»Sebastian Kurz sponsored by Novomatic«

Links-Aktion beim ORF-Sommergespräch

Mit einem übergroßen Schriftzug wies die Wiener Partei LINKS während des ORF-Sommergesprächs von Sebastian Kurz auf dessen “Politik für die Bosse” hin. Im ORF war die Aktion nicht zu sehen.

Wien, 08. September 2021 | “Eine Leerstelle in der Berichterstattung“ versuchten Aktivisten der Wiener Partei LINKS am Montag am Rande des „ORF Sommergesprächs“ mit Sebastian Kurz zu schließen. Werbung müsse im öffentlich-rechtlichen Rundfunk doch gekennzeichnet sein. LINKS wollte nachhelfen und projizierte „Sebastian Kurz sponsered by Novomatic“ auf die Fassade des Wiener Leopold Museums, auf dessen Dach das Sommergespräch stattgefunden hatte.

ORF blendet aus

Am Gebäude des Museumsquartiers erschien in der Folge metergroß der Hinweis auf „Produktplatzierung“. Fast das gesamte Sommergespräch über wurde das Gebäude damit beleuchtet. Die Kameraschwenke des ORF durch und über das Museumsquartier brachten das Hinweisbild allerdings nicht in den Kasten. Im ORF war die Aktion also nicht zu sehen.

Die Fassaden-Projektion war kaum zu übersehen, vom ORF wurde es aber nicht eingeblendet. Foto: Links.

Der Schriftzug sei eine Kritik an der türkisgrünen Regierung und deren Politik, die „Profitinteressen von Großkonzernen wie Novomatic“ diene, gewesen, schreibt „Links“ in einer Aussendung. Man sehe „gerade am Beispiel Novomatic“, wem die Politik von Kurz nütze. „Türkise Netzwerke“ seien mittlerweile bekannt, auch „wie großzügig Sebastian Kurz und sein Umfeld mit Posten und Steuergeldern umgehen“.

Politik für Bosse

Firmen wie Novomatic hätten während Corona staatliche Hilfen bekommen, Arbeiter entlassen und dennoch Millionendividenden an Aktionäre ausbezahlt. “Es sind die Bosse und Manager dieser Großkonzerne, die mit besten Beziehungen zu Leuten wie Kurz und Blümel noch reicher geworden sind”, heißt es in der Stellungnahme zur Aktion.

LINKS-Sprecher Can Gülcü verlangt „Ünterstützung für die Hunderttausenden Krisen-Betroffenen statt noch mehr Reichtum für ein paar ÖVP-Freunderln in den Konzernen”.

Für LINKS gehören „Korruption, Postenschacher und Freunderlwirtschaft“ raus der Politik. Solche Politiker, „gehören raus aus den Ämtern und Parlamenten und vor Gericht“, schlägt die junge Partei kämpferische Töne an.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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