Einsatz in Floridsdorf:

200 Wiener wollten Würstelstand »leersaufen«

Ein Satire-Account rief in den Sozialen Medien dazu auf, einen Würstelstand in Wien-Floridsdorf “leerzusaufen”. Etwa 200 Personen folgten der Einladung zum Flashmob, auch die Polizei schaute vorbei.

Wien, 13. Oktober 2021 | Das Satireprojekt “Juan Son” hat sich auf Facebook und Instagram einen Namen gemacht. Vor allem die vielen Memes über den 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf sind ein Hit unter den Followern.

Einladung zu Sauf-Flashmob

Einer breiteren Masse wurde der Account erstmals durch eine Flashmob-Aktion aufgrund des Essverbots in den U-Bahnen bekannt. Damals wurde dazu aufgerufen, ein letztes Mal einen Döner in der U-Bahn zu verspeisen. Am Dienstag sorgte das nächste Event für Aufregung. In einer Facebook-Veranstaltung erklärte man den 12.10. (die Postleitzahl von Floridsdorf ist 1210, Anm.) zum “heiligen Tag für Floridsdorf”. Um diesen gebührend zu feiern, wurde die Fangemeinde dazu eingeladen, einen bekannten Wüstelstand am Franz-Jonas-Platz “leerzusaufen”. Mehr als 2.000 Zusagen auf Facebook waren die Folge.

Wie die “Heute” berichtet, seien etwa 200 Personen wirklich zum kollektiven “Leersaufen” erschienen. Die Polizei schaute wegen Beschwerden über Lärm trotzdem vorbei. Gegen 22 Uhr rückten die Beamten zum Franz-Jonas-Platz an. Ein Sprecher der Wiener Polizei berichtete gegenüber “Heute”: “Die Polizisten wurden wegen Lärm hinbeordert. Die Aufforderung den Lärm einzustellen hat dort ausgereicht, zu Anzeigen kam es nicht.” Unklar bleibt, ob alle Alkoholvorräte tatsächlich ausgetrunken wurden.

Satiriker will anonym bleiben

Laut der “Bezirkszeitung” (bz) ist “Juan Son”, der anonym bleiben möchte, selbst Floridsdorfer. Auch Bierpartei-Chef Marco Pogo sowie Gastronom Kenan Koc von der Pandemic Kitchen sind auf ihn bereits aufmerksam geworden. “Juan Son ist ein echt leiwander Typ und wir haben mit ihm gemeinsam einen Burger kreiert. Ein Teil der Einnahmen wird auch gespendet, so wie bei den meisten Aktionen von Juan Son”, verriet der Gastronom der “bz” im Dezember 2020.

(mst)

Titelbild: APA Picturedesk

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