56 Stunden Krankenstand

Amazon streicht daraufhin Lagerhalle

Der Online-Riese Amazon gibt ein Lager in San Diego auf, weil dort über eine Verbesserung von Arbeitsrechten diskutiert wird. Amazon müsste die Löhne leicht erhöhen und Krankenstand zulassen.

San Diego, 20. Oktober 2021 | Im März wurde beschlossen, dass Amazon in San Diego ein neues Verteilungszentrum bauen lässt. Die Pläne wurden jedoch gekippt: Ein neues Gesetz soll in der Region die Lage der Arbeitnehmer leicht verbessern. Damit ist der Versand-Riese offensichtlich nicht einverstanden, wie das Online-Magazin „Vice“ berichtet.

Laut dem Gesetzesentwurf der kalifornischen Stadt San Diego müsste Amazon den Mindestlohn der Arbeitnehmer leicht erhöhen und allen Angestellten sollen 56 bezahlte Krankanstand-Stunden pro Jahr gewähren. Darüber hinaus sollen die Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz verbessert werden. Jedoch wird erst im Februar 2022 darüber abgestimmt. Das alles ist für Amazon dennoch Grund genug, aus dem geplanten Deal auszusteigen.

„Betriebliche Anforderungen“

Eine Sprecherin von Amazon, Maria Boscetti, bestätigte den Ausstieg in einer Erklärung. Den Grund dafür nannte sie nicht. „Obwohl wir uns entschieden haben, das Verteilungszentrum in El Cajon nicht weiterzuverfolgen, prüfen wir weiterhin die Möglichkeiten für Investitionen und Wachstum in der gesamten Region“, sagte sie. „Wir wissen die Zeit und Aufmerksamkeit zu schätzen, die die Stadt San Diego sowie die örtlichen Gemeindevorsteher und -beamten geleistet haben.“

Amazon sei ein „dynamisches Unternehmen“ und sie würden, wie Boscetti weiter betont, ständig neue Standorte erkunden. „Es ist üblich, dass wir mehrere Standorte gleichzeitig erkunden und uns an unsere betrieblichen Anforderungen anpassen.“

Doch in einem kürzlich geschriebenen Brief, der „Vice“ vorliegt, schrieb Chesnut Properties, der Entwickler des Amazon-Lagers in El Cajon, dass die Debatte über verbesserte Arbeitsbedingungen definitiv der Grund für den Rückzug von Amazon aus dem Projekt sei.

Ignoranz gegenüber den Arbeitnehmern

Die Entscheidung von Amazon, sich aus dem Lagerhausprojekt zurückzuziehen, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der Technologiegigant nicht bereit ist, mit Gewerkschaften zusammenzuarbeiten und angemessene Löhne für die Mitarbeiter zu zahlen.

Der Ausstieg aus dem San Diego-Deal und die damit einhergehende Ignoranz gegenüber den Arbeitnehmern ist bekanntlich kein Einzelfall: Bereits in diesem Jahr hat Amazon in den Lagerhallen in Bessemer, Alabama und Staten Island, New York City, gegen Gewerkschaftsaktionen gekämpft. Indes hat sich das Unternehmen auch aus Lagergeschäften zurückgezogen, wenn es nicht die gewünschten Steuererleichterungen erhielt.

„Amazon hat sich zurückgezogen, weil sie keinen existenzsichernden Lohn zahlen müssen“, sagte Carol Kim, die politische Direktorin der San Diego Building Trades, gegenüber „Vice“. „Anstatt zu sagen: ‚Hey, wir sind bereit, mitzumachen, eine Lösung zu finden und uns an Standards zu halten‘, gehen sie lieber. Niemand hat etwas Unmögliches verlangt.“

(jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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