Schlappe für Ho:

Club musste zusperren

Martin Hos neuer Club in der Wiener Mariahilfer Straße erlitt gleich zu Beginn einen Dämpfer. Die Polizei machte den Laden an der Adresse dicht, von der die Anrainer fürchten, sie könnte ein neuer Drogenumschlagsplatz werden.

Wien, 24. September 2021 | Kanzler-Gastronom Martin Ho macht schon wieder Schlagzeilen. Seine neue Disco „The Hidden Club“ in der Wiener Mariahilfer Straße wurde kurzerhand von der Polizei geschlossen. Grund: fehlende Genehmigung. Diese sei „in Zustellung“, so der Spezialfreund von Bundeskanzler Sebastian Kurz gegenüber der „Krone“.

Immer wieder Ärger mit den Behörden

Nicht zum ersten Mal werfen die Behörden ein Auge auf einen der Gastrobetriebe von Ho. Der Sohn vietnamesischer Einwanderer hatte im Mai ähnliche Probleme. Für das Lokal „Newman – Negroni & Schnitzel“ hatte er keine Betriebsanlagengenehmigung bekommen, die Stadt versiegelte deshalb die Küche. Eine solche Zwangsmaßnahme kommt erst zum Tragen, wenn vorhergehende Bitten und Androhungen des Magistrats ins Leere gelaufen sind.

Ho muss für das unerlaubte Aufsperren der neuen Disco 1.000 Euro Strafe zahlen. Mit den Anrainern hatte er schon zuvor Auseinandersetzungen: Laut „Kurier“ seien diese in Sorge, dass an der Adresse des neuen Clubs ein neuer Drogenumschlagsplatz entstehen könnte. Gegen den sogenannten „Candy Shop“ rebellieren mindestens 42 Anrainer. ZackZack-Recherchen lieferten Beweise für organisierten Drogenhandel in Hos Club Pratersauna. Aktuell wird wegen des Verdachts auf Suchtgifthandel ermittelt.

Konstruktion mit Fragezeichen

Nicht nur die Anrainer der Shoppingmeile im siebten Wiener Gemeindebezirk zeigen Zähne. Rund um Hos weitere Lokale, die über die ganze Stadt verteilt sind, formiert sich ebenfalls Widerstand. Laut ZackZack-Insiderinformationen muss der Gastromulti mit einer Welle von Anzeigen rechnen. Er selbst zeigte sich bisher immer unbeeindruckt von Widerstand, klagte unter anderem darüber, „Opfer einer Neidgesellschaft“ zu sein.

Doch ganz so rund dürfte es nicht laufen. Insider sprechen von einer äußerst hohen Fluktuation an Personal, immer wieder kündigen frustrierte Mitarbeiter. Die zahlreichen Lokalitäten dürften zudem regelmäßig gewissen Kundenzulauf benötigen, um die hohen Kosten an den teuren Adressen der Stadt decken zu können. Anrainer bestätigen zwar, dass Hos Läden hier und da gut gefüllt seien – allerdings oft nur für die ersten Wochen nach Eröffnung. Für pompöse Inszenierungen bekommt Ho gerne Schützenhilfe von ÖVP-nahen Kommunikatoren und einschlägigen Boulevardblättern. Die konnten die Startschwierigkeiten des neuen Clubs allerdings nicht verhindern.

(wb)

Titelbild: APA Picturedesk

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