Wenn das AMS in die Unterhose schaut

Das AMS fragt Arbeitslose nach Geschlechtskrankheiten und Geburtsfehlern. Die Antworten fließen in eine Datenbank im Ausland. SPÖ, FPÖ und Experten zeigen sich entsetzt.

 

Johanna Jaufer

Wien, 30. September 2021 | 272 Fragen müssen Arbeitslose in ganz Österreich für das „JobIMPULS-Projekt“ ausfüllen und dabei intime Daten preisgeben. Laut übereinstimmenden Schilderungen mehrerer Klienten wird nicht freigestellt, ob man die Fragen beantworten möchte. „Zu keinem Zeitpunkt wurde mir gesagt, dass das Ausfüllen auf freiwilliger Basis erfolgt. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss diesen Fragebogen ausfüllen“, berichtet ein Arbeitsuchender.

Daten gehen nach Deutschland

Vor Ort wird ein persönliches Login-Profil auf der Website der deutschen „Jobnet AG“ erstellt. Dort werden die Antworten unter Klarnamen eingetragen. 272 Mal wird nach persönlicher Lebenseinstellung, Charaktermerkmalen und intimen Daten zum eigenen Gesundheitszustand gefragt. Sogar Geburtsfehler, Geschlechtskrankheiten und psychische Störungen müssen Arbeitsuchende in die deutsche Datenbank eintragen. Die Fragen sind in sechs Ausprägungen von „stimmt gar nicht“ bis „stimmt genau“ im Detail zu beantworten.

Auf Herz und Nieren

Ob man im Alltag auf Notlügen zurückgreift wird genauso erfasst wie Erkrankungen von Herz, Leber, Psyche und Geschlechtsorganen. Wer den „JobIMPULS“-Fragebogen beantwortet, wird zum gläsernen Menschen. Die Daten werden bei der deutschen „Jobnet AG“ hinterlegt, die sich auf ihrer Website schon 2018 damit rühmt, vom AMS den Auftrag zur Anwendung ihrer „JobIMPULS“-Methode erhalten zu haben. ««« Link: https://www.jobnet.ag/JobnetAG/Aktuelles/2018/2018-10-24_Zuschlag_nach_europaweiter_Ausschreibung_JobIMPULS_Methode_wird_auch_in_Oesterreich_eingesetzt.php

AMS spricht von Freiwilligkeit

In einer schriftlichen Stellungnahme betont das AMS wiederholt, dass es sich um ein „Angebot“ handle, das, anders als es mehrere Klienten unserer Redaktion übereinstimmend schildern, völlig freiwillig genutzt werde. Gefragt nach dem konkreten Zweck der Erhebung betont man, „weitere Ressourcen und Ansatzpunkte für die Beratung“ gewinnen zu wollen und sich an einer „Ressourcenstärkung zu orientieren“.

Wie viele Betroffene den Fragebogen bereits ausgefüllt haben, wisse man nicht: „Das AMS hat hier keinen Zugriff auf das System“. Allerdings erwarte man, alleine in diesem Jahr noch 30.000 bis 35.000 Lizenzen für die „JobIMPULS-Methode“ der Jobnet AG abzurufen. Kostenpunkt pro Lizenz: 40 Euro. Das Projekt sei seit 2018 in Gebrauch.

SPÖ und FPÖ entsetzt

 Die Fragen bringen nichts und gehören herausgenommen, sagt SPÖ-Abgeordnete und Datenschutzsprecher Christian Drobits: „Ich will nicht, dass hinterfragt wird, wer einen Geburtsfehler hat und ich will auch nicht Suggestivfragen wie ‚Mir geht‘s meistens gut’ – das sind Suggestivfragen, die ich als langjähriger arbeitsrechtlicher Gerichtsvertreter kenne und die auch im Gericht verpönt sind. Von Freiwilligkeit sei bei solchen Fragestellungen nur sehr schwer zu sprechen. Die Praxis gehöre sofort eingestellt. Drobits zeigt sich verwundert, wieso das AMS in diese Richtung keine Handlungen setze. Zu klären sei außerdem, wer für die Sache verantwortlich sei – das AMS, der aktuelle Arbeitsminister Kocher oder die frühere Arbeitsministerin Beate Hartinger-Klein, in deren Amtszeit die Methode eingeführt wurde.

Auch FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch übt auf Nachfrage scharfe Kritik am Fragebogen. Sie hält es für „zynisch“, Leute in einer ohnehin schon schwierigen Situation „mit solchen Fragen zu quälen“. Belakowitsch kann sich nicht vorstellen, welchen Nutzen das AMS etwa aus dem Wissen über eine vorhandene Geschlechtskrankheit ziehen soll: „Dieser Inhalt hat nichts mit einer Vermittlung zu tun. Da hätte ich gerne die Auskunft vom AMS – was passiert, wenn ich ankreuze: ich habe eine Geschlechtskrankheit?“ Außerdem bleibe offen, wer die Fragen vorgesetzt bekommt – schließlich bezahlt das AMS für den Fragebogen.

Datenschützer und Juristen bezweifeln Zulässigkeit

Die vorab von den Klienten zu unterschreibende Einwilligungserklärung wollte das AMS uns nicht übermitteln. Sämtliche Vorschriften des Datenschutzes werden eingehalten, heißt es in der offiziellen Stellungnahme. Der Wiener Datenschützer Andreas Krisch (Mitglied des Datenschutzrates) bezweifelt das:

„Wenn nicht ausreichend klar vermittelt worden ist, dass das eine optionale Sache ist und es völlig freigestellt worden ist ob man das jetzt will oder nicht, dann wird auch daraus meiner Meinung nach eine Unzulässigkeit und damit eine Ungültigkeit der Einwilligung.“

 Rechtlich gesehen darf nur gefragt werden, was für den gesetzlichen Auftrag des AMS zur Jobvermittlung notwendig ist. Auch Arbeitsrechtsprofessor Martin Risak meldet Zweifel an der Gesetzeskonformität der Befragung an.„Wofür brauche ich diese umfangreichsten Gesundheitsdaten die weit über das hinausgehen, was ein Arzt in einer Grundanamnese machen würde?“ Ein Arbeitgeber dürfte beispielsweise solche Daten gar nicht erheben, ohne zuvor den Betriebsrat zu fragen. Auch Dienstzeugnisse dürfen nichts enthalten, was die Auffindung einer neuen Stelle erschwert. Und in der konkreten Situation beim AMS stelle sich zusätzlich die Frage nach dem Kopplungsverbot der Datenschutzgrundverordnung: „Es darf nicht der Abschluss eines Vertrags oder die Erbringung einer Leistung daran gekoppelt werden dass man zustimmt dass sensible Daten verarbeitet werden.“ Wer davon abhängig ist, sein Arbeitslosengeld von derselben Stelle ausbezahlt zu bekommen, die gleichzeitig nach intimen Gesundheitsdaten fragt, könne „gewaltig unter Druck geraten“.

Die Recherche erscheint zeitgleich auf Johanna Jaufers Podcast „Die Woche“ (dort gibt es auch eine vollständige Liste der Fragen) und ZackZack.

Titelbild: APA Picturedesk

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108 Kommentare
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Piedro
30. 09. 2021 21:47

Das AMS hat einen Datenschutzbeauftragten.
ams.datenschutz@ams.at.

Pflichtfeld
30. 09. 2021 23:55
Antworte auf  Piedro

Was macht der beruflich?

Tony
1. 10. 2021 1:22
Antworte auf  Pflichtfeld

Er streicht ein schönes Gehalt ein und geniesst das Leben.

Piedro
1. 10. 2021 11:27
Antworte auf  Tony

Ach, Leute, als Datenschutzbeauftragter des AMS hat man schon einiges zu tun. Das ist ein weites Feld, und letztlich trägt man, zumindest formal, auch einiges an Verantwortung. Nur muss man diese Verantwortung an ihn heran tragen, sonst passiert nix. Wie viel so jemand verdient ist mir völlig wurscht, gezahlt wird nach den Tarifbestimmungen im öffentlichen Dienst.

Ich hatte mal Ärger bei diversen Marktämtern in Wien, jeder Hansel hat was anderes erzählt und sich dabei auf die Marktordnung berufen. Die wollte ich dann mal einsehen, aber die sollte nur für den internen Gebrauch sein. Und in jedem Bezirk lag eine andere Ausgabe rum, in der dann vorgeblich geblättert wurde. Beim Marktamt, bei der Kammer: Fehlanzeige. Bekommen habe ich sie dann am Schwarzenbergplatz bei der Handelskammer, direkt aus dem Vorzimmer des Direktors.

Danach ging das Theater erst richtig los, jeder Oberamtsrat wollte sich als Kaiser des Bezirks behaupten. Abgestellt hat das dann der Gewerbereferent des Magistrats. Seine Aussage: “Ich weiß das, aber so lange sich keiner meldet, kann ich das dem Gremium nicht vorlegen. Jahrzehnte lang wurde gegen nationales und einige Jahre schon gegen EU-Recht verstoßen, und keinen hat das thematisiert. Aber sudern, das konnten die Kollegen gut! Dann wurde die Wiener Marktordnung, in weiten Teilen noch im Kaiserreich formuliert, geändert. Dazu musste erst mal ein Piefke daher kommen. *auf die Schulter klopf*

Aber echt jetzt: sudern bringt gar nix, Spekulationen über Eventualitäten dienen auch nur der Hybris, aber wenn man sich wehrt bewegt sich was. Manchmal. Also schlau machen, cool bleiben und sich wehren.

nikita
30. 09. 2021 21:34

Die Datenkrake ÖVP!
Jede Gelegenheit ausnutzen um an die Daten der Bevölkerung zu kommen.

Zuletzt bearbeitet 3 Monate zuvor von nikita
Zackenbarsch
30. 09. 2021 21:11

wenn das nicht für Versicherungen …
man sollte mal die restlichen chats von der Nsa anfordern.

Zackenbarsch
30. 09. 2021 21:09

*mit heiserer Stimme
Ein Angebof daß Sie nicht ablehnen können.

Ich würde natürlich ausfüllen in kretisch.

plot_in
1. 10. 2021 1:22
Antworte auf  Zackenbarsch

Dann werden Sie wohl vom AMS als “nicht kooperativ” eingestuft. Nachdem der Fragebogen wohl digital auszufüllen ist, Sie sich mit ihren Daten einloggen mussten, bevor Sie den Fragebogen kriegen, sieht man das ja.

schinkenfleckerl3000
30. 09. 2021 20:58

“In einer schriftlichen Stellungnahme betont das AMS wiederholt, dass es sich um ein „Angebot“ handle, das, (…), völlig freiwillig genutzt werde.”
wer beantwortet solche fragen denn freiwillig unter klarnamen?

Piedro
30. 09. 2021 23:13
Antworte auf  schinkenfleckerl3000

Uninteressant. Die DSGVO unterscheidet nicht zwischen freiwilligen und pflichtgemäßen Angaben. Die regelt das Recht zur Datenerhebung und der Datenverarbeitung glasklar. Ob jemand freiwillig mitteilt, welche Geschlechtskrankheiten er sich eingefangen hat, tut nix zur Sache. Die Erkenntnis dient nicht dem Zweck der Arbeitsvermittlung. Zumindest nicht in den meisten Berufen. Darüber hinaus ist die Veröffentlichung persönlicher Angaben nicht erforderlich, um einen Arbeitgeber für den “Kunden” (so nennt man in D-Land die verwaltete Erwerbslosenmasse) zu interessieren, der einen Tripper hat, depressiv ist, an einem Geburtsfehler leidet oder was weiß ich, was da noch alles abgefragt wird. Eher im Gegenteil, und der Zweck ist ja nicht, die Vermittlung in Arbeit durch Erkenntnisse zu verhindern, die in D-Land nicht mal abgefragt, geschweige denn gespeichert werden dürften.

Ist schon echt ein starkes Stück, was sich diese “Behörde” da unter Bezug auf Freiwilligkeit heraus nimmt.

schinkenfleckerl3000
1. 10. 2021 8:15
Antworte auf  Piedro

ich meinte damit dass ich die erklärung des ams für realitätsfremd halte

Piedro
1. 10. 2021 11:28
Antworte auf  schinkenfleckerl3000

Wie manche Kollegen hier pinseln sie sich die Wirklichkeit nach Belieben selbst. Das funktioniert so lange, bis man ihnen zeigt vor welche Wand sie rennen. Aber das muss man halt auch tun.

schinkenfleckerl3000
1. 10. 2021 12:24
Antworte auf  Piedro

inwiefern pinsle ich mir die wirklichkeit zu recht?

criticalmind
30. 09. 2021 19:51

Nur zur Info, wenn man Berater beim AMS werden will, muss man auch einen Psychotest ausfüllen.
Offensichtlich werden Menschen mit “Radfahrermentalität” bevorzugt:
Nach oben buckeln, nach unten treten..

Zuletzt bearbeitet 3 Monate zuvor von criticalmind
Bastelfan
1. 10. 2021 7:55
Antworte auf  criticalmind

Ich glaube, da muss man ganz oben ansetzen.

Lojzek
30. 09. 2021 19:53
Antworte auf  criticalmind

Scho kloa, mit an Gwissen kummst ned weit, aber Sadisten die ihre Neigungen gewillt san auszuleben, sich beruflich ‘verwirklichen’ wollen, san sicher total in …

Zuletzt bearbeitet 3 Monate zuvor von Lojzek
Oarscherkoarl
30. 09. 2021 19:41

Die größte Saube.dln und H.rnkinder sind am AMS beschäftigt. Solche Häusln wie dort, findet man sonst nirgends. Und da bin ich jetz noch höflich….

Nelke
30. 09. 2021 19:52
Antworte auf  Oarscherkoarl

Koarl! I gib da recht!

Oarscherkoarl
30. 09. 2021 20:15
Antworte auf  Nelke

Ich sag das nicht weil ich lustig sein will. Nach dem Tod meiner über alles Geliebten musste ich meinen Job kündigen, da ich es mit zwei Kindern nicht mehr vereinbaren konnte.
Erster Termin am AMS und die blade fette Sau hinterm Schreibtisch gab mir. als ich ihn bat mich zwei Monate nicht zu vermitteln da ich den Kopf nicht frei habe und viele Sachen regeln muss….
Was sagte dieses H.rnkind???
…schauens das a Frau ins Haus kommt hoid….
Dem H.rnkind wünsche ich heute noch alles schlechte an den Hals

Bastelfan
1. 10. 2021 7:57
Antworte auf  Oarscherkoarl

Zynischer gehts nicht.
Dienstsufsichtsbeschwerde wäre angebracht gewesen, bzw veröffentlichen.

schinkenfleckerl3000
30. 09. 2021 21:02
Antworte auf  Oarscherkoarl

eine wirklich hefitge geschichte. aber sehn sies so – kein mensch der mit seinem leben zufrieden ist würde so antworten. über solche leute sollte man sich nicht den kopf zerbrechen

Bastelfan
1. 10. 2021 7:58
Antworte auf  schinkenfleckerl3000

Das war ein ziemlicher übergriff des ams typen.

Nelke
30. 09. 2021 20:58
Antworte auf  Oarscherkoarl

Ich habe Sie in der Vergangenheit des Öfteren angegriffen, nun aber werde ich es nicht mehr tun. Jemandem, welcher das AMS so hasst wie ich, kann ich nichts mehr verübeln. Schlagen Sie ein!

Lojzek
30. 09. 2021 19:50
Antworte auf  Oarscherkoarl

Die dort beschäftigten Herrnkinder und Saubärndln kannst nachdems die Hackn dort amoi gmacht ham, eh für kaum mehr was anderes gebrauchen.

Bastelfan
1. 10. 2021 7:59
Antworte auf  Lojzek

Also wie dir schwürkisen politiker?

Nelke
30. 09. 2021 19:19

Der arbeitslose Mensch wird bloß als Ware betrachtet, deren Zustand man genauestens kennen will, um zu wissen, ob sie noch verkäuflich ist oder nicht. Und wenn er sich weigert, dass zu akzeptieren, schneidet man den dünnen Faden durch, an welchem er noch hängt, soll heißen: Man streicht ihm das Arbeitslosengeld. Das sind Auswüchse eines Systems, welches so sehr wie noch nie zuvor auf den Kehrichthaufen der Geschichte gehört. Dessen eingedenk sollte auch die Sozialdemokratie handeln, anstatt gemeinsam mit ÖVP und FPÖ gegen die Grazer KPÖ zu kläffen.
Und das sage ich nicht zuletzt Ihnen, Frau “Impfen, impfen, impfen” Wagner! Nicht zuletzt Ihnen.

plot_in
30. 09. 2021 20:19
Antworte auf  Nelke

Als Ware und als Ressource noch dazu. Das stellt einen Datenschatz dar, der da erhoben wird. Der ist nochmal das Doppelte wert von dem, was sie pro Fragebogen kriegen. Das AMS verkauft also die DATEN ihrer Klienten! Und bezahlt auch noch dafür.

Wo landen die Daten? Wer kauft sie? Was sind die Erlöse? Die ganzen privaten Stellenvermittlungsfirmen sind eigentlich Datenkraken. Denen muss man ja alles überantworten, wenn man sich bewerben will. Manpower verlangt zum Beispiel, dass man zustimmt, dass die Daten an Glücksspielfirmen (Novomatic?) weiterverkauft werden dürfen, auch muss man zustimmen, dass die Daten verkauft werden dürfen, wo die DSGVO nicht gilt etc.

Es ist ein Skandal. Den Leuten wird das letzte Hemd ausgezogen und dann wird noch ihre DNA verkauft. Es ist abscheulich.

nikita
30. 09. 2021 21:24
Antworte auf  plot_in

👍

Lojzek
30. 09. 2021 19:39
Antworte auf  Nelke

Das ALG als sowas wie des Leckerlie, sodass man den Erwerbsarbeitsuchenden alle mögliche ‘Kunststücke’ machen lassen kann.
Was würde diese versnobte Parallelgesellschaft der Politikschickeria nur machn, wenn sie kein leicht steuerbares Menschenvieh mehr zum Ausbeuten hätte. Die Antwort läge auf der Hand, sie müssten selbst für das aufkommen, was sie verprassen, so wie das alle anderen auch zu tun haben. Das ist auch der Grund warum diverse Initiativen (zB. ein BGE) von vornherein gleich mal madig gmacht werden.

Zuletzt bearbeitet 3 Monate zuvor von Lojzek
El Kurzo Loco
30. 09. 2021 19:06

Na do, wenn Kurz Blümel oder Thomas Schmid arbeitslos werden…… Die ham sich sicher genug bei den „120 Tagen von Lichtenfels“ eing‘fangt…..

criticalmind
30. 09. 2021 18:51

Die hier genannten SPÖ/FPÖ Politiker sollten mal wirklich kritische Arbeitslose zu Gesprächen einladen.
Aber ich denk mal, diese Parteinkritik ist eh nur Schaumschlägerei..

Oarscherkoarl
30. 09. 2021 20:26
Antworte auf  criticalmind

Das machen sie nicht. Da stellen sie sich auf ein Seite die die SPÖ nicht sehen will. Nicht mehr. Die Arbeiter. Und Arbeitslose sind für die SPÖ und alle anderen Parteien sowieso unterste Kategorie. Ausnahme: Die KPÖ in Graz. Die haben keine Berührungsangste, im Gegenteil und schau auf das Wahlergebnis, – für mich klare Sache. Wer die Hand ausstreckt und hilft, der bekommt auch zurück.

Lojzek
30. 09. 2021 18:37

Ich dachte dass es sooo viiieeleee offene Stellen wie noch nie gibt.
Alles Bullshit.
Die wissen ned wohin mit den Erwerbsarbeitsuchenden, (wohlgemerkt san des Menschen, die durch diese Regierung in die Bredouille geraten sind), deswegen lassen die keine Gelegenheit aus die Erwerbsarbeitsuchenden (besonders psychisch) zu malträtieren, wie es nur irgendwie geht.

Hauptsache unsere versnobten Hautevolee-Pupperln foahrn sauteuer Taxi kreiz und quer durch die Wödgschicht und stopfn si ah sonst no die Taschen voi.

Zuletzt bearbeitet 3 Monate zuvor von Lojzek
Oarscherkoarl
30. 09. 2021 20:33
Antworte auf  Lojzek

Ich habe nachdem das Gastgewerbe ja dauernd händeringend Personal sucht und nicht findet, auf der AMS-Seite eingegeben “Kellner Wien 1010”
Die Angebote waren ernüchternd. Meist nur 20 oder 30 Stundenjobs. Und so einen Dreck vermitttelt das AMS. Deren Interesse sollte Vollzeitbeschäftigung sein und solche Inserate den Aasgeiern von Leihfirmen überlassen. Damit diese Branche endlich ausstirbt.

Reini1118
30. 09. 2021 18:31

Methoden wie vor 80 Jahren reissen ein !

hagerhard
30. 09. 2021 18:31

die övp hat einen neuen feind nr. 1 ausgemacht – die arbeitslosen.
das ams ist erfüllungsgehilfe dieser neuen politik.
da passt so eine massnahme ganz wunderbar ins bild.

https://www.hagerhard.at/blog/2021/09/gerechtigkeit-wie-wir-das-meinen/

mayanard
30. 09. 2021 18:02

SPÖ, FPÖ und Experten zeigen sich entsetzt, haben aber mit ihrer Untätigkeit den Weg dorthin bereitet; Diese halbamtlichen Einrichtungen müssen in die Schranken gewiesen und auf den eigentlichen Sinn “ihres Bestandes” zurückgeschnitten werden!

criticalmind
30. 09. 2021 18:53
Antworte auf  mayanard

Wobei gerade SPÖ nahe SÖB´s & besonders im roten Wien auch sehr viel “im Auftrag des AMS ” wissen wollen.

Strongsafety
30. 09. 2021 17:36

Lauter Vollheinzis.

Haltungsmedienschreck
30. 09. 2021 17:07

Unfassbar, wie Arbeitslose in diesem Land schikaniert werden. Zuerst wird Arbeitslosen der Corona-Faschismus aufgezwungen, jetzt sollen sie auch ihre intimsten Daten preisgeben. Anscheinend hat sich bis zum AMS noch nicht rumgesprochen, dass das ein besonders schweres Datenschutzvergehen ist. Es handelt sich nämlich um Daten “besonderer Kategorie”: https://dsgvo-gesetz.de/art-9-dsgvo/

Nelke
30. 09. 2021 19:22

AMS von hinten gelesen: SMA = Sklavenmarkt Austria, ein neoliberaler Saustall.

criticalmind
30. 09. 2021 18:54

Frag mal einen “Berater” nach der Manuduktionspflicht. Da wird man fast rausgeworfen, obwohl das den “Kunden” zusteht.

Nordicman
30. 09. 2021 17:28

Schon aufgefallen das dass in vielen Bereichen den Ausführenden absolut egal ist welche Rechte wir haben?

Haltungsmedienschreck
30. 09. 2021 18:02
Antworte auf  Nordicman

Wir haben noch Rechte? Wusste ich gar nicht.

Piedro
30. 09. 2021 21:38

Wie die meisten. Keiner kennt sich aus, keiner macht sich schlau, also kann sich auch keiner wirklich wehren. Aber maulen und pöbeln, bis der Frust im Kleinhirn gerinnt, das geht.

Allerdings gebe ich zu, dass es in Austria ungleich schwerer ist als in D-Land, relevante Informationen zu bekommen. Ein Herr Mair in Wien hat sich da sehr verdient gemacht, einer von nicht sooo vielen.

Ich konnte auf die Schnelle nur ein Erwerbslosenforum finden. Das ist schon mehr als schwach. Und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre es nicht gut frequentiert. Dabei lehrte schon die Sesamstraße: wer nicht fragt bleibt dumm.

Ob der Laden was taugt kann ich nicht sagen, aber nur zu raunzen hilft halt keinem: https://arbeitslosen-forum.at

Summasummarum
30. 09. 2021 16:57

Wenn jemand arbeitslos ist, kann man ihm nur folgendes raten:
Einen Anwalt aufsuchen – die erste halbe Stunde sollte gratis sein; Über jeden vom AMS gesetzten Schritt einen kurzen Vermerk für sich selbst zu verfassen; Sämtliche Formulare, die man beim AMS ausfüllen muss, langsam und in Ruhe durchlesen. Wenn man etwas nicht versteht, lieber 100 x fragen, als eine Huschpfusch-Antwort hinschreiben, alles in Fotokopie anfordern, vorher das Büro nicht verlassen; Sich nicht überfallsartig zu einer Aussage oder Unterschrift drängen lassen, in Ruhe nachdenken, eventuell noch einmal drüber schlafen, mit Freunden/Bekannten beraten; Wenn der Berater deppert wird, alles an Medien weiterleiten. Sich nicht einschüchtern lassen, Namen der Berater immer notieren, Zeit, Datum usw. Alle Unterlagen immer griffbereit haben: für sich, für eine Rechtsberatung. Die relevanten Unterlagen für das AMS, das ist eh klar. Ihr seid hier keine Bittsteller, sondern lediglich der Spiegel des Systems.

Piedro
30. 09. 2021 21:42
Antworte auf  Summasummarum

Sie haben den Beistand vergessen. Der darf, so lange er sich nicht unnötig aufführt oder stinkt wie ein toter Büffel, nicht abgewiesen werden. Der Beistand lächelt freundlich, es sei denn, er kennt sich gut aus, dann kann er auch das Wort ergreifen, sonst besser nicht, und schreibt alles mit was gesagt wird. Das bewirkt einiges. Wichtig ist immer: höflich und sachlich bleiben, so lange es geht, so lange man das aushält.

Nelke
30. 09. 2021 19:26
Antworte auf  Summasummarum

Es gibt keine widerwärtigeren Schergen als die AMS-“Berater”. Man rekrutiert sie aus der untersten Schublade des menschlichen Charakters.

Lojzek
30. 09. 2021 18:30
Antworte auf  Summasummarum

Volksanwalt Hr. Mag. Achitz
Verein Aktive Arbeitslose

Ansonsten is das was Sie schreiben, das was man unter ‘sich organisieren’ versteht.
Und wie eigentlich jeder wissen sollte, darf man das weder im Berufsleben noch als Erwerbsarbeitssuchender (gerade diesen Menschen fällt es oft schwer das zu tun) vernachlässigen.

Cynane
30. 09. 2021 17:43
Antworte auf  Summasummarum

… und außerdem – obwohl es offiziell vom ams verboten ist – ALLE Gespräche mit Aufnahmegerät aufnehmen (auch Vorstellungsgespräche). Die Aufnahme darf zwar nicht verwendet werden, aber es kann ein ordentliches Transkript angefertigt werden.

Piedro
30. 09. 2021 22:08
Antworte auf  Cynane

Sich strafbar zu machen ist nicht die beste Idee.

criticalmind
30. 09. 2021 18:55
Antworte auf  Cynane

Da gibts auch Gerichtsurteile dazu..

Hermano
30. 09. 2021 17:01
Antworte auf  Summasummarum

Guter Kommentar!

Sosindwirdoch
30. 09. 2021 16:52

Skandalös, HK würde ich das natürlich sofort zutrauen.
Aber sie ist seit 2 Jahren nicht mehr im Amt, warum sollte man das weiterlaufen lassen?
Rücktritt des Verantwortlichen oder Klagen der Betroffenen,
denn die Datenschutzgrundverordnung sollte v.a. für jene gelten, die in sensiblen Bereichen arbeiten/ Verantwortung tragen , oder wurde sie nur erfunden, um z.b. Friseure zu ärgern?

Zackenbarsch
30. 09. 2021 21:30
Antworte auf  Sosindwirdoch

Warum weiterlaufen …..
Wegen den Tantiemen?

Vord Loldemort
30. 09. 2021 16:32

Wow, ist schon ziemlich Hardcore,
Alleine die Tatsache dass es ins Ausland geht ist schon oag, aber dass die Antworten dann noch mit Klarnamen gespeichert werden, das ist…sehr fragwürdig wer dem zugestimmt hat.
Hat sich die ÖVP dazu geäußert?, oder haben die das in Auftrag gegeben.

accurate_pineapple
1. 10. 2021 11:14
Antworte auf  Vord Loldemort

Sieht eher wie eine ÖVP nahe Geschäftspraktik aus (Projekt Edelstein ?).
Es gilt die Unschuldsvermutung.

Kurt Knurrt
30. 09. 2021 16:42
Antworte auf  Vord Loldemort

Damals gab es noch keinen Arbeitsminister Kocher. Unter ihm ist es was ich persönlich gehört habe, sicher nicht besser geworden.

Kurt Knurrt
30. 09. 2021 16:27

Der gläserne Arbeitslose.