Oberösterreich schließt Lockdown nicht aus

In Oberösterreich schießen die Coronazahlen durch die Decke. Oberösterreichs Gesundheitslandesrätin Haberlander betont die Bedeutung eines gesunden Frühstücks und schließt einen Corona-Lockdown nicht aus.

Linz, 10. November 2021 | Die Oberösterreichische Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander hält einen Corona-Lockdown in ihrem Bundesland für möglich. Im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch sagte Haberlander – sie ist auch stellvertrende Landeshauptfrau – auf die Frage, ob sie einen Lockdown ausschließen könne: “Ich habe gelernt, dass man in dieser Pandemie nichts ausschließen kann.” Es sei wichtig, Maßnahmen zu treffen, die auf Zahlen basierten und die beobachte man sehr genau. Welche Zahlen für einen Lockdown ausschlaggebend sein könnten und wo allenfalls Schwellen liegen, sagte Haberlander nicht.

Oberösterreich hat derzeit mit 1.021 Fällen pro hunderttausend Einwohnern in sieben Tagen die höchste Inzidenz Österreichs, knapp gefolgt vom benachbarten Salzburg. Der Österreich-Schnitt liegt bei 655, die niedrigste Inzidenz hat aktuell Wien mit 409. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Inzidenz bei 232. In den letzten sieben Tagen gab es in Oberösterreich über 15.000 neue Coronafälle, 1.846 allein am Dienstag. Bereits ein Viertel aller oberösterreichischen Intensivbetten ist mit Coronapatienten belegt.

Das gesunde Frühstück als Präventionsmaßnahme

Am Wochende war Oberösterreich der Impfstoff ausgegangen, Impfwillige mussten abgewiesen werden. Das, obwohl Oberösterreich vergleichsweise wenige Impfstraßen geöffnet hatte. Haberlander betonte, das Land hätte mehr Impfstoff bestellt als je zuvor. Dass an der Lage die Landtagswahl – und damit verbunden politische Rücksichtnahme auf Impfgegner – Schuld sei, bestritt Haberlander nicht.

Eine Einschaltung des Landes unmittelbar vor “Oberösterreich Heute” am Dienstag nutzte das Land, um auf gesundes Frühstück für Kinder aufmerksam zu machen. Ist das aktuell das wichtigste gesundheitspolitische Anliegen des Landes? Ein gesundes Frühstück sei eine “wichtige Präventionsmaßnahme”, sagte Haberlander.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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