Satiriker Hanger?

Tagespresse zieht Klage zurück

Die “Tagespresse” zieht die Klage wegen unlauteren Wettbewerb gegen Andreas Hanger zurück. Der Grund seien die 16 Beschuldigten der türkisen Familie. Hanger wäre nur ein “Bauernopfer” und die Justiz brauche aktuell alle verfügbaren Ressourcen.

Wien, 18. Oktober 2021 | „Die Tagespresse“ zieht die Klage gegen Andreas Hanger (ÖVP), der laut dem Satireportal ein als Politiker getarnter Satiriker ist, zurück. Die Begründung: „Vor der Justiz liegt eine Mammutaufgabe: den türkisen Sumpf trockenlegen.“ Deshalb wolle man sie nicht mit zusätzlichen Aufgaben belasten.

Hanger wäre nur „Bauernopfer“

Zudem sehe sich die „Tagespresse“ verpflichtet, „hart gegen die da oben, aber nachsichtig gegenüber jenen, die wehrlos am Boden liegen“, zu sein. Hanger war wegen unlauteren Wettbewerbes geklagt worden. So würde der Satiriker der „Tagespresse“ zunehmend zusetzen, während er sich als Politiker ausgebe.

Mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung war man aber abgeblitzt. Laut Handelsgericht stehen Hanger und „Tagespresse“ nämlich in keinem Wettbewerbsverhältnis.

Da aktuell gegen 16 Personen aus der türkisen Familie ermittelt wird, ziehe man die Klage aber zurück. “Braucht es hier noch Punkt 17? Eine einfache Klage gegen den einfachen Andreas Hanger, das schwächste Glied der türkisen Opferkette? Das Bauernopfer unter all den Bauern? Wir denken nicht”, so “Die Tagespresse”.

Letztes Angebot Praterstern

“Aus diesem Grund war es uns ein Anliegen, die Justiz durch das Auflassen unserer Klage gegenüber Andreas Hanger zu entlasten.” Deutlich dementiert werden „Gerüchte“, dass der Rückzug aus finanziellen Gründen geschehen würde: “Als österreichisches Medium können wir jederzeit, direkt, per kurzem Dienstweg, mit nur zwei drei SMS und wenigen Emojis auf die Steuertöpfe zugreifen. Geld spielt bei uns wirklich keine Rolle.

Erst letzte Woche wieder erhielten wir vom Finanzministerium 380.000 Euro für einen kritischen Artikel über Pamela Rendi-Wagner. Danke dafür! Bitte im nächsten Artikel über Betrugsbekämpfung abrechnen“, kommentiert die „Tagespresse“.

Ein letztes Angebot macht man Hanger aber: Man wolle ihm „der Fairness halber anbieten, die Angelegenheit in der Sprache zu klären, die er am besten versteht. Heute Mitternacht, Treffpunkt Praterstern – keine Messer, keine Igelstacheln, Zwicken und Beißen okay.”

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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