Hans Karl Schaller (PRO-GE) im Interview

Türkis-Grün schafft die Hacklerpension ab. Wieso? Der Betriebsratsvorsitzende der voestalpine, Hans Karl Schaller, ist OÖ-Landesvorsitzender der PRO-GE. Er erklärt, warum die hart arbeitenden Menschen der ÖVP egal sind.

Wien, 17. September 2021 | Mit ersten Jänner 2021 schafft die türkis-grüne Regierung die Hacklerpension ab. Wer 45 Jahre lang versichert gearbeitet hat, durfte bisher ohne Abschläge vor dem gesetzlichen Pensionsalter in Pension gehen. Das wird ab nächstem Jahr nicht mehr der Fall sein. Was sind die Hintergründe der umstrittenen Abschaffung?

Klientelpolitik: ÖVP als Partei der Reichen

Konzernbetriebsratsvorsitzender der voestalpine, Hans Karl Schaller, ist empört. Die türkis-grüne Regierung hat “überhaupt keine Ahnung, was es bedeutet, 45 Jahre lang schwerst und schwer zu arbeiten. Wie viele würden denn nicht einmal einen einzigen Tag aushalten – m Bau oder als Pfleger oder wenn sie am Bandl stehen würden?”

Schaller sieht Klientelpolitik als ein Motiv der Änderungen, die den Hacklerinnen und Hacklern schaden: “Doch das ist einfach nicht ihr Klientel. Die ÖVP ist die Partei der Reichen. Ihre Sorgen sind niemals die Sorgen der Arbeitnehmer, die jeden Tag ihr Bestes geben und ihre Steuern zahlen.” In einem Video fasst Schaller die wichtigsten Punkte zusammen:

Knallharter Pensionsraub

Den Langzeitversicherten werden durch die neue Regelung durchschnittlich 300 Euro pro Monat weggenommen. Das sind aufs Jahr gerechnet über 4.000 Euro. Und ungefähr 80.000 Euro, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach über 40 Jahre langer, harter Arbeit verwehrt werden. “Das ist knallharter Pensionsraub bei Menschen, die 47 Jahre unter teilweise schwersten Bedingungen geschuftet haben.”

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Titelbild: ZackZack

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