33 Personen im Komitee für Elke Kahr

Breite Unterstützung für Grazer KPÖ

Eine Woche vor der Wahl in Graz sprach sich ein breites Komitee für Elke Kahr und die KPÖ Graz aus. Menschen aus verschiedensten Lebenswelten sind Teil davon. Indes schießt die ÖVP scharf, aber mit alten Gewehren, gegen Kahr und die Grazer Kommunisten.

Wien/Graz, 17. September 2021 | Ein überparteiliches Unterstützungskomitee der KPÖ Graz lud am Freitag zu einer Pressekonferenz. 33 Menschen aus verschiedensten Milieus und Berufsfeldern taten sich zusammen, um die KPÖ und ihre Grazer Spitzenkandidatin Elke Kahr zu unterstützen.

Vertreten waren vom Krankenpfleger über Arbeiter und Lehrer auch Ärzte und Intellektuelle und Menschen aus dem Kulturbereich. Sie eint vor allem eines: „Wir haben im Laufe der Zeit die Arbeit von Elke Kahr und der KPÖ kennen und schätzen gelernt. Das hat uns dazu bewogen, das Unterstützungskomitee zu gründen bzw. beizutreten“, so der ehemalige Grazer Stadtrat und Landtagsabgeordnete Ernest Kaltenegger.

Breite Unterstützung

Auch Alfred Noll unterstützt die KPÖ. „Die Grazer KPÖ ist in Österreich eine Ausnahme – eine Ausnahme dahingehend, dass hier engagierte Leute seit 20 Jahren tatsächlich vor Ort etwas bewirken. Die Warnungen von Nagl und den Rechten vor der Gefahr des Kommunismus halte ich für lächerlich. Die Geschichte zeigt, dass die KPÖ in Graz und in Österreich niemals an irgendwelchen Verbrechen beteiligt war und sie hat gezeigt, dass sie das Leben der in Österreich lebenden Menschen zum Hauptgegenstand ihrer Politik machen. Und das sieht man bei Elke Kahr in ganz ausnehmender Weise.“

Von dieser tatsächlichen Wirkung der KPÖ auf das Leben der Menschen berichtet Betriebsrätin Hilde Tragler, die seit über 36 Jahren bei Magna und zuvor bei Puch als Arbeiterin tätig ist:

„Elke ist eine bodenständige Politikerin und nicht abgehoben. Oft habe ich Kollegen bei meiner Arbeit, die auf Job- oder Wohnungssuche sind. Diese leite ich zumeist an Elke Kahr weiter und sie hilft ihnen, wo es nur geht.“

ÖVP mit Panik-Rundumschlag

Bettina Ramp, tätig im Bildungssektor, unterstreicht ebenfalls die hohe Glaubwürdigkeit von Elke Kahr: Sie ist glaubwürdig und kompetent. Alles was sie nach außen vertritt, lebt sie auch. Da gibt es keine Fassade. Im Unterschied zu anderen Politikern würde Elke Kahr nie einen Mitbewerber oder eine Mitbewerberin schlecht machen. Das ist nicht ihr Stil.“

Das ist durchaus ein kleiner Seitenhieb auf den aktuellen ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl. Dieser poltert seit Wochen vor einer „roten Gefahr“, die in Graz vor der Türe stehe. Tatsächlich gibt es eine reale Chance, dass die Nagl-Herrschaft nach fast 20 Jahren gebrochen werden könnte. Eine Koalition ohne ÖVP in Graz ist zumindest im Vorstellungsbereich, jedoch noch immer unrealistisch.

Glaubwürdige Abgrenzung

Nagl und die ÖVP ballern nun mit anti-kommunistischer Propaganda auf die KPÖ. Der Historiker Heimo Halbrainer, der vor allem die Zeit in Graz zwischen 1938 und 1945 aufgearbeitet hat, gab Noll bezüglich der „Kommunismuskritik nur Recht“: „Die ‚Rote-Socken-Diskussion‘ kommt immer dann, wenn die anderen nicht wissen, was sie an Elke Kahr kritisieren sollen. Ich kenne Elke schon seit ihren politischen Anfängen und sie sticht mit ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer politischen Haltung hervor. Das gilt auch für die KPÖ-Gemeinderäte, die seit Jahren eine Stimme für all jene sind, die sonst nirgends vertreten sind.“

Da sich die ÖVP mit dieser politischen Glaubwürdigkeit schwertut erinnert sie an die historischen Verbrechen des Kommunismus. KPÖ-Urgestein Ernest Kaltenegger richtete der ÖVP nur aus: „Nagl weiß ganz genau, dass die KPÖ eine klare Abgrenzung zu den negativen Seiten der kommunistischen Bewegung vorgenommen hat. Wir beweisen seit Jahrzehnten, dass wir eine demokratische und sozial orientierte Kraft sind, die sich auf die arbeitende Bevölkerung stützt.“

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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