Darauf warten Fans seit Jahrzehnten:

Neue »Herr der Ringe«-Ausgabe mit Tolkien-Illustrationen

Der “Herr der Ringe” erscheint in neuem Gewand. 67 Jahre nach der Erstauflage bringt Klett-Cotta eine Prachtausgabe in den Handel. Das Besondere daran: Sie enthält Illustrationen des Autors.

Stuttgart, 19. Oktober 2021 | Über 150 Millionen verkaufte Exemplare. J.R.R. Tolkiens Roman “Der Herre der Ringe” prägte nicht nur ein ganzes Genre der Populärkultur, er war auch ein riesiger Verkaufserfolg. Der Stuttgarter Verlag Klett-Cotta, der die Rechte an der deutschen Übersetzung hält, bringt jetzt eine Schmuckausgabe mit allen üblichen Schikanen: Schuber, mehrfarbiger Druck, Lesebändchen usw. Das echte Novum sind die Illustrationen im Buch. Sie stammen von Tolkien selbst. Bisher fand sich in den Ausgaben des Jahrhundertwerks stets nur eine Landkarte aus Tolkiens Hand. Für den englischen Professor gehörte Zeichnen aber zum kreativen Prozess.

Tolkiens eigene Bilder schmücken schon lange den “Hobbit” und nun erstmals auch den “Herrn der Ringe”. 30 Skizzen, Karten und Illustrationen Tolkiens haben ihren Weg in die 1.300 Seiten der neuen Ausgabe gefunden. Für Fans wichtig zu wissen: Klett-Cotta verwendet die Übersetzung von Margaret Carroux aus dem Jahr 1969, an der Tolkien noch selbst mitgewirkt hatte. Die Ausgabe hat einen stolzen Preis: Für 90,50 Euro ist sie in Österreich zu erstehen.

Vom Ladenhüter zum Jahrhundertroman

Wohl wegen des hohen Preises der allerersten Ausgabe erwies sich “Der Herr der Ringe” bei seinem Erscheinen als Ladenhüter. Erst der Druck einer günstigen Taschenbuchausgabe, gegen die Tolkien heftig aber erfolglos intervenierte, machte das Buch zum Welterfolg. In Deutschland fand “Der Herr der Ringe” zunächst lange keinen Verleger. Der Schulbuchverlag Klett-Cotta sicherte sich schließlich die Rechte. Ein Glücksfall für den Verlag, dem Tolkiens Buch das wirtschaftliche Überleben sicherte.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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