Rabensteiner

Ausschussware

„Gegen all euer Leiden verschreibe ich euch Lachen“, sagte der französische Arzt und Humanist François Rabelais. Die wöchentliche Dosis Medizin verabreicht Fritz Rabensteiner.

Wien, 06. November 2021 | Was viele nicht wissen: Immer mehr Spitzenpolitiker fragen mich um Rat. Meine Expertise wird geschätzt. Ich habe mittlerweile vier Parteibücher. Zu wichtigen Sitzungen werde ich eingeflogen. Und so unglaubwürdig das jetzt auch klingen mag, ich mache das pro bono. So auch diese Woche, als es einmal mehr um die Zukunft der Republik ging. Wolfgang Sobotka ist ein untadeliger Mann. Er hat bereits beim Ibiza-U-Ausschuss bewiesen, dass er ein fairer, neutraler und an Aufklärung interessierter Vorsitzender sein kann. Er ist geradezu prädestiniert dafür, auch beim nächsten Ausschuss den Vorsitz zu übernehmen. Und er macht es nicht zum Schutz von Sebastian Kurz und der ÖVP, er macht es auch nicht zur Befriedigung persönlicher Eitelkeiten, er macht es für Österreich. Er stellt sich seiner Verantwortung in schwierigen Zeiten. Wir, das Volk, sind ihm zu Dank verpflichtet.

Rabensteiner: „Hobt’s scho g‘essen?“

Sobotka: „Ich muss den Vorsitz übernehmen.“

Rabensteiner: „Ob’s ihr scho g’essen hobt’s, mecht i wissen.“

Krisper: „Kollege Sobotka, sie wern gaunz sicher nimmer Vorsitzender.“

Krainer: „Auf gor kan Foi.“

Hafenecker: „Des tät eahm so passen. Die ÖVP will nur verschleiern und vertuschen. Stimmt’s, Kollege Rabensteiner?“

Rabensteiner: „Derf i die Topfengolatschen hom? I hob no nix g’essen. A Kaffee warat a net schlecht. Um wos geht’s denn heit eigentlich?“

Sobotka: „Um meinen Vorsitz beim nächsten U-Ausschuss. Sie hom do Topfen am Kinn.“

Kogler: „Passt scho, Wolfgang. Du mocht des super. Die Kollegen segn des genauso. Sie kennan es nur net so richtig zum Ausdruck bringen. Außerdem braucht’s Stabilität. Des is jetzt gaunz wichtig. Da Herr Rabensteiner wird ma sicher Recht geben.“

Rabensteiner: „Stabilität? Sowieso. Immer. Wo hobt’s denn die Golatschen her? Die schmeckt wirklich guat. Is no ane do? Echt net? Jetzt amoi ernsthoft, Freunde der Blasmusik. Es lossts mi von Innsbruck einfliagn und daun is net amoi a zweite Topfengolatschen do. So kaun i net orbeiten.“

Sobotka: „Es ist meine heilige Pflicht. I muass Vorsitzender sein.“

Rabensteiner: „Jetzt wiss mas scho. An wen soll i denn mei Rechnung schicken? Brauch ma überhaupt ane? Cash is fesch.“

Sobotka: „Glauben sie wirklich, wir hätten Schwarzgeld?“

Rabensteiner: „Ist der Papst katholisch?“

Maurer: „Es ist doch gaunz afoch. Wer fiar den Wolfgang is, hebt jetzt die Hand. Oiso dafiar san da Werner, da Wolfgang und i. Dagegen Krainer, Krisper, Hafenecker.“

Krainer: „Und wos is mit’n Kollegen Rabensteiner? Sogt der nix?“

Rabensteiner: „Kenntat i an weißen Spritzer hom?“

Maurer: „Oiso samma uns einig. Der Wolfgang mochts.“

Hafenecker: „Haums eich ins Hirn g’schi…..Doch net scho wieder der Sobotka. Der nutzloseste Burgermasta von Waidhofen. Die dirigierende Abrissbirne. Das Finanzgenie der niederösterreichischen Wohnbauförderung. Der Obervertuscher aus dem Mostviertel. Der König der Gegeng’schäftl. Der lausigste Innenminister. Der schlechteste Nationalratspräsident aller Zeiten. Oba er wundert si, waun eahm aner vor die Haustür schei…..“

Sobotka: „Aha. Wos wissen sie darüber?“

Hafenecker: „Nix. Des hob i nur g‘lesen.“

Sobotka: „Dafiar brauchat ma endlich an U-Ausschuss, damit die Schweinerei aufgeklärt wird.“

Rabensteiner: „Net notwendig. I gib’s zua. Is eh scho wurscht.“

Sobotka: „Sie worn des oiso?“

Rabensteiner: „Na, wor nur a Witz. Oba i warats gern g’wesen.“

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Titelbild: APA Picturedesk

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