten.
Auch bei allen Bemühungen kommt man ja auch beim Boulevard nicht leicht vorbei, und da werden solche Nachrichten endlos ausgeschlachtet.

EmergencyMedicalHologram
31. 08. 2021 13:03

Gott hilf, dass sich hier ein zweiter Franz Fuchs rechtzeitig selber versehrte.

Kehrichterin
31. 08. 2021 16:52

Lass die Scheiß-Götter in Ruhe, in der Namen seit jeher Menschen gemordet wurden und werden …